Interview

„Ich war eigentlich stets ein glücklicher Mensch“

90 Jahre - und ganz schön weise: Dr. Jochen Kirchhoff antwortet mit beruhigender Präzision.

Foto: Michael May

90 Jahre - und ganz schön weise: Dr. Jochen Kirchhoff antwortet mit beruhigender Präzision. Foto: Michael May

Iserlohn.  Es ist ein Geschenk, mit einem so ungemein bewegten Menschen und Unternehmer wie Dr. Jochen Kirchhoff ein Gespräch zum 90. Geburtstag führen zu dürfen.

Dr.-Ing. Jochen F. Kirchhoff, Vorsitzender des Beirates und Gesellschafter der KIRCHHOFF Gruppe und Ehrenvorsitzender des Märkischen Arbeitgeberverbandes, vollendete am 21. April sein 90. Lebensjahr. Von 1971 bis 1986 führte Dr. Kirchhoff den Arbeitgeberverband Ruhr/Lenne (Rechtsvorgänger des heutigen Märkischen Arbeitgeberverbandes MAV). Bis 1993 gehörte er dem erweiterten Vorstand an. Außerdem war Dr. Kirchhoff von 1983 bis 2004 Präsident der Landesvereinigung der nordrhein-westfälischen Arbeitgeberverbände (unternehmer nrw) und stand von 1983 bis 1997 an der Spitze von METALL NRW. Er ist heute Ehrenpräsident beider Landesverbände.

Dr. Kirchhoff wurde ausgezeichnet mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Großen Ehrenzeichen des Österreichischen Verdienstordens und dem Marienlandkreuz der Republik Estland. Er ist Vorsitzender des Kuratoriums und Ehrensenator der Fachhochschule Südwestfalen (Iserlohn).

Soweit also die Berichterstatter-Pflicht. Zur „Geburtstags-Kür“ treffen wir Dr. Jochen Kirchhoff im Gutenbergzimmer des Wichelhovenhauses.

Herr Dr. Kirchhoff, wir haben vor ziemlich genau zehn Jahren an gleicher Stelle zusammengesessen und auch damals über Sie, Ihr Leben, Ihre Gedanken und die Welt gesprochen. Waren Sie inzwischen in Afrika?

Dr.-Ing. Jochen F. Kirchhoff:Nein, immer noch nicht, aber mein Sohn Johannes sagt mir immer wieder: Vater, wir müssen da unbedingt hin. Wir haben da einen kleinen Betrieb, den wir zusammen mit einem anderen Betrieb in Mainz vor rund zehn Jahren erworben haben. Jetzt bietet sich wohl im Juli noch einmal eine Chance, weil wir einen Wechsel bei einem Minderheitsaktionär haben. Da würde ich das gerne mal kennenlernen. Ich höre sehr viel Gutes. Allerdings wollen wir das nicht wie sonst machen. An einem Tag hin, am anderen zurück. Johannes sagt, wir wollen uns dann schon mal fünf Tage nehmen.

Eigentlich stellt man diese Frage ja am Ende eines Interviews, aber zum 90. Geburtstag darf man aus dieser Routine vielleicht schon mal ausbrechen: Haben Sie für Ihre Reise- und Lebensweg noch Ziele, die Sie unbedingt erreichen wollen?

Ja, ich habe da noch einen Plan, aber das sage ich Ihnen nur, wenn Sie es nicht weitersagen. Ich gebe ja jetzt mit 90 alle Ämter und Beiratsmandate, die ich noch habe, ab. Sogar einen tollen Nachfolger für mein Ehrenamt an der Fachhochschule haben wir schon gefunden. Niemand soll sagen, ich klebe an meinen Sesseln. Das habe ich noch nie gemacht.

Aber Sie werden jetzt nicht die Gänseblümchen im Garten zählen . . .

