Berlin. Wo gibt es aktuell noch gute Zinsen für ein Tagesgeld? Wir haben mehrere Banken im Vergleich. Sind Alternative Anlageformen besser?

  • Trotz in Tendenz sinkender Zinsen finden Sparer auch aktuell noch attraktive Anlageoptionen am Markt
  • Neben einem normalen Tagesgeld werden zunehmend auch alternative Anlageformen interessant
  • Wir haben uns das Tagesgeld im Februar angeschaut und einen Vergleich erstellt

Ende 2023 winkten noch einige Bankinstitute mit verlockenden Tagesgeldzinsen jenseits der Vier-Prozent-Marke. Doch die Zeiten haben sich geändert – aktuell rangieren die meisten Angebote unterhalb dieser einst als magisch geltenden Grenze. In unserem Finanzratgeber zum Fest- und Tagesgeld berichten wir derzeit häufig über sinkende Zinsen für Neukunden bei verschiedenen Banken. Trotz der schrumpfenden Auswahl gibt es auf dem Markt aber immer noch attraktive Angebote für ein Tagesgeld. Ein Vergleich ist aber umso wichtiger.

Starke Zinsen für ein Tagesgeld: Vergleichsrechner nutzen

Am einfachsten geht der Vergleich über einen Vergleichsrechner. Hier können Sie neben der gewünschten Anlagesumme auch eine Laufzeit und Wünsche für die Einlagensicherung angeben. Unser Rechner sucht anschließend die für Sie passenden Angebote heraus. Per Klick auf die Felder "Konditionen" und "Einlagensicherung" können für ein Angebot mehr Details eingesehen werden. Die Vorteile des jeweiligen Angebots sowie die zu erwartenden Zinserträge für das Tagesgeld nach Ende der Laufzeit zeigt der Rechner automatisch an.

Nicht immer sind die Angebote mit den höchsten Zinsen auch die besten. Meist greift der höhere Zinssatz für Neukunden nur für wenige Monate – im Anschluss rutschen die Anleger in die schlechteren Basiskonditionen, die wiederum flexibel von den Banken gestaltet werden. Soll das Tagesgeld kurz- oder längerfristig angelegt werden? Gibt es ganz persönliche Präferenzen – etwa ein Filialnetz? Und wie hoch sind die Zinsen für Bestandskunden nach Ende der Laufzeit? All diese Fragen sollten sich Anleger stellen – bei der Vielzahl an Angeboten ist die Entscheidung nicht immer einfach.

Weitere Tests zu diversen Produkten und Trends finden Sie auf der Themenseite der Berliner Morgenpost.

Tagesgeld im Vergleich: Unsere Top 5 Banken im Überblick

Einige Banken tauchen in unserem Vergleichsrechner weit oben auf. Diese Banken bieten im Vergleich die besten Zinsen – jedoch nur für einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten. Im Anschluss gilt ein niedrigerer Basiszinssatz. Diesen sollte man bei der Auswahl berücksichtigen. Bei manchen Banken wie der Consorsbank kann der Aktionszins verlängert werden. Dafür müssen Anleger aber gewisse Voraussetzungen erfüllen. Die Top 5 für Neu- und Bestandskunden haben wir im folgenden aufgelistet:

  1. Tagesgeld der Openbank*
  2. Guthabenzins von Trade Republic*
  3. Guthabenzins von Scalable Capital*
  4. Tagesgeld der J&T Direktbank*
  5. Cashplus-Bankkonto von Unitplus*

In unserer Liste und im Vergleichsrechner bleiben einige Angebote unerwähnt. Wir haben in einem allgemeinen Vergleich mehrere Banken aufgelistet und nach die Zinsen für Neu- und Bestandskunden verglichen. Die besten Konditionen haben wir fett markiert.

