Musikschule

Neben der Musik gab es auch traurige Töne

Das Sinfonieorchester der Musikschule Iserlohn unter der Leitung von Paul Breidenstein brillierte bei der Mitgliederversammlung des Freundeskreises der Musikschule.

Foto: Michael May

Das Sinfonieorchester der Musikschule Iserlohn unter der Leitung von Paul Breidenstein brillierte bei der Mitgliederversammlung des Freundeskreises der Musikschule. Foto: Michael May

Iserlohn.   Der Freundeskreis der Musikschule hatte zur Mitgliederversammlung in das Forum des Berufskollegs geladen.

Nicht nur fröhliche Gesichter konnte man am Mittwochabend im Forum des Berufskollegs an der Hansaallee sehen. Das ist an diesem Ort des Lernens nicht ganz so ungewöhnlich, doch es lag ganz bestimmt nicht an den Schülern, die eigentlich im Mittelpunkt stehen sollten. Vielmehr präsentierten sich Ensembles und Solisten der Musikschule, die bei „Jugend musiziert“ für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet wurden. Das Sinfonieorchester brillierte mit Gioacchino Rossinis bekannter „Wilhelm Tell“-Ouvertüre, der sinfonischen Dichtung „Finlandia“ von Jean Sibelius und einem Medley aus dem Musical „Oliver“.

Unerwartete Todesfälle prägen „trauriges Jahr 2016“

Die Mitgliederversammlung des Freundeskreises der Musikschule Iserlohn war der Anlass für dieses Konzert, das erstmalig an diesem schulischen Ort stattfand. Daher gab es neben der Musik auch die für einen solchen Anlass passenden Tagesordnungspunkte. Doch bevor die Instrumente erklingen durften und Reden gehalten wurden, gab es zur Einstimmung eine Foto-Präsentation über die Konzertreise des Sinfonieorchesters der Musikschule zum Europäischen Musikfestival der Jugend „Emusik 2016“ im Baskenland, die ohne die Förderung des Freundeskreises so nicht möglich gewesen wäre.

Leider musste die Vorsitzende des Freundeskreises, Tone Johansen-Junius, ihren ansonsten positiven Rückblick auch damit beginnen, „dass 2016 für die Musikschule und ihre Freunde ein trauriges Jahr gewesen sei“. Grund hiefür war nicht nur der plötzliche und unerwartete Tod des stellvertretenden Schulleiters, Klarinetten- und Saxofonlehrers, Leiter der Bigband und Zweigstellenleiter in Letmathe, Roland Kirch, im Alter von nur 47 Jahren, „der uns alle tief getroffen hat“, so Tone Johansen-Junius. Als weiteren großen Verlust bezeichnete Tone Johansen-Junius den Tod des langjährigen Beiratsmitglieds und Förderers Helmut Hardegen, der bereits 2005 die Initiative für die Gründung des Freundeskreises ergriffen hatte. „Seine Vision, auch nach dem eigenen Leben noch Gutes zu tun, hat uns sehr beeindruckt“, hob die erste Vorsitzende lobend hervor.

Fokus soll auf Zweigstelle in Letmathe gelegt werden

Tone Johansen-Junius erinnerte daran, dass die Förderstiftung Sozialstipendien finanziert, Musikurse für Grundschüler möglich macht. Auch die Anschaffung von Instrumenten wurden ermöglicht: ein Steinway B-Flügel, drei E-Pianos, zwei Kinderviolinen und zwei Drumsets.

Musikschulleiter Paul Breiden­stein verkündete, dass der Fokus der Musikschule in Zukunft wieder mehr auf Letmathe ausgerichtet werden solle. Mit der Verpflichtung von Laura Flanz sei ein wesentlicher Schritt getan. Im Sommer 2018 soll die Trillingsche Villa als neues Domizil fertig sein, die ganz andere Möglichkeiten bieten werde, als es an der Oeger Straße bisher möglich gewesen ist.

Musikförderung schon für die Kleinsten betreibt die Musikschule auch durch die Streicherklassen an der Grundschule Kilian in Letmathe. Das gemeinsame Lernen verbinde mit dem niederschwelligen Angebot die Kulturen, die aus verschiedensten musikalischen Traditionen kommen. Ein weiterer Fokus sei die Kooperation mit den Kirchen. Die mache auch unter anderem deutlich, dass die Musikschule längst zu einem tragenden Musikveranstalter in Iserlohn geworden ist, erklärte Breidenstein.

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