Nein, ich habe ja immer noch mein Sekretariat. Ich werde natürlich das Unternehmen wachen Sinnes, und so lange ich das noch kann, in seiner Entwicklung begleiten und beobachten. Ich habe ja seit dem Generationswechsel nie in das operative Geschäft eingegriffen. Meine Söhne haben vorher niemals einen Fuß in die Fabrik gesetzt, auch nicht für Praktika. Ich habe immer gesagt: Erst, wenn Ihr fertig seid und ich Euch den Mitarbeitern präsentieren kann, dann werdet Ihr gleich Geschäftsführer. Ohne Zwischenstation. Und die waren dann alle gut ausgebildet, hatten erfolgreich Erfahrungen in anderen Firmen gesammelt. Damit hatten sie auch das nötige Selbstbewusstsein. Wenn Söhne denken müssen „Alles, was ich bin, verdanke ich dem Papa“, dann ist das schlecht.

„Spielen nicht mehr Fußball“ 

Aber Sie haben schon auch ein Konzept für das Mehr an Freizeit, für die Dinge, die bis jetzt zu kurz gekommen sind?

Ich werde keinen Sportverein leiten, wenn Sie das meinen. Ich bin ja seit meinem sechsten Lebensjahr bekennender Schalker. Die haben mir gerade sogar in ihrer Vereins-Zeitschrift ein Interview gewidmet. Meine Liebe zu Schalke stammt natürlich aus meiner Zeit im Ruhrgebiet. Da habe ich alle Zechen kennengelernt. Ich konnte sogar die Unterschiede im Platt der Kumpels unter Tage erkennen. Ich sollte übrigens auch schon mal Präsident von Rot-Weiß Oberhausen werden. Die wollten damals den Peter Maaßen loswerden. Aber ich habe gesagt: Tut mir leid, aber gegen Peter Maaßen kandidiere ich nicht. Das ist ein so väterlicher Präsident, einen besseren könnt Ihr gar nicht bekommen. Aber Fußball ist natürlich mein Hobby. Ich habe ja selbst gespielt. Ich kam aus der Gefangenschaft und traf damals hier Fußball-Kumpel in der Stadt. Die sagten: Wir spielen aber jetzt keinen Fußball mehr, wir spielen Handball! Da kamen sonntagmorgens zwei- bis dreitausend Zuschauer ins Seilerseestadion. Später an der Hochschule habe ich weiter erfolgreich Handball gespielt. In der Zeit habe ich übrigens auch meine Frau kennengelernt, die war auch Handballspielerin. Das passte natürlich. Mit der gehe ich heute zum Basketball.

Sie blicken auf 90 Lebensjahre zurück. Was war die glücklichste Zeit in Ihrem Leben?

Die glücklichste Zeit war eigentlich, als ich nach und nach meine Söhne ins Unternehmen einbauen konnte. Ich hatte so viele Ehrenämter und Aufsichts- und Beiratsmandate, dass ich froh war, diese Jungens, die in allen Belangen die gleiche Zielsetzung hatten wie ich, bei mir zu haben. Und natürlich diese tolle Frau, wie ich sie habe, zu finden, hat mich auch glücklich gemacht. Manchmal frage ich mich ohnehin: Was ist eigentlich wichtiger? Die Berufswahl oder die Partnerwahl? Bevor ich diese Frau kennengelernt habe, war ich der festen Überzeugung, es ist die Berufswahl.

Haben Sie auch Zeiten einer Mutlosigkeit erlebt?

Nein. Ich hatte ja Selbstbewusstsein, nicht zuletzt durch eine hervorragende Ausbildung, war schon 41, als ich nach Iserlohn kam und meinen damals 80-jährigen Vater ablöste. Und ich verfügte bereits über ein großes Netzwerk an Leuten in beruflichen Spezialdisziplinen.

Sie haben in früheren Gesprächen Ihren Vater als väterlichen Freund beschrieben, dem Sie mit Respekt, aber auch mit einer besonderen Form von Nähe begegnet sind. Hat Ihnen das die Kraft zu einer eigenen menschlichen Form von Autorität gegeben?

