Fritz-Kühn-Platz

Rat sieht Rampenpläne kritisch

Der Fritz-Kühn -Platz soll umgestaltet werden.

Foto: Josef Wronski/IKZ

Der Fritz-Kühn -Platz soll umgestaltet werden. Foto: Josef Wronski/IKZ

Iserlohn.   Im nichtöffentlichen Teil wurde über die Informationspolitik der Ersten Beigeordeneten Katrin Brenner debattiert.

Eigentlich seien die Grünen auch heute noch für zwei Sekundarschulen statt einer Sekundarschule und einer zweiten Gesamtschule. Das sagte Grünen-Ratsmitglied Harald Eufinger am Dienstag in der Ratsdebatte zur Schulentwicklungsplanung (wir berichteten). Grund dafür, dass man im Oktober dennoch für die zweite Gesamtschule gestimmt habe, sei das Verhalten der CDU gewesen, die einen „strategischer Fehler“ gemacht habe, indem die Christdemokraten die AfD dabei unterstützt hätten, dass auch über ihren Antrag geheim abgestimmt werden sollte. Und spekuliert wurde, so tat es am Dienstag auch Hans Immanuel Herbers von den UWG-Piraten, dass damals von den 12 Stimmen für den AfD-Antrag neun aus den Reihen der Christdemokraten gekommen seien.

Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens teilte der Bürgerinitiative Schulen am Bömberg mit, dass ihr Fragenkatalog zum Thema zweite Gesamtschule (wir berichteten) noch vor Februar, also vor der Elternbefragung, beantwortet werden soll. Zur Ratssitzung sei eine Beantwortung wegen der Komplexität nicht möglich gewesen. Matthias Jakubanis (CDU) fragte provokant, wie es denn möglich sei, dass einerseits Fragen der Bürgerinitiative wegen der Komplexität des Themas nicht beantwortet werden konnten, gleichwohl aber Beschlüsse in der Angelegenheit zweiter Gesamtschule gefasst werden können.

Der Alternativ-Vorschlag von Prof. Dietrich Walther, statt am Bömberg eine zweite Gesamtschule auf dem Campus-Gelände am Seilersee einzurichten, war im öffentlichen Teil der Ratssitzung kein Thema, indirekt aber im nichtöffentlichen Teil. Denn dort wurde auf Antrag von Dimitrios Axourgos über die „Informationspolitik“ der Ersten Beigeordneten und Schuldezernentin Katrin Brenner gesprochen. Axourgos hatte diesen Antrag bereits in öffentlicher Sitzung gestellt. Die Debatte soll heftig gewesen sein, Kritik gab es nach unseren Informationen auch daran, dass Brenner am Tag vor der Schulausschusssitzung in der CDU-Fraktion „exklusiv“ über den Walther-Vorschlag berichtet haben soll. Umgekehrt kursieren aber auch Hinweise, wonach der Bürgermeister am gleichen Tag in der SPD-Fraktion ebenfalls den alternativen Standort Campus Seilersee angesprochen habe.

Thema Umgestaltung Fritz-Kühn-Platz: In der Ratsaussprache deutete sich an, dass der kostenintensive Bau einer Rampe für einen barrierefreien Zugang zum Platz sehr kritisch gesehen wird. So äußerte sich beispielsweise auch Michael Schmitt (CDU). Ralf Langner (SPD) bemängelte vor allem, dass die Rampe an den Poth anschließe, und somit nicht unmittelbar an die Innenstadt. Das sah auch Manuel Huff (Die Linke) so. Reinhard Jobs (UWG-Piraten) sagte, weder Rampe noch ein Aufzug seien notwendig. Der Bau der Kreisverkehre mit den entsprechenden Fußgänger-Überquerungsmöglichkeiten sorge für eine barrierefreie Anbindung. Elke Olbrich-Tripp (Grüne) brachte auch den jüngsten Vorschlag einer „Shared-Space“-Zone (wir berichteten) ins Spiel. Beschlossen wurde, dass der mögliche Bau einer Rampe 2015 erneut politisch beraten werden soll - inklusive möglicher Alternativen für eine barrierefreie Anbindung. Grünes Licht erhielt die Verwaltung derweil, die Planungen für die zentrale Platzumgestaltung fortzuführen - einschließlich einem offenen Wasserlauf.

Schillerplatz-Gestaltungund Veranstaltungshalle

Ohne Debatte und einstimmig verabschiedete der Rat den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Iserlohn Zentrum - Schillerplatz“, der Grundlage für die weitere Projektentwicklung des Gesamtareals Schillerplatz einschließlich der zentralen Gebäude Rathaus I und II, Sparkasse und Karstadtgebäude sein soll. Gleiches gilt für den Bebauungsplan Reiterweg, der die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Walther-Pläne schaffen soll, die unter anderem den Ausbau einer der Reithallen zu einer Veranstaltungshalle vorsehen.

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