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Das Blut wird knapp: Zu wenige Menschen bei der Blutspende

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Wenn Erwachsene Blut spenden, helfen sie damit anderen Menschen.

Wenn Erwachsene Blut spenden, helfen sie damit anderen Menschen.

Foto: David-Wolfgang Ebener / dpa

Eine Blutspende kann Leben retten. Aber im Moment spenden zu wenige Menschen ihr Blut. Das muss sich ändern, sagen Fachleute.

Blut ist überlebenswichtig! Auf dem Weg durch unseren Körper versorgt es uns mit vielen Dingen. Es transportiert zum Beispiel Sauerstoff von der Lunge in andere Körperteile. Wie viel Blut ein Mensch hat, hängt von der Größe und vom Alter ab. Erwachsene haben zwischen fünf und sieben Liter Blut. Bei Kindern ist es weniger.

Eines haben wir aber alle gemeinsam: Wenn unser Körper zu viel Blut verliert, oder selbst nicht genügend neues herstellen kann, brauchen wir eine Blutspende. Das bedeutet: Im Krankenhaus sorgen Ärztinnen und Ärzte dafür, dass gespendetes Blut von anderen Menschen in unseren Körper kommt.

Oft passiert das bei kranken Menschen, deren eigenes Blut nicht mehr richtig arbeitet. Manchmal kommen auch Verletzte ins Krankenhaus, die bei einem Unfall viel Blut verloren haben. Auch bei manchen Operationen wird Blut gebraucht.

Sorge um Kranke und Verletzte

Seit einiger Zeit gibt es in Deutschland aber ein Problem: Es spenden nicht mehr genug Menschen Blut. In den letzten Monaten ist das gespendete Blut so knapp geworden, dass Ärztinnen und Ärzte sich große Sorgen machen. Sie sagen: Es könnte sein, dass bald nicht mehr alle Kranken und Verletzten versorgt werden können.

Fachleute sagen: Ein Grund für das Problem ist, dass immer weniger junge Erwachsene Blut spenden. Viele ältere Menschen, die bisher regelmäßig Blut gespendet haben, können das inzwischen nicht mehr. Es fallen also mehr Blutspender und Spenderinnen weg, als neue dazukommen. Auch während der Coronakrise spendeten weniger Menschen Blut.

Einige Politikerinnen und Politiker finden, dass die Regeln fürs Blutspenden zu streng sind. Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach meint: Damit mehr Menschen mitmachen können, sollten die Regeln gelockert werden. Fachleute sagen: Man sollte immer wieder darauf hinweisen, wie wichtig Blutspenden sind. So denken bald vielleicht wieder mehr Menschen über das Thema nach.

Wusstest du...

…dass man erst ab 18 Jahren Blut spenden kann? Kinder und Jugendliche dürfen noch nicht mitmachen.

...dass es für gesunde Menschen kein Problem ist, ein bisschen Blut zu verlieren oder abzugeben? Der Körper stellt selbst neue Blutzellen her.

…dass gespendetes Blut genau untersucht wird, bevor es ein anderer Mensch bekommt? So wird verhindert, dass durch das Blut Krankheiten übertragen werden.

…dass es verschiedene Blutgruppen gibt? Nicht alle kann man miteinander mischen. Das gespendete Blut muss also zum Blut des Menschen passen, der es bekommt.

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