Musik

Mike Singer gibt Einblicke in sein Leben und seine Arbeit

Mike Singer steht seinen Fans gerne für Selfies bereit.

Foto: Kai Kitschenberg

Mike Singer steht seinen Fans gerne für Selfies bereit. Foto: Kai Kitschenberg

Nach seinem Nummer-1-Album „Karma“ veröffentlichte Mike Singer jetzt sein zweites Album „Deja Vu“. Ein Interview mit dem Musiker.

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Am 18. Januar veröffentlichte Mike Singer sein zweites Album „Deja Vu“. Im Interview mit Redakteur Benno Seelhöfer erzählt der Sänger, warum er sich auf seine Konzert-Tour freut und wo er am meisten Kontakt mit seinen Fans hat.

Du bist am 20. Januar 18 geworden. Fühlst du dich denn jetzt auch schon erwachsen?

Mike: Auf jeden Fall. Ich habe mich vor allem aufs Autofahren gefreut. Ich bin direkt erst mal den ganzen Tag rumgefahren. Endlich kann ich mich mit Freunden treffen, wann ich will, und meine Mutter muss mich nicht mehr abholen. Außerdem kann ich jetzt endlich in Clubs gehen, wie ich Lust habe.

Auch dein neues Album „Deja Vu“ klingt etwas erwachsener als dein Debüt-Album „Karma“. Ist das der Sound, den du dir so vorgestellt hast? Etwas mehr in Richtung Rap?

Seit meinem letzten Album habe ich viel gelernt und viele neue Leute und Produzenten kennengelernt. Ich finde, dass dieses Album dadurch wirklich perfekt geworden ist. So liebe ich es.

Ich höre privat auch sehr viel Rap und finde die ganze Szene gut. Farid Bang hat zum Beispiel den Song „Stage“ geschrieben.

Hast Du musikalische Vorbilder?

Mir gefallen Chris Brown, Justin Timberlake und vor allem The Weeknd richtig gut. Speziell das komplette Album von The Weeknd habe ich rauf und runter gehört. Das hat mich wirklich inspiriert.

Wolltest du denn schon immer Sänger werden?

Ja, das war immer mein Traum, seitdem ich mit zehn Jahren angefangen habe, Musik zu machen. Davor wollte ich Polizist werden, aber das hat sich dann schnell erledigt.

Was sagen deine Eltern zu deiner Karriere? Wollen die nicht, dass du eine klassische Ausbildung machst?

Meine Eltern haben mich mein ganzes Leben lang immer unterstützt. Egal, ob früher beim Taekwondo oder beim Fußball – die sind überall hin mitgekommen. Sie freuen sich über den Erfolg, halten mich aber gleichzeitig auch zusammen mit meinem Team auf dem Boden.

Neben deiner Musikkarriere spielst du auch noch in der Serie Spotlight mit – und gehst noch zur Schule. Wie schaffst du das alles?

Das ist natürlich stressig. Aber ab September nehme ich Privatunterricht. Denn das Abitur bleibt mein absolutes Ziel, das will ich unbedingt schaffen.

Du gehst im Oktober auf „Deja-Vu-Tour“. Wie läuft so eine Tour ab?

Da freue ich mich mega drauf. Ich bin da viel mit Menschen zusammen, die ich liebe: Meiner Band und meinem Team. Und wir übernachten auch oft alle zusammen im Bus. Die vielen Fahrten sind kein Problem: Denn während wir unterwegs sind, schlafen wir eigentlich nur.

Aber vermisst du dann nicht auch manchmal deine Familie und deine Freunde?

Ja, die vermisse ich natürlich mega, aber die kommen mich zum Glück dann oft besuchen. Aber trotzdem gibt es auch immer mal wieder Tage, an denen ich gerne nach Hause will.

Hast du denn auch mal Zeit und Ruhe für dich? Und wie sieht so ein Tag aus?

Na klar. Dann zocke ich oder treffe mich mit Freunden. Aber trotzdem mache ich immer nebenbei Musik, die ist einfach allgegenwärtig.

Denn ich habe mir zuhause ein eigenes Tonstudio aufgebaut. Mein altes Kinderzimmer ist jetzt praktisch ein Tonstudio mit Bett.

Hat deine Bekanntheit denn auch Schattenseiten? Wärst du manchmal auch gerne wieder unbekannter?

