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Bauarbeiten bei Kaufland gestartet

Die Abbrucharbeiten im ehemaligen Real-Markt sind aktuell in vollem Gange.

Foto: Tim Gelewski

Die Abbrucharbeiten im ehemaligen Real-Markt sind aktuell in vollem Gange. Foto: Tim Gelewski

Iserlohn.   Neue Einfahrt, andere Aufteilung der Verkaufsflächen und mehr – bis aufdie Grundmauern soll an der Raiffeisenstraße wenig bleiben, wie es ist

Auf dem Parkplatz türmen sich die Schuttberge, unter dem Vordach, dort wo bis zum Ende des vergangenen Jahres der Haupteingang des Real-Marktes lag, klafft ein Loch, durch das Kleinbagger und andere Fahrzeuge ein- und ausfahren: An der Raiffeisenstraße hat am bereits 3. April der neue Mieter Kaufland mit den Umbauarbeiten für seinen Markt begonnen, der zum Jahresende öffnen soll. Erste Ergebnisse sind nun bereits deutlich zu erkennen. Laut dem Konzern soll ein zweistelliger Millionenbetrag investiert werden.

„Bis auf die Grundmauern wird im Grunde nichts bleiben, wie es ist“, sagt bei einer Baustellenbegehung Patrick Sontag. Der Projektleiter Immobilienentwicklung bei Kaufland erklärt weitere neue Details zum Standort.

So sollen unter anderem Einfahrt und Verkehrsführung auf dem Parkplatz verändert werden. Mussten Kunden von der Raiffeisenstraße kommend bislang links abbiegen, um auf das Gelände zu gelangen, wird die neue Zu- und Ausfahrt geradeaus vor Kopf liegen. „Wir haben das mit der Stadt Iserlohn so abgesprochen, weil hier bislang ein Risikobereich lag“, erklärt Sontag weiter.

Der Lieferverkehr soll weiterhin links abbiegen und seitlich zum Gebäude geleitet werden, damit möglichst wenig Kontakt mit dem Kundenverkehr erfolgt. In dem Wendehammer vor der Zufahrt wird darum ein für Lkw überfahrbarer Kreisverkehr eingerichtet. Die Anlieferzone wird mit einem Sichtschutz versehen.

Eine weitere Neuerung in Bezug auf den Verkehr: Der Markt wird künftig nicht mehr umfahrbar sein, lediglich eine Durchfahrtsmöglichkeit für die Feuerwehr bleibt. Wie bei vergleichbaren Projekten inzwischen üblich, wird es eine in beide Richtungen befahrbare Spur um den äußeren Rand des Parkplatzes geben. Innen sollen etwas mehr als 300 Parkplätze entstehen, wobei rund 100 davon, die Nächsten zum Markt, eine Sonderbreite von etwa drei Metern erhalten.

Die wesentliche äußerliche Änderung am Gebäude dürfte die Verlegung des Eingangs werden. Die beiden bisherigen werden verschlossen, stattdessen wird es ein Hauptportal geben, „mittig des Parkplatzes“, wie Sontag ausführt. Die Fassade selbst soll modernisiert werden, allerdings farblich dann in weiß und anthrazit gehalten. Die bekannte Rot-Weiß-Optik gehört bei Kaufland zumindest bezüglich der neuen Märkte der Vergangenheit an.

Genaue Belegung derShops steht noch nicht fest

Auch im Innenraum werden künftig anthrazit und weiß, letzteres als Farbe des Bodens, dominieren. Ergänzt wird das Innenkonzept durch Holztöne. Die Kaufland-Verkaufsfläche soll zu Gunsten von Fachmärkten leicht verändert werden. Details stehen aktuell noch nicht fest – außer, dass Apotheke und Tabakladen, die aktuell im Nachbargebäude untergebracht sind, wieder in den Kaufland-Bau ziehen werden.

Über die weitere Belegung werden aktuell noch Verhandlungen geführt. Mindestens zwei Fachmärkte – Schuh-, Textil- oder Elek­tronik-Anbieter – sollen einziehen, dazu gastronomische Angebote und ähnliches. Es soll Mall-Charakter bekommen, die Bemessungen der Shops werden dazu noch verändert werden. Kaufland selbst will schwerpunktmäßig das Lebensmittel-Segment bedienen und im Vergleich zum Vorgänger Real selbst weniger Elektronik- oder Textil-Artikel anbieten.

Bis jedoch Ende 2017 geöffnet werden kann, ist noch viel zu tun. „Allein bei den laufenden Abbrucharbeiten fallen rund 75 000 Kubikmeter Schutt an“, sagt Fachbauleiter Dennis Krüger. Aktuell werden neben dem Innenausbau noch zwei Nebengebäude von Baggern abgerissen.

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