Musik

Modern Jazz auf allerhöchstem Niveau

Neben Paul Heller (2. v. re.) sorgten noch Martin Sasse am Piano, Henning Gailing am Bass und der aus New York eingeflogene Adam Nussbaum auf der Bühne für einen unvergesslichen Jazzabend.

Foto: Björn Braun

Neben Paul Heller (2. v. re.) sorgten noch Martin Sasse am Piano, Henning Gailing am Bass und der aus New York eingeflogene Adam Nussbaum auf der Bühne für einen unvergesslichen Jazzabend. Foto: Björn Braun

Iserlohn.   Der Ausnahme-Saxophonist Paul Heller spielte vor einem voll besetzten Saal der Fachhochschule.

Die Jazz-Fans in Iserlohn hatten dieses Mal wohl das richtige Gespür für absolute Highlights, was sich in einem voll besetzten Saal der Fachhochschule niederschlug.

Selten hat man so viele Menschen zu einem Modern Jazz Konzert strömen sehen und es mag der Popularität des aus heimischen Regionen stammenden Saxophonisten Paul Heller zuzuschreiben sein, dass ein solch großer Zuspruch zu verzeichnen war. Und die Zuhörer wurden nicht enttäuscht: Modern Jazz auf allerhöchstem Niveau mit einem Quartett, bei welchem sich jeder Solist auf absolutem Top-Niveau bewegte.

Adam Nussbaum als „Special Guest“

Angefangen bei dem atemberaubend virtuosen Pianisten Martin Sasse über Henning Gailing, der dem Zupfbass Tonskalen entlockte, die man diesem Instrument kaum zugetraut hätte, über einen Paul Heller selbst, der das Saxophon in höchster Vollendung beherrscht. Als besonderen Gast stellte Heller den aus New York eingeflogenen Drummer Adam Nussbaum vor, der schon mit Legenden wie Sonny Rollins und Joe Henderson zusammengearbeitet hat, von welchen auch die ersten beiden Titel des Abends stammten. Nussbaum lieferte nicht nur Schlagzeug-Kunst der Sonderklasse, sondern gefiel durch eine große Publikumsnähe und wohltuende Entertainerqualitäten. Ständig Kaugummi kauend lachte er bisweilen fröhlich in das begeisterte Auditorium hinein und erfreute die Zuhörer mit Anekdoten aus der New Yorker Jazzszene. Kompositionen von Rollins und Henderson bis hin zu einem Blues der unvergessenen Billie Holiday bestimmten das Programm , welches für Freunde des Modern Jazz alles bereit hielt, was diese Musik ausmacht. „Nut tree“, ein von Paul Heller speziell dem Stargast Adam Nussbaum gewidmetes Stück, beendete den ersten Teil des Konzertes , während im zweiten Durchgang Iserlohns wohl wichtigster Jazz-Organisator und Förderer Uwe Plath überraschend mit einbezogen wurde. Dieser bewies am Saxophon seine ganze Klasse solistisch und im Zusammenspiel mit Paul Heller und der Band „Special Edition“. Ohne Zugabe ließ das begeisterte Publikum die Musiker nicht gehen und man kann sich schon auf das nächste Jazz-Event in der Waldstadt freuen.

Seite
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik