Schalke

Illegales Turnier: Schalke ermittelt und distanziert sich

Foto: Dirk Bauer / WAZ FotoPool

Gelsenkirchen.  Auch Jugendliche in Schalke-Klamotten beteiligten sich am illegalen Turnier in Oberhausen. Der Verein ermittelt, ob es sich um Spieler handelte.

Das illegale Jugendfußballturnier, das die Polizei am vergangenen Sonntag auf der Sportanlage des TB Oberhausen wegen Verstoßes gegen das Kontaktsportverbot aufgelöst hatte, sorgt für interne Ermittlungen beim FC Schalke 04. Wie der Fußball-Bundesligist am Mittwoch mitteilte, versuchen Verantwortliche der "Knappenschmiede" herauszufinden, ob sich Nachwuchsspieler der Königsblauen beteiligt haben - bisher allerdings ohne Ergebnis.

Schalke: Noch keine Knappenschmiede-Spieler ermittelt

In einer Pressemitteilung der Schalker heißt es: "Nach aktuellem Erkenntnisstand konnten keine Spieler und Trainer des FC Schalke 04 als Teilnehmer der illegalen Veranstaltung identifiziert werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Teilnehmer des Turniers Spielkleidung des S04 trugen und so der Eindruck entstand, dass Jugendspieler der Königsblauen an dem Turnier mitgewirkt hätten." Sollte sich aber doch ergeben, dass Schalke-Talente mitgespielt haben, würde der Verein mit Konsequenzen reagieren.

Ein Anwohner hatte die Polizei am Sonntag informiert, dass sich rund 100 Talente auf dem Platz an der Mellinghofer Straße in Oberhausen verabredet hatten. Für Individualsportler und den Schulsport ist die große Anlage anders als beim ersten Corona-Lockdown im Frühjahr geöffnet. Christian Wilke, Geschäftsführer des TB Oberhausen, sagte in einer Stellungnahme des Vereins: „Da viele anscheinend nur Singen und Klatschen in der Schule haben, konnte man die Heimatvereine der Jugendlichen nachvollziehen, da sie zum Großteil Trainingssachen ihrer Vereine trugen.“ Es handelte sich demnach nicht nur um Kinder in Schalke-Klamotten. Nach Angaben des TBO und der Polizei trugen die Jugendlichen auch Anzüge der Klubs VfL Bochum, Bayer Leverkusen, Rot-Weiß Oberhausen, Arminia Klosterhardt, MSV Duisburg und Borussia Mönchengladbach.

Schalke distanziert sich entschieden

Von diesen Geschehnissen distanzierte sich Schalke entschieden. "Der Verein steht in keinem Zusammenhang mit den Absprachen der teilnehmenden Personen sowie der Durchführung des Turniers", betonten die Königsblauen. "Der Verein kann natürlich nicht nachvollziehen, wie die Spieler ihre Freizeit gestalten." Seit dem 2. November haben auch die Schalker den Trainingsbetrieb der Knappenschmiede weitgehend eingestellt.

Schon im Mai hatte die Polizei ein illegales Jugendturnier aufgelöst - das hatte sogar 300 Teilnehmer. Da hatten die Schalker einige Spieler ihrer Teams als Teilnehmer ermittelt und "erhebliche Sanktionen" angekündigt.

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