Irrfahrt

Frauen-Duo verursacht in Dortmund fünf Unfälle in 60 Minuten

Am Donnerstagmittag fuhren die Erfurterinnen mit einem silbernen Kombi durch Dortmund und verursachten dabei fünf Unfälle in nicht einmal einer Stunde.

Am Donnerstagmittag fuhren die Erfurterinnen mit einem silbernen Kombi durch Dortmund und verursachten dabei fünf Unfälle in nicht einmal einer Stunde.

Dortmund.  Zwei junge Frauen haben in Dortmund fünf Verkehrsunfälle in unter einer Stunde verursacht. Eine der Täterinnen wurde wegen Mordes gesucht.

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Die Horror-Geschichte begann, so berichtete Oberstaatsanwalt Hannes Grünseisen am Freitag auf Anfrage, in Erfurt. Dort soll die 19-jährige Frau ein Auto geraubt haben. Dazu habe sie, so berichtete Grünseisen, den 30-jährigen Fahrer mit einem Messer niedergestochen.

Fahrt nach Dortmund

Anschließend setzte sie sich mit ihrer 18-jährigen Begleiterin in das gestohlene Auto und fuhr nach Dortmund. „Wir ermitteln gegen die 19-jährige Frau wegen versuchten Mordes, schweren Raubes und versuchter Körperverletzung, gegen die 18-Jährige wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung“, berichtete Grünseisen. Inzwischen befinde sich der verletzte Fahrer außer Lebensgefahr.

Ganze Unfallserie

Warum die jungen Frauen von Erfurt nach Dortmund fuhren, ist bisher nicht bekannt. Klar ist, dass sie hier am Donnerstag eine ganze Serie von Unfällen bauten, bei denen nur durch Glück niemand verletzt wurde, aber ein Sachschaden von insgesamt rund 53.000 Euro entstand.

Spur der Verwüstung

Die Spur der Verwüstung, die die beiden jungen Frauen durch Dortmund zogen, begann um 14.05 Uhr. Zeugen hatten das Duo der Polizei gemeldet, nachdem sie im Parkhaus eines Einkaufszentrums in der Dortmunder Innenstadt zunächst Passanten um Geld baten und anschließend versuchten, eine Schranke an der Ausfahrt anzuheben.

Als dies nicht gelang fuhren sie im silbernen Kombi mit hoher Geschwindigkeit auf eine weitere Schranke zu, durchbrachen diese und flüchteten über die Hövelstraße in unbekannte Richtung.

Gefährlicher Fahrstreifen-Wechsel

Es dauerte anschließend nur rund zehn Minuten, bis der Pkw wieder Anlass eines polizeilichen Einsatzes war. Auf der Rheinischen Straße hatte eine Dortmunderin an der Einmündung Ofenstraße gerade hinter mehreren Autos vor einer roten Ampel gehalten. Plötzlich tauchte der silberne Kombi neben ihr auf der linken Fahrspur auf und wechselte unvermittelt auf ihren Fahrstreifen. Das Auto der Dortmunderin wurde schlichtweg weggedrängt und die Fraeun aus Erfurt fuhren einfach weiter in Richtung Westen - um nur wenige Minuten später den nächsten Unfall zu verursachen.

Eine 35-jährige Dortmunderin wollte an der Einmündung Rheinische Straße/Emscherbrücke mit ihrem Wagen rechts auf die Emscherbrücke abbiegen und musste wegen eines vorausfahrenden Fahrzeugs abbremsen. Plötzlich merkte sie einen Aufprall von hinten und sah hinter sich den silberner Kombi, der anschließend zurücksetzte und seinen Weg in Richtung Westen fortsetzte. Dabei ignorierte der Wagen eine rote Ampel beim Abbiegen in die Dorstfelder Allee.

Rotlicht ignoriert

An einer Rotlicht zeigenden Ampel am Übergang zur Huckarder Straße fuhr der Kombi einfach zwischen zwei nebeneinander stehenden Pkw hindurch. Dabei wurden beide Autos beschädigt. Über Rot ging es weiter in Richtung Norden.

Über die Linksabbiegerspur zur Allensteiner Straße fuhr der Wagen in den entgegenkommenden Verkehr. Dort hatten soeben noch drei Fahrzeuge bei Rotlicht auf der rechten, mittleren und linken Spur an der Ampel gehalten. Der silberne Kombi fuhr auf die Autos zu und schob diese ineinander.

Flucht zu Fuß

Die beiden Frauen stiegen anschließend an der Beifahrerseite aus ihrem Kombi aus und versuchten es nun mit einer Flucht zu Fuß. In die Fahndung nach dem Wagen waren mittlerweile gleich mehrere Einsatzkräfte eingebunden. Bei ihrer Flucht wurden die Frauen von der Polizei noch vor Ort festgenommen. Weil die 19-jährige Fahrerin möglicherweise unter Drogeneinfluss stand, wurde zusätzlich eine Blutprobe angeordnet.

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