Planungsausschuss

Weg frei für Schillerplatz und Halle

Um die Entwicklung des Schillerplatz-Areals, zu dem neben Karstadt und Sparkasse auch die beiden Rathäuser gehören, soll sich eine GmbH kümmern.

Foto: IKZ

Um die Entwicklung des Schillerplatz-Areals, zu dem neben Karstadt und Sparkasse auch die beiden Rathäuser gehören, soll sich eine GmbH kümmern. Foto: IKZ

Iserlohn.  Mit den Stimmen der CDU, der SPD und der AfD wurde am Mittwochabend im Planungsausschuss der Weg frei gemacht für die Gründung einer Projektgesellschaft zur Entwicklung des „Schillerplatz-Areals“. Einstimmig fielen hingegen die Beschlüsse zur Aufstellung der Bebauungspläne für den Schillerplatz und auch für den Reiterweg aus.

Letzteres hatte die DBW Walther GmbH beantragt, die eine Reithalle zur Veranstaltungshalle und zum Kongresszentrum umbauen und erweitern sowie das Hotel Campus Garden und das benachbarte Parkdeck aufstocken möchte (wir berichteten bereits ausführlich).

„Das ist ein hochinteressantes Projekt, das sehr gut ist für die Attraktivität der Stadt und mit der ein privater Investor eine Lücke schließt für Veranstaltungen“, betonte Fabian Tigges im Namen der CDU-Fraktion. Wenn sich dadurch ein Neubau als Ersatz für die abgängige Parkhalle auf der Alexanderhöhe erübrige, müsse aber dennoch in Zukunft sicher gestellt sein, dass die Höhe ein attraktiver Freizeitbereich sei. „Nach einem Abriss der Parkhalle könnte der Außenbereich zusammen mit den Bürgern gestaltet werden“, schlug Ralf Langner (SPD) vor, der zudem mahnte, das Parktheater nicht aus den Augen zu verlieren. Auch Manuel Huff lobte die Pläne von Prof. Dietrich Walther als „gute Idee für Iserlohn“, zumal der linke Ratsherr nicht die Notwendigkeit sieht, eine Halle künftig in städtischer Regie zu betreiben. „Und dort am Reiterweg gibt es auch nicht solche Standortprobleme wie an der Alexanderhöhe“, sagte Huff. Baudezernent Mike Janke verdeutlichte, dass der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan jetzt erst einmal dazu diene, die Projektidee weiter zu begleiten, wobei dann natürlich auch noch einmal die gesamte Situation zusammen mit der Alexanderhöhe überdacht werden würde.

Weniger einig war sich der Ausschuss wie eingangs erwähnt beim Thema Projektgesellschaft für den Schillerplatz. John Haberle von den Bündnisgrünen befürchtete, dass durch eine solche GmbH nur Kosten entstehen würde: „So beispielsweise durch die Bestellung eines Geschäftsführers“, sagte Haberle und machte damit deutlich, dass er nicht glaubt, dass, wie von der Verwaltung angedacht, der Baudezernent diesen Job auch noch nebenbei erledigen kann. Noch mehr störte sich der Bündnisgrüne am „erhöhten Vertraulichkeitsschutz gegenüber dem kommunalen Öffentlichkeitsgebot“, den die Verwaltung als einen Vorteil der Projektgesellschaft in der Vorlage für den Ausschuss festgehalten hatte. „Wir brauchen dabei im Gegenteil absolute Transparenz.“ Auch Manuel Huff betonte die Beteiligung der Öffentlichkeit bei dieser „Jahrhundertentscheidung über den zentralen Platz in unserer Stadt“. Zudem wunderte sich der linke Ratsherr darüber, dass mit dem Beschlussvorschlag die Verwaltung nicht nur beauftragt werde, die Vor- und Nachteile einer solchen Projektgesellschaft zu prüfen, sondern zugleich auch schon, ohne diese dann noch mal abzuwägen, die Gründung einer solchen GmbH vorbereiten soll.

Mike Janke betonte, dass es bei der jetzt anstehenden weitergehenden Prüfung „schon mehr ans Eingemachte“ und eben bereits in Richtung einer Gründung gehe und dass ein so hoher Aufwand eben nur berechtigt wäre, wenn die Politik grundsätzlich ihre Zustimmung gebe. Keinen „Hauch des Zweifels“ gab es indes für Janke daran, dass die Entwicklung des Schillerplatz-Areals „kontinuierlich mit Beteiligung der Bürger“ erfolgen werde. Auch Fabian Tigges mahnte, jetzt „nichts anderes in die Vorlage rein zu interpretieren“. Aber auch mit dem Zusatz, dass die Gründung der GmbH vorbereitet werden solle, wenn die Vorteile überwiegen, konnten sich die Vertreter der Bündnisgrünen, der Linken, der FDP und der UWG-Piraten nicht mit dem Beschluss anfreunden und votierten entsprechend dagegen.

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