Stadtentwicklung

Neue Planung für die „Westspange“

Hochinteressante Neuigkeiten präsentierten Stadtplaner Thorsten Grote und Stadtbaurat Mike-Sebastian Janke der SPD-Ratsfraktion bei deren Ortstermin auf der „kleinen Lennepromenade“.

Foto: Oliver Bergmann

Hochinteressante Neuigkeiten präsentierten Stadtplaner Thorsten Grote und Stadtbaurat Mike-Sebastian Janke der SPD-Ratsfraktion bei deren Ortstermin auf der „kleinen Lennepromenade“. Foto: Oliver Bergmann

Letmathe.   Thorsten Grote und Mike-Sebastian Janke beeindruckten SPD-Stadtratsfraktion beim Ortstermin. Es ging um die Stadtspange West und das Café an der Lenne.

Brandaktuelle Neuigkeiten hatten Stadtplaner Thorsten Grote und Stadtbaurat Mike-Sebastian Janke mitgebracht. Am Freitag folgten sie einer Einladung der SPD-Ratsfraktion, die sich aus erster Hand über die anstehenden Veränderungen im westlichen Bereich des Letmather Zentrums informieren wollte. Mit der Stadtspange West und dem Café am Lenneufer werden im Bereich zwischen Fluss und Hagener Straße Millionen investiert – das war ja bereits bekannt.

„Wir waren schon weit, haben aber doch noch einmal neu geplant“, erklärte Grote. Was meinte er damit? Zwischen Lennedamm und dem Treppenaufgang zur Hagener Straße beginnt im Spätsommer der Bau der eigentlichen Stadtspange. Sie wird optisch der Promenade und der nahezu fertiggestellten Ostspange gleichen. Durch den Höhenunterschied zwischen Lennedamm und dem Bereich Fingerhutsmühle wird sie in diese Richtung abfallen. Das Gefälle werde vier Prozent betragen. Zum besseren Verständnis erwähnte Grothe das Gefälle von sechs Prozent, das die aktuelle Rampe aufweist.

Spielplatz kommt nun doch direkt an die Stadtspange

Wer jetzt in Gedanken etwa auf Höhe des Zebrastreifens auf dem Lennedamm steht und herunter zur Fingerhutsmühle blickt, sieht rechts den großen und links den etwas kleineren Parkplatz sowie den Fußweg in der Mitte. Noch weiter links davon befindet sich das unterirdisch angelegte Regenrückhaltebecken. Der große Parkplatz wird vier Plätze verlieren, der kleine mit seinen 22 Stellplätzen verschwindet sogar komplett. Und das ist neu: An seiner Stelle entsteht jetzt doch der geplante Spielplatz. Als sich im Sommer 2016 die Mitglieder des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung über die Vorstellungen der Verwaltung austauschten, wurde gewünscht, was nun nachträglich umgesetzt wird: Der Spielplatz rückt weg von Schwerter Straße und Lennedamm und kommt direkt an die Stadtspange. Die Kinder dürfen sich zudem über eine wahre Premium-Spielfläche freuen. Sie wird nach den Richtlinien der attraktivsten Kategorie A gestaltet. Über die detaillierte Bestückung mit Spielgeräten wird der Kinder- und Jugendrat beraten und der Jugendhilfeausschuss letztendlich entscheiden. Für dessen Vorsitzende Gabriele Stange hatte sich das Kommen damit bereits gelohnt, denn genau so wollte sie Grote und Janke hören.

In Gedanken sieht der Bereich also jetzt folgendermaßen aus: rechts der Parkplatz, in der Mitte die Stadtspange, links der Spielplatz. Daneben wird auf dem Rückhaltebecken ein neuer Parkplatz entstehen. Die bereits erwähnten 22 Plätze, die verloren gehen, werden durch 70 neue ersetzt. Das alleine überzeugte Martina Matner-Kißler, die Vorsitzende des SPD-Ortsverbandes Letmathe, aber noch nicht. Auf Nachfrage wurde ihr zugesichert, dass die Maße moderner Autos beim Bau berücksichtigt werden. „Es hat sich also absolut gelohnt, die Planung noch einmal anzupacken“, brachte es Grote auf den Punkt.

1,1 Millionen Euro Kosten, aber 80 Prozent Förderung

Die Aufenthaltsqualität auf der Promenade werde auch nicht durch den Autoverkehr beeinträchtigt, erklärten die beiden Gäste aus dem Rathaus. Denn die Zufahrt zum neuen Parkplatz soll vom Alten Markt, die Ausfahrt direkt auf den Lennedamm führen. Etwa 1,1 Millionen Euro werden verbaut. Davon entfallen (gerundet) 550 000 Euro auf die Stadtspange, 300 000 Euro auf den Spielplatz und 200 000 Euro auf den Parkplatz. Thorsten Grothe wies darauf hin, dass sich die Gesamtsumme zu etwa 80 Prozent aus Fördergeldern zusammensetze.

Die vielen neuen Parkplätze stehen in engem Zusammenhang mit dem Café an der Lenne, die direkt am Objekt nicht geschaffen werden können. Deshalb beteilige sich auch die Extrablatt-Kette, die in Letmathe als Investorin auftritt, an deren Finanzierung. Das Café wird unmittelbar neben die Treppenanlage gebaut. Mike Sebastian Janke: „Noch haben wir es dort mit Uferfläche zu tun, demnächst wird es Baufläche sein.“ Der Baustart wird weiter für den kommenden Sommer anvisiert. Das Café bestehe auf zwei Teilen: Dem Gebäude, das in den Hang gebaut wird und mit der Schnittstelle zur Lenne abgeschlossen wird, und der Terrasse, die etwa zu einem drittel über den Fluss reichen wird.

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