Da denke ich gar nicht dran, denn ich lebe meinen Traum. Und egal, was du machst, es gibt immer Neider und Leute, die dich nicht mögen. Aber natürlich ist es schwer, neue Freunde kennenzulernen, weil man nicht genau weiß, wer jetzt wirklich mit dir befreundet sein will. Aber mit der Zeit bekommt man schon eine gewisse Menschenkenntnis und kann da unterscheiden.

In deinem Song „Singer“ singst du: „Ich bin für immer Sänger und kein Instagramer“. Aber Instagram ist dir trotzdem auch wichtig? Dort hast du ja 1,4 Millionen Follower.

Ich habe das, um meine Fans zu begleiten und sie bei allem, was ich mache, mitzunehmen. Es soll aber eben alles von der Musik kommen. Die soll der Hauptgrund bleiben, warum man mich kennt.

Du bist neben Instagram auch auf anderen sozialen Medien zu finden. Über welchen Kanal hast du am meisten Kontakt mit deinen Fans?

Vor allem auf Instagram und Snapchat. Da kann man nämlich den ganzen Tag zeigen, wo man ist. Ich starte auch oft Live-Streams, um direkt mit meinen Fans in Kontakt zu treten. Das ist mir sehr wichtig.

Auf welchem Weg bekommst Du die meiste Fanpost? Und sind immer noch ganz klassische Liebesbriefe dabei?

Wenn ich auf Tour bin, bekomme ich tatsächlich tausende Liebesbriefe. Ansonsten schreiben meine Fans viele Kommentare oder schicken persönliche Nachrichten.

Das sind dann schon so 10000 Nachrichten am Tag. Aber auch wenn es schwer ist, versuche ich die – so gut es geht – alle selbst durchzugehen.

Über welche Nachrichten freust du dich besonders? Und was gefällt dir überhaupt nicht?

Ich freue mich über Komplimente für meine Musik und wenn mir Fans schreiben, in welchen Situationen sie mein Album hören. Was mir gar nicht gefällt, sind Hater – aber die ignoriere ich sowieso.

Welche Tipps würdest du jungen Nachwuchsmusikern geben?

Sie sollen einfach ihr Ding durchziehen und das machen, was ihnen gefällt. Man sollte nicht aufhören, nur weil andere das sagen. Denn es kommen immer Leute zu einem, die meinen: ‚Du kannst nichts.‘ Das war bei mir auch so.

Fandest du Musik in der Schule als Fach schon immer gut oder stellst du dir darunter etwas Anderes vor?

(lacht) Oh, da bin ich richtig schlecht, da habe ich nie Bock drauf. Das ist zwar spannend, aber ich habe meinen eigenen Kopf. Ich wollte bei der Musik schon immer etwas Anderes, Eigenes machen. So habe ich das dann auch bei den Cover-Songs gemacht, die ich auf Youtube hochgeladen habe. Da habe ich immer etwas verändert, so dass es zu mir passt.

Spielst du auch selbst Instrumente? Und hattest du schon einmal Gesangsunterricht?

Ich spiele Gitarre und Klavier. Zwar nicht perfekt, aber so, dass es zum Komponieren reicht. Bei zwei Songs von mir habe ich aber auch selbst etwas eingespielt.

Und Gesangsunterricht hatte ich schon, den werde ich auch bald wieder nehmen. Ich habe damals in jeder Stunde neue Sachen mit meiner Stimme gelernt und auch jetzt lerne ich nie aus.

Viel gelernt hast du vermutlich auch bei deiner Teilnahme bei „The Voice Kids“?

Das war 2013. Damals war ich noch sehr jung. Vor allem habe ich da gelernt, selbstbewusst auf der Bühne zu stehen. Selbstbewusstsein ist allgemein auch sehr wichtig für meinen Job.

Aber trotzdem muss man auch immer wieder offen für gute Kritik sein und die von den Hatern trennen.

Ja, es muss immer Leute geben, die dich kritisieren. Das ist auch wichtig. Ich will auch immer wieder, dass fremde Ohren mein Album testhören. Das sind dann vor allem meine Familie und Freunde. Ich habe ein paar Songs aber auch Sierra Kidd, Summer Cem oder Farid Bang gezeigt. Ihre Meinung nehme ich mir dann natürlich zu Herzen.

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