Tagesgeld im Vergleich: 21 Banken im Finanzcheck

BankZinssatz NeukundenLaufzeitBasiszinsMaximalbetrag für AktionszinsZinsauszahlung
Consorsbank*3,50 %6 bis 12 Monate1,00 %bis 1.000.000 Eurovierteljährlich
J&T Direktbank*-Unbegrenzt bis auf Widerruf3,50 %bis 500.000 Euromonatlich
Cashplus von Unitplus*--3,98 %unbegrenztAn Werktagen
1822direkt*3,30 %6 bis 12 Monate0,60 %bis 100.000 Eurojährlich
Suresse Direkt Bank*3,90 %6 Monate2,80 %bis 1.000.000 Euromonatlich
Openbank*3,90 %6 Monate2,80 %bis 1.000.000 Euromonatlich
Trade Republic*--4,00 %bis 50.000 Euromonatlich
TF Bank*3,80 %6 Monate1,45 %bis 100.000 Euromonatlich
Renault Bank direkt*3,85 %3 Monate2,90 %-monatlich
Barclays*3,85 %3 Monate1,20 %bis 250.000 Eurojährlich
comdirect*3,75 %6 Monate0,75 %bis 1.000.000 Eurovierteljährlich
Santander*3,50 %6 Monate0,30 %bis 100.000 Euromonatlich
Targobank*3,55 %6 Monate0,60 %bis 1.000.000 Eurok. A.
Opel Bank*3,85 %3 Monate1,50 %bis 1.000.000 Euromonatlich
C24 Bank*-Unbegrenzt bis auf Widerruf2,50 %bis 100.000 Euromonatlich
ING*3,30 %6 Monate1,25 %bis 250.000 Eurojährlich
Scalable Capital*4,00 %4 Monate2,60 %bis 1.000.000 Eurovierteljährlich (Quartal)
bunq*4,50 %4 Monate1,56 %bis 100.000 Euromonatlich
quirion*-Unbegrenzt bis auf Widerruf3,00 %-vierteljährlich (Quartal)
Collector Bank*-Unbegrenzt bis auf Widerruf3,25 %500 bis 85.000 Eurovierteljährlich (Quartal)
Nordax Bank*-Unbegrenzt bis auf Widerruf3,29 %2.000 bis 85.000 Eurovierteljährlich (Quartal)

Datenstand: 21.02.2024 | Bitte beachten Sie: Die Tabelle und die Daten hier im Artikel werden regelmäßig von unserer Redaktion aktualisiert. Kurzfristige Zinsänderungen der Kreditinstitute können unter Umständen nicht zeitnah erfasst werden. | Alle Angaben ohne Gewähr.

Die besten Zinsen bieten aktuell die beiden Broker Trade Republic und Scalable Capital. Das beste Angebot für ein ganz normales Tagesgeld kommt von der J&T Direktbank – hier gibt es bis auf Widerruf 3,50 Prozent für die Kunden. Die beiden Broker gewähren die Zinsen für das nicht investierte Guthaben. Es sind keine klassischen Tagesgeldangebote – können aber ebenso für die kurzfristige Geldanlage genutzt werden. Neben der Höhe der Zinsen sollten zudem weitere Faktoren berücksichtigt werden.

Auch interessant: Der Tages- und Festgeld-Vergleich von Finanztest

Das passende Tagesgeld wählen: Neukundenaktion bis Zinsen – das ist zu beachten

Die Zinsauszahlung ist entscheidend für den Zinseszinseffekt. Die Zinsen werden dem Guthaben gutgeschrieben – und bei der nächsten Verzinsung von der Bank mitverzinst. Sprich: Je öfter Zinsen ausgezahlt werden, desto stärker auch der Zinseszinseffekt. In unserem Vergleich zahlen die meisten Banken die Zinsen monatlich aus. Es gibt aber Ausnahmen wie die 1822direkt oder Barclays. Generell gilt: Sparer sollten das für sich beste Angebot ausrechnen. Faktoren wie der Zinssatz für Bestandskunden und die Zinsgarantie sollten dabei ebenso einfließen wie die Zinsgutschrift und der Aktionszinssatz.

Auch der Sitz einer Bank spielt eine wichtige Rolle – Stichwort: Einlagensicherung. In jedem EU-Staat greift ein nationales Einlagensicherungssystem bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Nicht alle EU-Staaten führen den Euro als Währung. In solchen Staaten sollte immer der Wechselkurs im Blick behalten werden. Zudem ist ein Tages- und Festgeld im Ausland immer mit gewissen Risiken verbunden. Die Stiftung Warentest warnt etwa vor Ländern mit einer nicht ausreichend guten Ratingbewertung.