Mein Vater war eigentlich gar kein autoritärer Typ. Er war eher literarisch, musisch und historisch interessiert. Der hätte Hochschulprofessor werden müssen. Aber er war natürlich von dem damals üblichen, eher strengen autoritären Vater-Sohn-Verhältnis geprägt.

Von Vätern hört man oft die selbst gestellte Lebensaufgabe, dass die Söhne es einmal besser haben sollten als man selbst. Hat es auch bei Ihnen auch mal solche Gedanken gegeben? Und wenn ja, in welcher Hinsicht?

Ich wollte immer nur, dass meine Jungs Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen haben, wenn sie hier einsteigen. Und es ihnen nicht so ergeht wie in anderen Unternehmen, wo die Väter sagen, die Söhne sollen möglichst schnell ins Geschäft kommen, um zu helfen. Ich habe immer gesagt: Ihr geht raus, geht in die Fremde. Ihr studiert nicht in der Umgebung von Iserlohn. Und so machen wir das auch heute weiter. Wir bilden ja jetzt schon die fünfte Generation aus. Wir haben zwölf Enkelkinder. Davon haben sich übrigens aber vier oder fünf für ganz andere Berufe entschieden. Von Musicalschauspielerei über Mode und Design bis zur Psychologie. Völlig artfremd, aber toll.

„Sind auch Tarifpolitiker" 

Ihre Unternehmensgruppe ist in den letzten Jahrzehnten mächtig gewachsen. Kann Verantwortung auch Züge von Erdrückendem, von Lähmendem bekommen?

Natürlich kann man auch Sorgen haben. Wir haben eine große Einheit in 2010 in den USA gekauft. Sind dort erst gut gestartet, haben dann doch durch den Alteigentümer, den wir im letzten Jahr abgefunden haben, nicht unerhebliche Probleme bekommen. Er wollte durch Umsatzsteigerungen seine Kaufpreisvorstellungen erhöhen. Doch diese Ziele konnten nicht realisiert werden und nun müssen wir die daraus entstandenen Probleme lösen und beseitigen.

Soziale Marktwirtschaft ist eine Gesellschaftsform der Nachkriegszeit, die man in Deutschland auch mit Ihrer Person in einem Atemzug nennt. Wie definieren Sie heute den sozialen Teil an der Marktwirtschaft?

Wir sind ja auch Tarifpolitiker. Ich selbst bin seit 30 Jahren in den Tarifverbänden tätig, mein Sohn Arndt macht das inzwischen auch sehr, sehr gut. Er hat eine große Menschenkenntnis, ist vielleicht nicht so misstrauisch wie ich, vertritt aber auch unsere Bodenständigkeit. Bei allem, was wir machen, haben wir auch im Hinterkopf, was das unseren Mitarbeitern und ihren Familien bringt. Das gilt zum Beispiel für das Sportsponsoring, vom dem unsere Mitarbeiter durch Freikarten profitieren. Auch sind wir mit einem Programm unterwegs, das wir Work-Life-Family-Balance nennen. Bei Problemen jeder Art bieten wir eine externe Beratungsstelle, werden zudem in Kürze einen Kulturbeauftragten benennen, haben in Attendorn einen erfolgreichen Betriebskindergarten eingerichtet. Aber noch einmal: Wir sind natürlich auch Tarifpolitiker und sagen, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen einen fairen Anteil bekommen von der jeweiligen Wirtschafts- und Geschäftslage.

Sie waren immer ein Mann der unbestreitbar klaren, aber eben auch leisen Töne. Hat sich dieser Wesenszug immer bewährt, oder hätten Sie im Nachhinein auch mal lauter auf den Tisch hauen sollen?

Nein, ich glaube, dass ich mit meiner Methode sowohl das Ohr der Politik als auch das der Gewerkschaften gehabt habe. Gerade zur NRW-Politik hatte ich immer ein entspanntes Verhältnis, habe mich regelmäßig ausgetauscht. Aber es gibt auch andere Beispiele. Nehmen Sie Olaf Henkel, er war zum Schluss ein großer Medienstar, saß in jeder Talk-Show. Das hat aber der Sache geschadet. Weil er keine Termine mehr bei den Entscheidern bekam. So erreicht man nichts.

