Die Linke

Shuttlebus für die Iserlohnerheide?

Bei der Diskussionsveranstaltung in der Gaststätte „Heidebad“, zu der die Partei Die Linke die Bürgerinnen und Bürger aus der Iserlohnerheide eingeladen hatte, blieben die Parteimitglieder weitgehend unter sich.

Foto: Josef Wronski/IKZ

Bei der Diskussionsveranstaltung in der Gaststätte „Heidebad“, zu der die Partei Die Linke die Bürgerinnen und Bürger aus der Iserlohnerheide eingeladen hatte, blieben die Parteimitglieder weitgehend unter sich. Foto: Josef Wronski/IKZ

Iserlohn.  In Form einer öffentlichen Mitgliederversammlung wollte der Stadtverband der Partei Die Linke die Bevölkerung der Iserlohnerheide dazu einladen, über die Folgen zu diskutieren, die die Verlagerung des Rewe-Marktes in das neue Nahversorgungszentrum auf dem alten Molkereigelände mit sich bringt. Am Ende blieb man am Dienstagabend weitgehend unter sich. Das wertete man gleichwohl nicht dahingehend, dass die Verlagerung aus Sicht der Bewohner keine Probleme mit sich bringt.

Die stellvertretende Sprecherin Eva Schütte vermutete, dass sich nicht stärkerer Protest artikuliere, liege daran, dass der Stadtteil nicht ausreichend organisiert sei, etwa in Form einer Bürgergemeinschaft. Es gebe viele ältere Leute, die zu Fuß beim bisherigen Rewe-Markt einkaufen. Zwar gebe es eine gute Busanbindung, aber das koste eben auch Geld.

Sprecher Oliver Ruhnert sagte, Rewe verlasse den Standort nicht, weil er schlecht frequentiert sei, vielmehr erhoffe man sich im neuen Center noch bessere wirtschaftliche Perspektiven. Auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels bezeichnete Ruhnert fußläufige Einkaufsmöglichkeiten als notwendig. Aus der Runde wurde ein „Tante-Emma-Laden“ für die Heide angeregt. Ruhnert sagte hier ehrlicherweise aber auch, dass man keinen zwingen könne, einen solchen Laden zu betreiben.

Als realistische Möglichkeit wurde das Angebot eines Shuttlebusses bewertet. Entsprechende Überlegungen seien auch aus der Kirchengemeinde gekommen. Der könnte einmal die Woche fahren und Nutzern ein Zeitfenster von beispielsweise zwei Stunden bieten, um im neuen Center einzukaufen. Die Kosten des Busses sollten vom Center übernommen werden. Dieses Modell möchte man weiter verfolgen - angemahnt wurde zugleich, dass nur ein Termin pro Woche zu wenig sei. Weitere Lösungsansätze waren ein Fahrladen und ein Wochenmarkt. Einwände gab es hier allerdings, dass entsprechende Angebote meist höherpreisiger seien.

Die Linken möchte weitere Gespräche in der Angelegenheit führen und das Thema in die politischen Gremien bringen.

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