+++ Viele News finden Sie in unserem aktuellen Tagesgeld- und Festgeld-Blog +++

Zu erwähnen sind an dieser Stelle auch die Alternativen zum Fest- oder Tagesgeld. Gerade für Anleger mit einer längerfristigen Anlageperspektiven von einem Jahr oder länger sind die Lockangebote wenig interessant. Langfristig stabile Zinsen verspricht in unserem Vergleich nur die J&T Direktbank. Aber auch hier kann sich der Zinssatz ändern. Hybride Anlageprodukte wie das CashPlus von UnitPlus – ein Leitzins-orientiertes Kapitalmarktangebot* – oder Geldmarkt-ETFs wie von quiron* können eine Alternative sein. Doch auch diese Angebote haben ihre Nachteile.

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Tagesgeld 2023: Direktbanken bieten viel mehr als Filialbanken – das ist der Grund

Auffallend im Vergleich ist zudem, dass ausschließlich Direktbanken ohne ein Filialnetz vertreten sind. Das zeigt auch: Filialbanken wie die Sparkasse tun sich mit der klassischen Geldanlage schwer. Sowohl Tages- als auch Festgeldangebote liegen oft deutlich unter den Angeboten der Online-Anbieter. Das hat auch mit den Unterschieden der Online- und Filialbanken zu tun – in einer Tabelle haben wir diese gegenübergestellt:

 FilialbankDirektbank
ZugangÜber Filialen und Geldautomaten in wohnortnähePrimär online oder mobile Apps.
Geld abhebenÜber Filialen und Geldautomaten in wohnortnäheÜber Partnerbanken und oft Kreditkarten als Standard-Geldkarte
ServicePersönliche Beratung und Kundenservice vor OrtKundenservice primär telefonisch oder online.
KostenTendenz zu höheren Gebühren für Kontoführung und Transaktionen – höhere BetriebskostenOft niedrigere Gebühren oder kostenlose Kontoführung –  geringerer Betriebskosten.
ProduktpaletteKann umfassender sein – einschließlich Versicherungen, Kredite, Anlagen, Girokonten, Tages- und FestgeldkontenOft fokussiert auf Kernprodukte wie Girokonten, Kreditkarten, Tagesgeld und Festgeld
EinlagensicherungÜber jeweiligen nationalen Einlagensicherungsfonds – in Deutschland 100.000 Euro pro Anleger/BankIst abhängig vom Standort der Bank – im Ausland können abweichende Regelungen gelten
TechnologieMittlerweile große Digitalauftritte – bietet aber auch traditionelle Bankdienstleistungen am Schalter an.Stark auf Technologie und digitale Lösungen ausgerichtet.
StandortNetzwerk aus Filialen und Geldautomaten im HeimatlandKann sowohl im Heimatland des Kunden als auch im Ausland ansässig sein – oft vollständig digitale Dienstleistungen

Höhere Betriebskosten machen Filialbanken weniger flexibel. Fallende oder steigende Zinsen geben sie oft erst mit etwas Verzögerung weiter. Die Sparer sollten aber nicht nur auf die Zinsen oder die Neukunden-Konditionen schauen. Auch Faktoren wie die Zinsgarantie oder das Sparziel sollten bei der Anlage-Entscheidung berücksichtigt werden. Am besten schaut man sich mehrere Angebote an und rechnet sich das bessere Angebot aus – der Tagesgeld-Rechner der Berliner Morgenpost kann helfen.

Tagesgeld 2023 im Test: Vertrauenwürdigkeit prüfen – zwei Banken mit schlechter Note

Auch die Voraussetzungen der einzelnen Banken sollten Anleger im Blick behalten: Gibt es einen Mindest- oder Höchstbetrag für die Geldanlagen? Sind bestimmte Kunden von der Zinsaktion ausgeschlossen? Greift eine Einlagensicherung? All das sollte man im Vorfeld abklären. Jüngst hatte auch die Stiftung Warentest mehrere Angebote für das Tagesgeld geprüft. Kritik gibt es vor allem an ausländischen Online-Banken – zwei dieser bedenklichen Banken haben eine Niederlassung in Deutschland:

Die "Piraeus Bank" aus Griechenland und die "Südtiroler Sparkasse" aus Italien. Beide Banken sind im Test der Stiftung Warentest mit einer mangelnden Einlagensicherung negativ aufgefallen. Gerade bei Direktbanken sollte man neben den Konditionen daher immer auch die Vertrauenswürdigkeit prüfen. Die komplette Liste der nicht empfehlenswerten Banken für das Tagesgeld kann kostenpflichtig über "test.de" eingesehen werden. Zu empfehlen sind renommierte Banken. Dazu zählen auch Direktbanken wie die Santander.

