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Fünf Outdoortipps für Südwestfalen

Ein märchenhaftes Ausflugsziel ist die Burg Altena. Dort wird das ganze Jahr über Kultur geboten.

Foto: WP

Ein märchenhaftes Ausflugsziel ist die Burg Altena. Dort wird das ganze Jahr über Kultur geboten. Foto: WP

Hagen.   Zum Klettern in die "Wupperwände" nach Wuppertal, zum Fußballgolf spielen an den Möhnesee, die Burg Altena besuchen, Gerüche und Geräusche beachten bei einer Wanderung auf dem "Waldweg Grenzenlos" in Olpe, Spaß haben im Erlebnispark in Gevelsberg: fünf Freizeittipps für die Ferien im schönen Südwestfalen.

Sie haben in diesem Sommer einen Heimat-Urlaub auf "Balkonien" gebucht? Sie wollen Ihre Freizeit aktiv genießen und nicht einfach nur totschlagen? Das geht auch wunderbar in Südwestfalen. Wir haben fünf attraktive Tipps zur Gestaltung Ihrer Ferien in der Region zusammengestellt.

1. Spiel und Spaß im Erlebnispark Gevelsberg

Auf den Sommer ist ja oft kein Verlass mehr. Wenn mal wieder so richtiges Mistwetter ist, dann lockt der Erlebnispark Gevelsberg. Der riesige Hallenspielplatz bietet unter anderem Rutschbahnen, Hüpfburgen, Kletterwände, ein Riesen-Trampolin, eine Go-Kart-Bahn, ein Erlebnis-Klettergerüst und auch klassische Brettspiele.

Und wenn dann die Sonne doch mal hervor kommt, dann kann im Außenbereich weiter gespielt werden.

Der Erlebnispark Gevelsberg hat montags bis freitags von 14 bis 19 Uhr, an Wochenenden, feiertags und in den Schulferien von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Kinder von 3 bis 17 Jahren zahlen 6,90 Euro Eintritt (an Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien 7,80 Euro), Kinder zwischen 1 und 2 Jahren zahlen 4,90 Euro, Erwachsene 3,90 Euro.

Achtung: Es gibt einen Feierabendtarif ab 17 Uhr. Der gilt aber nur während der Woche und nicht an Feiertagen und in den Schulferien.

Sina Heilmann

2. Rauf auf die Burg Altena 

Der Weg hoch nach oben auf die Burg Altena lohnt sich – auch wenn die Stufen unendlich erscheinen. Ob sie schon jemals ein Tourist gezählt hat? Bestimmt. Glaubwürdig überliefert ist die Zahl bislang anscheinend aber nicht. Das spielt auch keine Rolle. Wer NRW in den Sommermonaten entdecken will, der muss unbedingt rauf zur Burg Altena. Und dies geht seit Mai 2014 auch bequemer als zu Fuß: Im neuen Erlebnisaufzug kommen Besucher ohne Anstrengungen hinauf zur Burg.

Diese ist seit über 1000 Jahren das Wahrzeichen der Stadt am Lenneufer. Die Geschichte des Mittelalters wird dort in vielen Facetten wieder lebendig. Museen erinnern an die alten Rittersleut, das Treiben der Burgfräuleins und die Tafelgelage der Adeligen. Es gibt ein Burg-Restaurant, und die seit 1914 im Originalzustand existierende erste Weltjugendherberge hat der Burg internationale Berühmtheit verschafft. Kulturell geboten wird viel auf der Burg Altena, das ganze Jahr lang.

Und immer ist die Hölle los. Erst bei der Hexennacht vor dem 1. Mai und besonders beim Mittelalter-Markt Anfang August. Henkerspack, Hexen, Ritter, Reiter, Musik, Spiel, Gaukelei und Narretei versetzen die Besucher dann wieder in eine andere Zeit. Das Spektakel „Altena – eine Stadt erlebt das Mittelalter" hat jedes Jahr neue Attraktionen im Programm. Ritter tragen ihre Turniere aus, und in der ganzen Stadt schlagen Heere ihre Lager auf. Oben auf der Burg öffnet sich der Vorhang zu einem mitteralterlichen Schauspiel ("Lösegeld für den Bischof") von 1323.

Auf dem „Alten Marktplatz“ in der Stadt ziehen Greifvögel ihre Kreise. Auf dem Orientmarkt kann sich ein jeder herrliche Düfte um die Nase wehen lassen und von Gebäck und Tees kosten und dabei den Mutigen zuschauen, die auf dem Kamel ihre Runde drehen. Zur Mittagszeit kann beim „Gelage des Königs“ ein köstliches Mahl verspeist werden. Die Einzelhändler in Altena laden zum Mittelalter-Shoppen in ganz besonderem Ambiente ein. An der Lenneuferpromenade wird erstmals auch das gegenüberliegende Ufer mit einbezogen, das die Besucher unter anderem per Floß erreichen können. Außerdem wird zusätzlich zur Burg dieses Mal auch das Deutsche Drahtmuseum zum Schauplatz mittelalterlichen Treibens.