Konzerte

Ein bemerkenswertes Klangbild

Konzert der Martin-Luther-Kantorei

Foto: IKZ

Konzert der Martin-Luther-Kantorei Foto: IKZ

Hemer.  Für die Martin-Luther-Kantorei stand ein Wochenende bevor, das am Samstag und Sonntag höchste Konzentration einforderte: An beiden Tagen führte die Kantorei in der Ebbergkirche ihr „Weihnachtliches Konzert bei Kerzenschein“ auf. Inhalt der ausverkauften Konzerte waren Antonio Vivaldis Gloria in D-Dur und Camille Saint-Saëns Oratorio de Noël. Beides eingängige Werke, die es in das Standardrepertoire größerer Chöre geschafft haben.

Kantorin Meike Pape hatte neben fünf Gesangssolisten (Hannah Köhring, Sopran, Uta Minzberg, Mezzo, Michaela Günther, Alt, Thomas Körner, Tenor und Hanno Kreft, Bariton) und der Organistin Bettina Pahnke, das Händel Orchester Dortmund engagieren können. Dieses breitete einen wunderbaren Klangteppich in beiden, stilistisch so unterschiedlichen Werken aus.

Die Musiker spielten bei Vivaldi behände auf und formten sanfte Streicherpassagen in der Solisten-Begleitung. So zum Beispiel für Hannah Köhring und Uta Minzberg bei „Laudamus te“. Sie gaben mit ihrem gefühlvollen Oboe- und Cellospiel Hannah Köhrings Interpretation von „Domine Deus“ jene Empfindsamkeit, die der Gesang vermissen lies. Und das Orchester hatte mit Mollie Marcuson-Schiffer eine Harfenistin, die bewundernswert unaufgeregt und präzise ihr Instrument in den Dienst des Ganzen stellte.

In Saint-Saëns Oratorio war es im Trio für Sopran, Tenor und Bariton, dass die Harfenistin sich nahtlos in den ausgewogenen Gesang einfügte und gemeinsam mit der Organistin Bettina Pahnke ein bemerkenswertes Klangbild schuf. Und der Chor? Er hatte den größten Part zu bewältigen. Hatte stets präsent zu sein, musste begleiten, sich einfügen, sollte sauber in der Aussprache und in der Intonation sein und schließlich als homogenes Ensemble auftreten. All diese Anforderungen erfüllte die Martin-Luther-Kantorei bei diesem Konzert. Und so wunderte es nicht, dass das Publikum nach Konzert-Ende am Sonntag in der Hoffnung auf Zugaben erst einmal sitzen blieb.

Die Zugaben gab es, und ein glückliches Publikum verabschiedete sich von glücklichen Musikern.

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