Parktheater

Ein wirklich mitreißendes „MitSingDing“

Das 3. „MitSingDing“ im Parktheater war wieder fest in weiblicher Hand, die wenigen Männer sangen aber trotzdem und auch gerne mit.

Foto: Michael May

Das 3. „MitSingDing“ im Parktheater war wieder fest in weiblicher Hand, die wenigen Männer sangen aber trotzdem und auch gerne mit. Foto: Michael May

Iserlohn.   Auch bei der dritten Auflage in dieser Spielzeit hatten Stefan Nussbaum und das Publikum bei dem gemeinsamen Singen im Parktheater viel Spaß.

Am Ende, nach zweieinhalb Stunden inklusive vier Zugaben, blickte Stefan Nussbaum am Freitag im Parktheater in viele glückliche Gesichter im Publikum.

Denn auch das dritte „MitSingDing“ in dieser Spielzeit war ein voller Erfolg und hatte gezeigt, dass beim Singen, und das am besten noch in großer Runde, Glückshormone ausgeschüttet werden. Und zwar nicht nur bei den rund 200 Zuschauern, sondern auch beim Mann an der Gitarre: „Der Song passt hervorragend zum heutigen Abend und dazu, wie ich mich hier mit euch fühle. Es ist so toll“, meinte ein sichtlich begeisterter Nussbaum zu Beginn des dritten und letzten Sets mit Blick auf den Text des Beatles-Hits „So happy together“. Der wurde wie alle Liedtexte auf die Leinwand neben dem Dortmunder geworfen. Damit eben alle mitsingen können beim „MitSingDing“.

Umzug ins Große Hauserwies sich als Glücksfall

Denn der eigentliche Star, das hatte Kulturbüro-Mitarbeiterin Anke Schelkmann bei der Begrüßung deutlich gemacht, saß vor der Bühne: „Ohne Sie läuft hier heute Abend gar nichts!“ Lange auffordern musste sie aber nicht, denn im Publikum saßen viele „Wiederholungstäter“ und die rissen die Neulinge schnell mit. Und doch war der Abend etwas Besonderes: Denn nach der Premiere im Löbbeckesaal und der zweiten Auflage auf der Hinterbühne ging es jetzt erstmals ins Große Haus. Der kurzfristige Umzug aus organisatorischen Gründen (wegen der Großveranstaltungen am Donnerstag und Sonntag) erwies sich als Glücksfall: Zwar vermissten einige die Club-Atmosphäre der Hinterbühne, dafür wurden alle mit einem guten Sound belohnt. „Das war letztes Mal etwas trocken“, urteilte Stefan Nussbaum, der Gitarre studiert hat, fachmännisch im Gespräch mit der Heimatzeitung und meinte damit nicht seinen eigenen Beitrag, der ja vom Tontechniker entsprechend korrigiert werden kann, sondern den des Publikumschores, der jetzt viel besser rüberkam.

Was man auch an der Stimmung merkte. Platz zum Singen im Stehen und sogar zum Tanzen ließen die Sitzreihen auch, wie sich erstmals bei „Atemlos“ im zweiten Set zeigte. Den Helene-Fischer-Hit singe übrigens stets die eine Hälfte des Publikums begeistert mit, während die andere dazu nur unter Protest bereit sei, wenn überhaupt. „,Atemlos’ findet sich aber jedesmal unter den Wunschliedern“, weiß Nussbaum von der Auswertung der Gewinnspiel-Zettel, bei denen das Publikum mit einem Silbenrätsel die Songs des zweiten Sets erraten und zwei Freikarten für das nächste Mal gewinnen kann. „An der Reihenfolge der Lieder kann ich daher auch nichts mehr spontan ändern“, sagt Nussbaum. Anders sehe es mit dem 3. Set aus: Wenn er zu Beginn des Abends merke, dass beispielsweise englische Lieder nicht so gut ankommen, habe er stets sein Laptop dabei, um in der Pause noch mal Änderungen vorzunehmen (was am Freitag aber nicht nötig war). Auswahl genug ist vorhanden: Seitdem der 54-Jährige, der sonst noch als Mitglied des Improvisationstheaters Emscherblut sowie mit einem Musik-Comedy-Programm unterwegs ist, 2014 von einer Künstler-Kollegin aus Berlin auf das Format aufmerksam gemacht wurde, hat er 560 Lieder für die Präsentation mit dem Beamer aufbereitet. Seit der „MitSingDing“-Premiere im Januar 2015 im Cabaret Queue in Dortmund hat er 390 davon auf der Bühne gespielt.

Vorverkauf für den 18. Maihat bereits begonnen

Wichtig sei stets die „Gesanglichkeit“, also dass die Lieder mit dem Publikum gesungen werden können, weswegen beispielsweise Soul-Nummern rausfallen. „Es müssen aber nicht immer alle jedes Lied kennen“, wählt Nussbaum gerne auch mal Unbekannteres aus, es sei denn, er spielt erstmals an einem Ort. Immer wieder stellt er das Programm neu zusammen, so auch für Donnerstag, 18. Mai, wenn er um 20 Uhr erneut im Parktheater zu Gast ist. Der Vorverkauf hat bereits begonnen und ist auch für „Wiederholungstäter“ interessant. Denn abgesehen von „Those were the days“ von Mary Hopkin, das nie fehlen dürfe, und auch mal Reinhard Meys „Gute Nacht, Freunde“ gebe es „frühestens erst beim sechsten, siebten oder achten Mal“ Lieder erneut. . .

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