NameStiftung Warentest 
Gründung4. Dezember 1964 in Berlin
CEOHubertus Primus (seit 01/2012)
HauptsitzBerlin
Mitarbeiterzahl374 (2021)
Umsatz63,7 Mio. Euro (2021)

Vor solchen Direktbanken müssen Sparer nicht zurückschrecken. Sie unterliegen den gleichen aufsichts­recht­lichen Bestimmungen wie Filial­banken. Auch die gesetzliche Einlagensicherung ist gewährleistet – das bedeutet: Im Falle einer Insolvenz springt der Staat ein.

Tagesgeld statt Festgeld oder Wertpapiere: Das klassische Sparbuch hat einen Vorteil

Andere Anlageformen wie das Festgeld oder Wertpapiere versprechen höhere Erträge oder Renditen – dafür ist das gesparte Geld nicht sofort wieder verfügbar. Im Wertpapiersektor ist daher immer Erfahrung und in vielen Fällen eine fachliche Beratung nötig. Das Tagegeld ist umgangssprachlich auch das Sparbuch. Hier benötigt man wenig Vorkenntnisse und kann in Eigenregie loslegen. Die Zinssätze sollte man immer im Blick behalten. Neben Anlagedauer und Zinsgarantie sind sie ein wichtiger Faktor.

Unter Umständen zieht man sein Geld von einer Bank ab und eröffnet bei einem anderen Kreditinstitut ein neues Tagesgeldkonto zu besseren Konditionen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Seit der Niedrigzinsphase in der EU sind die Unterschiede zwischen den Banken gering.

Daher empfiehlt sich neben einem Tagesgeldkonto immer noch eine Anlageform mit höheren Ertragschancen. Das kann Festgeld oder auch eine Investition in ETFs (Wertpapiere) sein. Im Unterschied zum Tagesgeld sollte man sich bei diesen Anlageformen aber immer gut beraten lassen. Gerade Wertpapiere sind risikobehaftet und rechnen sich oft erst nach einer mehrjährigen Laufzeit und dienen der langfristigen Geldanlage.

1. Was ist Tagesgeld?

Tagesgeld ist eine klassische Form von Sparanlage. Bei dieser wird das Geld auf einem speziellen Konto (Tagesgeldkonto) bei einer Bank einbezahlt. Die Besonderheit: Der Sparer kann jederzeit auf sein Geld zugreifen und zusätzlich Zinsen auf den eingezahlten Betrag bekommen.

2. Was bedeutet Einlagensicherung?

Die Einlagensicherung ist ein Mechanismus, der das Geld bei einer Bank bis zu einem bestimmten Betrag absichert – falls die Bank insolvent werden sollte. In der Europäischen Union sind Einlagen von bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank durch gesetzliche Einlagensicherungssysteme geschützt. Zahlreiche Banken in Deutschland sind zusätzlich in freiwilligen Einlagensicherungsfonds organisiert – diese gewährleisten noch höhere Sicherungen.

3. Was ist der Unterschied zwischen Tagesgeld, Festgeld und Wertpapieren?

Der Hauptunterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld besteht in der Verfügbarkeit des Geldes und der Zinsstruktur. Bei einem Tagesgeldkonto haben Sparer jederzeit Zugriff auf ihr Geld und die Zinsen werden in der Regel jährlich gutgeschrieben. Bei einem Festgeldkonto legen die Bankkunden ihr Geld für einen festen Zeitraum an und können während dieser Zeit nicht darauf zugreifen. Dafür ist der Zinssatz oft höher und für die gesamte Laufzeit garantiert.

Tagesgeld und Wertpapiere sind unterschiedliche Anlageformen. Tagesgeld ist sicher und flexibel – es bietet aber meist nur geringe Zinsen. Wertpapiere wie Aktien, Anleihen oder Fonds haben das Potenzial für höhere Renditen – sind aber auch mit einem höheren Risiko verbunden. Wertpapiere können im Wert schwanken und es ist möglich, dass beim Verkauf weniger zurückkommt als ursprünglich investiert wurde.

