Osterkirmes

In die bunte Welt des Rummels eintauchen

Das farbige Lichtspiel in der Budengasse zwischen den Fahrgeschäften hat seinen besonderen Reiz.

Foto: Wolfgang Meutsch

Das farbige Lichtspiel in der Budengasse zwischen den Fahrgeschäften hat seinen besonderen Reiz. Foto: Wolfgang Meutsch

Iserlohn.   Die Osterkirmes lockt Familien und Alleinstehende, Ortsansässige und Gäste aus der Umgebung zum Festplatz am Seilersee.

Zur Eröffnung der Osterkirmes schien zwar die Sonne, aber insgesamt erlebten die Besucher und die Schausteller zum Auftakt des einwöchigen Volksfestes auf dem Seilerseefestplatz einen ungemütlichen Mix aus nasskaltem Regenwetter und trockenen Sonnenperioden. Unerschrocken zeigten sich die Prominenten aus der Politik bei ihrem ersten Gang über die Kirmes, insbesondere beim Besuch des Geisterhauses. Dazu begrüßte Konstantin Müller, Vorsitzender des Schaustellervereins Iserlohn-Schwerte, neben der Bundestagsabgeordneten Dagmar Freitag (SPD) und dem Bundesvorsitzenden der Jungen Union, Paul Zimiak, die Landtagsabgeordneten Thorsten Schick (CDU) und Michael Scheffler (SPD) sowie den Iserlohner FDP-Fraktionsvorsitzenden, Detlef Köpke.

In seiner Funktion als stellvertretender Bürgermeister hieß Thorsten Schick die Besucher auf der Traditionskirmes willkommen: „Hier finden Sie einen Ort, an dem Sie gemeinsam mit ihren Familien und Freunden in den nächsten Tagen eine vergnügliche Auszeit vom Stress des Alltags nehmen können. Hier bietet sich die Chance, alte Bekannte zu treffen und neue Menschen kennenzulernen, die Batterien mit guter Laune aufzutanken und in die bunte Welt des Rummels einzutauchen.“

Apropos: Beim Rundgang über den Platz vermischten sich die wummernden Beats und Bässe von den Hits aus den Charts aus den Beschallungsanlagen der Fahrgeschäfte zwischen dem Autoscooter, Musik-Express, Kettenkarussell und der Familienachterbahn „Coco Beach“. Über dem Festplatz roch es bereits nach Zuckerwatte, Popcorn, Crêpes und Herzhaftem vom Bratwurstgrill.

Breites Unterhaltungsangebot auf der Osterkirmes

Schick lobte den Schaustellerverein Iserlohn-Schwerte für das breite Unterhaltungsangebot: „Unsere Kirmes ist ein Fest für alle: für Kinder und Erwachsene, für Familien und Alleinstehende, für Ortsansässige und Gäste aus der Umgebung.“ Schon seit Dezember sei in den Internetforen auf die neue Attraktion Geisterhaus hingewiesen worden, sagte Schick, der sich mit den ersten unerschrockenen Besuchern auf den Nervenkitzel einließ, nachdem er sein Glück auf der Bowlingbahn und an der Schießbude herausgefordert hatte. Gutes Schuhwerk und ein gutes Gleichgewicht sind bei der Tour wichtige Voraussetzung beim Gang durch die Unterwelt, wo einem gruselige Gestalten zu seltsamen Klängen begegnen und kleine Hindernisse zu bewältigen sind. Mehr sei nicht verraten.

Erstmals auf dem Platz vertreten ist der „Venturer“-Erlebnissimulator. In einer speziellen Raumkapsel können bis zu zwölf abenteuerlustige Besucher aus einer Vielzahl von Filmen auswählen: vom Autorennen bis zum Weltall-Besuch.

Die Schausteller haben auch in diesem Jahr wieder Schotter auffahren lassen, damit die Besucher guten Fußes über den Platz kommen. Mit den Kommunalpolitikern erörterten sie am Samstag erneut ihre Wünsche nach Pflasterung. „Wir bringen jedes Jahr zwischen 60 und 70 Tonnen Schotter auf den Platz“, sagte Franz Foulon, der stellvertretende Vorsitzende des Schaustellervereins. Leute mit Kinderwagen oder Behinderte mit Rollstühlen kämen auf asphaltierten Wegen besser voran“, sekundierte Alfred Küchenmeister.

Schausteller schließen auf Kirmes viele Freundschaften

Bevor die Schausteller ihre Geschäfte um 14 Uhr öffnen, haben sie schon den täglichen Putzdurchgang und bei den Fahrgeschäften die Sicherheitskontrollen hinter sich gebracht. „Bei uns in der Familie ist der Beruf Berufung“, erzählt Frank Fallon von einer 50-jährigen Schaustellertradition, in der viele Freundschaften mit Menschen aus verschiedenen Städten geschlossen wurden. „Leute mit einfachen Kirmesgeschäften zu begeistern, das ist das Schönste in dem Beruf. Sobald es losgeht, haben unsere Kinder den schönsten Spielplatz der Welt. “

Die Osterkirmes besitzt normalerweise eine Anziehungskraft auf Kirmesbesucher aus Iserlohn, Unna und Hagen, weiß Foulon aus vielen Gesprächen. Das lasse sich auch von den Autokennzeichen auf den Parkplätzen im Umfeld ablesen. Mit dem nasskalten Auftakt waren die Schausteller leider wetterbedingt nicht zufrieden, auswärtige Besucher sind dann leider nicht zu motivieren, anders als die Stammkunden. Angesichts der sonnigen Abschnitte gestern Nachmittag sagte Konstantin Müller: „Wir hoffen, dass es so bleibt, dann verdienen wir wenigstens was.“

Die Kirmes öffnet bis kommenden Sonntag täglich von 14 bis 22 Uhr auf dem Festplatz am Seilersee. Preisvergünstigungen locken am Mittwoch, dem Familientag. Dann gibt es bis zu 50 Prozent Rabatt. Am Freitagabend gibt es ab 22 Uhr ein Feuerwerk – alljährlicher Höhepunkt der Osterkirmes.

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