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Das tollMut-Theater will Uni und Stadt Siegen verschmelzen

Das Theater spielt verschiedene Stücke unterschiedlichster Thematiken. Hier zu sehen ist ein Bild aus „unendlich und grenzenlos“ von August 2016.

Foto: Bernd Dreseler

Das Theater spielt verschiedene Stücke unterschiedlichster Thematiken. Hier zu sehen ist ein Bild aus „unendlich und grenzenlos“ von August 2016. Foto: Bernd Dreseler

Siegen.  Das tollMut-Theater hat es sich zur Aufgabe gemacht, Uni und Stadt miteinander zu verbinden und die Facetten von Kultur in Siegen zu erweitern.

Wer beim Begriff tollMut-Theater an eine Infektionskrankheit denkt, liegt nicht ganz falsch. „Theater machen steckt an“, sagt David Penndorf, Projektleiter, Gründer und Regisseur des anerkannten gemeinnützigen Vereins, mit einem Funkeln in den Augen.

„Wenn man einmal damit angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören.“ Sicher spricht er im Namen aller, die jemals auf der Bühne gestanden und die positive Arbeitsatmosphäre im tollMut-Theater erlebt haben. Wie es jedoch zu dem ungewöhnlichen Namen gekommen ist, bleibt selbst für David Penndorf ein Mysterium.

Der Anfang: Grundstein wird 2008 gelegt

Seit fünf Jahren ist das tollMut-Theater eine Institution in Siegen, die sowohl aus dem kulturellen Leben der Uni als auch der Stadt nicht mehr wegzudenken ist. Im kommenden Jahr kann David Penndorf auf zehn Jahre Theatererfahrung zurückblicken. In Passau legte gebürtiger Leipziger neben seinem Bachelorstudium „Medien und Kommunikation“ 2008 den Grundstein für das bis heute sehr erfolgreiche Projekt.

Schon in der Kindheit hat er erste Bühnenerfahrungen gesammelt und Sketche aufgeführt und immer wieder Zeit zum Spielen gefunden. „Im ersten Semester meines Studiums hat mir das dann sehr gefehlt, also hab ich selbst was auf die Beine gestellt.“ Nachdem er unter anderem am „Hexenkessel Hoftheater“ in Berlin mitgewirkt hatte, kam er nach Siegen, wo er an der Uni und in der Stadt nach theaterbegeisterten Menschen suchte.

Die Mitarbeit Projekt wächst stetig seit 2012

Seit dem Start im Jahr 2012 ist das Projekt stetig um weitere Aufführungen und Mitglieder gewachsen. Für jeden Einzelnen ist eine Aufgabe dabei – nicht nur auf der Bühne, sondern auch hinter den Kulissen. „Dazu gehören das Erstellen von Plakaten, Flyer verteilen oder Pressearbeit. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich einzubringen.“

In den vergangenen neun Jahren haben insgesamt mehr als 200 Leute mitgewirkt. David Penndorf legt sehr großen Wert auf den sozialen Aspekt des Theaters. „Wir sind eine Gruppe, die bewusst sehr offen ist und sind immer auf der Suche nach neuen Leuten“, erklärt er. „Theater bringt die Menschen auf allen Ebenen zusammen.“

Diese Philosophie ist offenbar das Erfolgsrezept, denn tatsächlich hat sich in den vergangenen fünf Jahren erwiesen, dass das tollMut-Theater die Uni mit der Stadt verbindet, was David Penndorf sehr am Herzen liegt. So sind die Stücke bewusst im Siegener oder Weidenauer Zentrum wie beispielsweise im Siegpavillon am Oberen Schloss oder im Vortex. aufgeführt worden. „Wir wollen zeigen, dass das kulturelle Uni-Leben mehr als Poetry Slam ist.“

Theatergruppe lebt Verschmelzung von Uni und Stadt

Die Verschmelzung von Uni und Stadt lebt die Theatergruppe selbst. „Wir sind eine extrem diverse Gruppe, die nicht nur aus Studierenden besteht“, erläutert der Regisseur. Die Rolle eines Großvaters etwa könne nicht von einem Studenten in den Zwanzigern besetzt werden.

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