Glauben Sie, dass in der heutigen Zeit, einer offensichtlichen Zeit der Lautsprecher, das leise Wort überhaupt noch Gewicht hat? Noch Gehör findet?

Ich glaube schon. In unseren Branchen bemühen wir uns jedenfalls nach wie vor und mit großem Erfolg, dass möglichst geräuschlos verhandelt wird.

Deutschland steht für Wohlstand, Freizügigkeit und Perspektive. Aber es gibt auch vermintes Gebiet: die Schere von Armut und Reichtum, die Schere von ungebildet zu bestens ausgebildet, die Schere von Toleranz und Egoismus. Nimmt auch das Maß Ihrer Bedrückung darüber zu?

Ich glaube, dass es auch auf diesem Gebiet zwei Wahrheiten gibt. Die Schere wird nicht größer. Es ist ja auch nicht so, dass wir in den letzten 20, 30 Jahren keine Einkommenszuwächse hatten. Das war in Amerika so, deshalb konnte Trump gewinnen. Wir können nachweisen, dass wir – außerhalb der Krise 2008 bis 2010 mit den Kurzarbeiterregelungen mit Einverständnis der Gewerkschaften – dauerhaft Lohn-Zuwächse hatten. Dadurch konnte die Kaufkraft wachsen.

Politikern fehlt Erfahrung 

Ist die von Politikern zur Schau getragene Fürsorge für die Bürger wirklich in ihren Herzen und persönlichen Denkmodellen verankert oder nur Mittel zum Selbsterhalt?

(lacht) Wir haben in der Mehrzahl schon sehr tüchtige Politiker, die würden auch gut in die freie Wirtschaft passen. Sie sind gut ausgebildet, wissen wovon sie reden, sind schon interessiert, die Verhältnisse in Deutschland zu verbessern.

Sie wurden mit 16 Jahren, also im April 1943, Flakhelfer, wollten eigentlich um jeden Preis Marineoffizier werden und waren am Ende jedoch sogar froh, dass der Krieg verloren ging, weil sie eben doch nicht in die Armee mussten, hatten Angst vor dem Eingezwängtsein. Würden in der Welt die Dinge anders laufen, wenn heutige Entscheider den Krieg aus eigenem Erleben mitbekommen hätten?

Ich weiß nicht, ob diese Kriegserlebnisse so positive Erkenntnisse erbracht haben. Ich glaube, eher nicht. Das hätte wohl keinen Einfluss auf die heutigen Entscheider. Ich denke allerdings, jeder Spitzenpolitiker müsste zehn Jahre lang einen zivilen Beruf von der Pike aus gelernt und auch ausgeübt haben. Dann hätten sie Ahnung vom wirklichen Leben.

Trump denkt über einen Alleingang gegen Nordkorea nach, der Russland-USA-Konflikt schwelt. Empfinden Sie heute wieder oder noch einmal eine ähnliche Kriegs-Angst wie in Ihrer Jugend?

Ja natürlich, aber ich glaube auch, dass da derzeit noch viel Säbelrasseln im Spiel ist, habe die Hoffnung, dass es nicht zum Ernstfall kommt. Ich bin übrigens sehr dafür, das Embargo gegen Russland wieder aufzuheben. Aber ich weiß natürlich auch aus meiner Zeit als Honorarkonsul für Estland, dass die baltischen Staaten große Angst haben, dass Putin noch einmal zuschlägt. Die gleichen Sorgen haben übrigens auch die Polen, Tschechen und Ungarn. Je besser die Beziehungen zu Putin wären, desto geringer wäre wohl die Kriegsgefahr.

Sie gelten in Ihrer Funktion als Unternehmer, aber auch ehrenamtlicher Funktionsträger als Mann der Nähe, haben ihre Geschäftsführer-Kollegen bei Babcock damit überrascht, dass man Sie auch schon mal mit den Arbeitern am Tresen traf.

