Iserlohn. Michael Hufnagel stellt sich als neuer Vorsitzende des Iserlohner Seniorenbeirates vor.

Meine früheste Kindheit verbrachte ich in der Grafenstraße. Hier wohnte ich im selben Haus wie meine Großmutter. Als unsere Familie größer wurde, zogen wir nach Gerlingsen. Dort ging ich dann auch zur Schule, nachdem ich zunächst in die Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsschule am Nußberg eingeschult worden war – die Schule in Gerlingsen war noch nicht fertig gestellt.

Die Freizeit in meiner Kindheit verbrachte ich bei den Pfadfindern und in der Volleyballabteilung des TUS Iserlohn. Diese Zeit beeinflusste mich stark in meiner persönlichen Entwicklung. Zum Einen der Grundgedanke des Pfadfindertums Gemeinschaft, Unterstützung Schwächerer und der Wille, niemals aufzugeben. Zum anderen der Sport, dem ich bis heute treu geblieben bin.

Von der Schule in Gerlingsen ging es dann auf die Handelsschule. Da unsere Familie auf nunmehr neun Personen angewachsen war (sieben Kinder) bestimmte mein Vater, dass ich meine Schulkarriere abbrechen und zum Familieneinkommen beitragen sollt – ich war inzwischen auf der höheren Handelsschule. So begann ich mit 17 Jahren die Ausbildung bei der Polizei. Zum Ende meiner Ausbildung heiratete ich meine damalige Freundin und jetzige Ehefrau. Mein beruflicher Werdegang führte mich über Wuppertal zum Polizeiamt Iserlohn. Zunächst wohnten wir in Dröschede, bevor wir nach Kalthof und anschließend zum Nußberg zogen. Noch in Kalthof bekamen wir unser erstes Kind, am Nußberg wurde dann unsere zweite Tochter geboren. Hier wohnen wir noch heute.

Es drängte mich in die Kommunalpolitik und so gehörte ich 26 Jahre dem Stadtrat Iserlohn an. Beruflich standen einige Veränderungen innerhalb der Polizei an. Über den Streifendienst ging es zur Aus- und Fortbildung der Polizei als Trainer in die Bereiche Kommunikation und Eingriffstechnik, von dort in die Prävention, in der ich die letzten Jahre meines Berufslebens für die Seniorenarbeit verantwortlich war. Seit dem 1. Januar 2021 bin ich nun Kriminalhauptkommissar außer Dienst und genieße nach mehr als 45 Jahren meinen Ruhestand.

Inzwischen werden wir zum dritten Mal Großeltern und freuen und darüber sehr. Wir hoffen trotz Corona unserem Hobby – Reisen mit unserem Wohnmobil – intensiver nachgehen zu können.

Für die Arbeit im Seniorenbeirat wünsche ich mir Teamgeist; gemeinsam können wir mehr erreichen. Meines Erachtens sollte diese Arbeit generationsübergreifende Ziele verfolgen. Iserlohn bietet viel, wir sollten uns aber den Erfordernissen einer lebenswerten und zukunftsorientierten Stadt stets neu stellen. Dazu kann ein aktiver Seniorenbeirat konstruktiv beitragen. Packen wir es gemeinsam an.