4. Worauf sollten Sparer beim Vergleich von Tagesgeldkonten achten?

Folgende Faktoren sollten Sparer beim Vergleich von Tagesgeldkonten berücksichtigen:

  • Zinssatz: Ein höherer Zinssatz bedeutet mehr Ertrag für das Geld. Zu beachten ist: Einige Banken bieten nur für einen begrenzten Zeitraum hohe Zinssätze an.
  • Zinszahlungsintervall: Manche Banken zahlen die Zinsen jährlich aus – andere quartalsweise oder monatlich. Eine mehrmalige Zinszahlung kann vorteilhaft sein – auf diese Weise profitiert man vom Zinseszinseffekt.
  • Einlagensicherung: Die Bank sollte ein anerkanntes Einlagensicherungssystem haben. In der EU sind Einlagen bis 100.000 Euro per Gesetz geschützt.
  • Gebühren: Einige Banken erheben Gebühren für die Kontoführung oder für bestimmte Dienstleistungen. Über diese Gebühren sollte man sich vor Abschluss informieren.
  • Kundenservice: Guter Kundenservice kann wichtig sein – besonders, wenn es Probleme oder Fragen gibt. Im Idealfall bietet eine Bank verschiedene Kommunikationskanäle wie E-Mail, Telefon oder Live-Chat an.
  • Online-Zugang: Ein gut gestaltetes Online-Banking-System kann das Verwalten des Kontos erleichtern. Es lohnt sich zu prüfen, ob die Bank eine benutzerfreundliche Webseite und gegebenenfalls eine mobile App hat.
  • Mindest- und Höchstanlagebeträge: Manche Banken haben Vorgaben für den Mindest- oder Höchstbetrag, der auf dem Tagesgeldkonto liegen darf. Diese Limits sollten den individuellen Anforderungen entsprechen.

5. Sollte man nur auf das Tagesgeld setzen oder bieten sich andere Anlagenformen an?

Diese Entscheidung ist von den persönlichen Zielen, der Risikobereitschaft und der finanziellen Situation abhängig. Tagesgeld ist eine sichere Anlageform, die einen stetigen, wenn auch meist geringen Zinsertrag bietet und jederzeit verfügbar ist. Dies macht es zu einer guten Wahl für den Aufbau eines Notgroschens oder für Geld, das in absehbarer Zeit benötigt wird.

Für langfristige Sparziele oder zur Vermögensbildung kann es jedoch sinnvoll sein, auch andere Anlageformen zu berücksichtigen:

  • Festgeld: Festgeldkonten bieten in der Regel höhere Zinsen als Tagesgeldkonten – aber man kann nicht jederzeit auf das Geld zugreifen. Das Festgeld kann eine gute Option sein, wenn Sparer wissen, dass sie das Geld für einen bestimmten Zeitraum nicht benötigen.
  • Wertpapiere: Aktien, Anleihen und Fonds haben das Potenzial für höhere Renditen als Tagesgeld – bringen aber auch mehr Risiko mit sich. Sie könnten an Wert verlieren und am Ende kann man weniger Geld zurückbekommen, als man ursprünglich investiert hat.
  • Immobilien: Immobilien können eine gute langfristige Investition sein und bieten sowohl das Potenzial für Kapitalwachstum als auch für Mieteinnahmen. Allerdings sind sie auch mit Kosten und Verpflichtungen verbunden und man benötigt ein erhebliches Startkapital.
  • Sparpläne: Sparpläne erlauben regelmäßige Einzahlungen in verschiedene Anlageformen wie Aktien oder Fonds. Diese können besonders für langfristige Ziele wie die Altersvorsorge geeignet sein.

Eine breit gestreute Anlagestrategie – ein sogenanntes "Diversifiziertes Portfolio" – kann dabei helfen, Risiken zu minimieren und die Renditechancen zu optimieren. Ein Finanzberater kann helfen, die individuell passende Anlagestrategie zu finden. Auch Verbraucherschützer können beratend unterstützen. Es ist wichtig, dass die Anlageentscheidung auf der Grundlage der eigenen Ziele, Bedürfnisse und Risikobereitschaft getroffen wird. Neben der Beratung sollte man sich daher immer auch selbst über das Thema Geldanlage informieren.

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