Bever-Forum

Geschichten aus dem Leben

Im Bever-Forum berichtete die Schweizer Autorin Damaris Kofmehl gemeinsam mit ihrem Ehemann Demitri Betts über die Hilfsorganisation "New Chance International".

Im Bever-Forum berichtete die Schweizer Autorin Damaris Kofmehl gemeinsam mit ihrem Ehemann Demitri Betts über die Hilfsorganisation "New Chance International".

Foto: Ursula Dettlaff

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Halver. Einblicke in das Leben in der 20-Millionen-Metropole Sao Paulo gaben am Samstagabend die Schriftstellerin Damaris Kofmehl und ihr Ehemann, der Musiker Demetri Betts, beim Bever-Forum der Freien evangelischen Gemeinde Bever.

Die Veranstaltung war, wie jede aus dieser Reihe, gut besucht. Mit 15 Jahren veröffentlichte Kofmehl ihr erstes Buch. Alle sechs Verlage, an die sie das Manuskript versandt hatte, wollten es drucken. Drei stellten allerdings eine Bedingung: „Ich sollte Gott rausstreichen“, erklärte Kofmehl. Doch das wollte sie nicht. Denn schließlich ist genau das der Grund dafür, warum sie schreibt: Sie möchte ihren Lesern Menschen in schwierigen Lebenssituationen vorstellen und zeigen, wie sie mit Gottes Hilfe ihre Probleme meistern konnten. So wie die Sängerin Lori Glori, die in den 90er Jahren als Backgroundsängerin für die Backstreet Boys, Jennifer Rush und DJ Bobo arbeitete. Während die namhaften Künstler Millionen von Platten mit Loris Stimme verkauften, landete sie im Gefängnis.

Erster Besuch 1996

„True Life Stories“ heißt diese Buchreihe von Kofmehl. Bei einer der vielen Veranstaltungen, zu denen das Paar eingeladen wird, sagte ihr einmal ein Leser: „Du, ich habe deine Bücher gelesen, deshalb bin ich Christ geworden.“

1996 reiste sie erstmals nach Südamerika und sah das Elend der Straßenkinder. Sie überleben durch Betteln und Stehlen. Die Bande ist ihre Familie, sie inhalieren Klebstoff und schlafen auf Parkbänken. Einen Monat lang hat sie einen Missionar bei seiner Arbeit begleitet. Dann kam sie zurück nach Europa. Doch die Eindrücke ließen Kofmehl nicht los. Als sie jedoch wieder nach Sao Paulo kam, erfuhr sie, dass viele der Kinder schon tot waren. Mit ihrem Mann gründete sie 2003 die Hilfsorganisation „New Chance International“. Den Beiden ist klar: Sie können nicht allen Kindern helfen, Essen, Kleidung und eine Lebensperspektive bieten. „Der Einzelne ist wertvoll und von Gott geliebt“ – dieser Glaube ermutigt sie immer wieder neu.

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