Was sich mein damaliger Vorstandsvorsitzender, ein überaus distinguierter Wiener mit Elfenbein-Stock, gar nicht vorstellen konnte.

Beunruhigt Sie die zunehmende Distanz der Regierenden vom Volk?

Das ist in der Tat eine große, aktuelle Sorge. Eben weil die praktische Erfahrung oftmals fehlt.

Haben Sie für Ihr Leben jemals ein Vorbild gehabt, das die neun Jahrzehnte überdauert hat?

Ja, meinen Großvater Friedrich Kirchhoff an Nummer 1, der Gründer unseres heutigen Unternehmens. Ich habe besonders seinen Ideenreichtum, seine Innovationsfähigkeit bewundert. Er hat praktisch nebenher als Laie die gesamte süddeutsche Zementindustrie fusioniert. Durch den Einfluss seiner Frau, meiner Großmutter, einer Pfarrerstochter aus dem Frankenland, sind die Kirchhoffs übrigens vor drei Generationen zum evangelischen Glauben konvertiert. Mein Großvater war sehr musisch, hat sich selbst Fremdsprachen beigebracht.

Lernfähig durch Musik 

Haben Sie ein Vermächtnis an die junge Generation, wie man abseits der Parallelwelt des Internets auch heute noch Vorbilder findet?

Ich hatte immer die Hobbys Musik und Sport. Bis zum heutigen Tage. Dadurch bin ich Teamplayer geworden. Man erreicht in dieser Welt nichts ohne Zusammenarbeit. Und Musik erhöht nachweislich die Lernfähigkeit. Eltern sollten das in jedem Fall fördern.

Beschäftigt Sie die aktuelle Migrations- und Integrationspolitik?

Sie meinen die Sorge vor Überfremdung? Es ist meine feste Überzeugung, dass wir unter dem Strich eine Bereicherung erleben. Wir hatten in den 20er Jahren die gleiche Erfahrung, als die Polen kamen. Das hat eine Blutauffrischung gegeben, die sehr positiv war. Wir müssen da aufgeschlossen sein. Natürlich können wir nicht ganz Schwarz-Afrika aufnehmen. Wir müssen uns auch um die Politik vor Ort kümmern, um nicht hier vor unlösbaren Problemen zu stehen. So wie es die Chinesen machen. Deren Engagement basiert ja auch nicht auf reiner Menschenliebe, sondern auch darauf, ein Land mit vielen Rohstoffen und Arbeitskräften für sich zu gewinnen.

Sie ahnen meine Schlussfrage: Was ist Ihr Rezept für Ihre geistige Frische und diese außergewöhnlich Form der Teilhabe in allen Lebenslagen?

Zum einen sind es natürlich wohl die Gene. Mein Großvater war 95, als er starb. Aber ich bin auch immer ein glücklicher Mensch gewesen. Was man mir vielleicht nicht immer angesehen hat, weil ich nicht zu den „Putzkloppern“ gehört, wie man im Ruhrgebiet sagt. Ich genieße es ungemein, so eine wunderbare Familie zu haben, dass wir uns so gut untereinander verstehen. Und dass meine Söhne mir immer zu verstehen gegeben haben, dass sie mich gern noch um sich haben. Auch als geschäftlicher Berater. Aber auch als Mahner. Auch im Moment warne ich übrigens wieder vor dem nächsten Abschwung. Einem zyklischen Abschwung, der unweigerlich kommen wird.

(Unglaublich, das Gespräch dauert jetzt schon fast neunzig Minuten und längst nicht jedes gesprochene Wort hat auch Niederschlag in dem geschriebenen Text finden können. Und doch setzt Dr. Kirchhoff mühelos noch zu einer geschliffenen Zukunftsbetrachtung über die wirtschaftliche Gesamtlage, die zu erwartenden Entwicklungen der Automobilindustrie in Deutschland und der Welt, zu den Risiken der Präsidentschaft Trump und der amerikanischen Gesellschafts- und Politik-Entwicklung an.)

Verstehen Sie? Das sind die Themen, die mich wahrscheinlich jung halten.

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