Landtagswahl

Im Endspurt vor der Landtagswahl

„Platzhirsche“ bei der Landtagswahl 2017 sind (li.) Michael Scheffler (SPD) und (re.) Thorsten Schick (CDU). Bei der Wahl 2010 lieferten sich die beiden ein enges Rennen – auch beim Gespräch im Gutenbergzimmer des IKZ.

Foto: WRONSKI

„Platzhirsche“ bei der Landtagswahl 2017 sind (li.) Michael Scheffler (SPD) und (re.) Thorsten Schick (CDU). Bei der Wahl 2010 lieferten sich die beiden ein enges Rennen – auch beim Gespräch im Gutenbergzimmer des IKZ. Foto: WRONSKI

Iserlohn.   Am 14. Mai ist Wahl in Nordrhein-Westfalen. Wir nehmen die heimischen Direktkandidaten des Wahlkreises 121 im Vorfeld unter die Lupe.

Noch dreieinhalb Wochen sind es bis zur Landtagswahl, und die Parteien steuern nach der Osterpause nunmehr auf den Endspurt zu. Bis zur Wahl nehmen wir in den kommenden Wochen die Direktkandidaten der Parteien im heimischen Wahlkreis aus unterschiedlichsten Blickwinkeln unter die Lupe: im klassischen Porträt, im Video-Interview und im mehr persönlichen Fragebogen. Hinzu kommen als tägliche Serie in der Woche vor der Wahl fünf gleichlautende Fragen zu fünf harten politischen Themen.

Direktkandidaten im Vergleich

Als Direktkandidaten am Start sind für den Zieleinlauf am 14. Mai Michael Scheffler (SPD), Thorsten Schick (CDU), Oliver Held (Grüne), Detlef Köpke (FDP), Manuel Huff (Die Linke), Alexander Langguth (AfD) und Hans Immanuel Herbers (Piraten). Alle sieben treten im Wahlkreis 121 an, der seit der Landtagswahl 2005 außer Iserlohn auch Altena, Nachrodt-Wiblingwerde und Werdohl umfasst. Bis zur Landtagswahl 2000 zählten Altena und Werdohl noch zu einem benachbarten Wahlkreis.

Insgesamt sind am 14. Mai im Wahlkreis 121 rund 120 000 Wahlberechtigte aufgerufen, über die politische Zukunft in NRW mitzubestimmen. Jeder Wähler kann dabei zwei Kreuzchen setzen – die Erststimme für den Direktkandidaten und eine Zweitstimme für die Parteien.

Der Trend bei der politischen Großwetterlage in Nordrhein-Westfalen zeigt aktuell die SPD mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft klar vorne. Laut Umfrage (Infratest dimap im März) rangiert die SPD bei 37 Prozent, die CDU bei 30 Prozent, dahinter liegen FDP und AfD mit jeweils neun Prozent, die Grünen bei sechs und die Linken bei fünf Prozent.

„Platzhirsche“ unter den heimischen Landtagskandidaten sind Michael Scheffler (SPD) und Thorsten Schick (CDU). Die beiden letzten Landtagswahlen – 2010 und 2012 – entschied Scheffler für sich. 2012 verbuchte der SPD-Mann 45,4 Prozent der Erststimmen, Schick erreichte 33,9 Prozent – und zog dann über die CDU-Landesliste in den Landtag ein.

Derweil hatte Schick 2005 mit 46 Prozent deutlich die Oberhand behalten. Damals verwies die CDU in NRW mit Spitzenkandidat Jürgen Rüttgers die Sozialdemokraten mit Peer Steinbrück klar in die Schranken. Nach dem Kopf-an-Kopf-Rennen 2010 auf Landesebene lag die CDU mit 34,6 Prozent zwar hauchdünn vor der SPD mit 34,5 Prozent, doch bildete die SPD unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft eine Minderheitsregierung mit den Grünen. Das enge politische Tauziehen machte dann 2012 eine Neuwahl erforderlich, aus der die SPD mit 39,1 Prozent als klare Siegerin hervorging.

Vorm Wahlgang am 14. Mai zunächst aber der Blick auf die heimischen Direktkandidaten: Den Auftakt zur umfangreichen Wahl-Berichterstattung macht Manuel Huff (Die Linke), den wir in unserer heutigen Ausgabe auf der zweiten Iserlohn-Seite im Porträt präsentieren. Das dazugehörige Video-Interview gibt es im Internet auf www.ikz-online.de und bei YouTube unter „Iserlohner Kreisanzeiger“.

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