Klima-Serie

„Unsere Erde - unsere Zukunft“: Eine berühmte Kurve

Auf der Insel Hawaii wird der Kohlendioxidgehalt gemessen.

Auf der Insel Hawaii wird der Kohlendioxidgehalt gemessen.

Foto: dpa

Vor mehr als 60 Jahren hat ein Forscher damit angefangen, das Kohlendioxid in der Luft zu messen. Seine Kurve ist heute weltbekannt.

Die Insel Hawaii liegt mitten im Pazifischen Ozean. Auf ihr befindet sich ein Vulkan, der Mauna Loa (Foto). In etwa 3400 Metern Höhe steht hier eine sehr wichtige Messstation. Seit dem Jahr 1958 wird hier der Kohlendioxidgehalt der Luft gemessen, also seit über 60 Jahren. Der Forscher Charles David Keeling hat damals damit angefangen. Die Kurve, die durch die Messungen entstanden ist, ist inzwischen weltberühmt. Sie wird Keeling-Kurve genannt.

Die Vulkan-Messstation auf Hawaii hat eine sehr gute Lage für solche Messungen. Es gibt hier keine Menschen oder Pflanzen, die Einfluss auf die Luft nehmen können. Die Luft ist klar. Es gibt einen 27 Meter hohen Turm und vier sieben Meter hohe Türme. Pro Stunde werden vier Luftproben entnommen, immer mit der Frage: Wie hoch ist der Kohlendioxidgehalt der Luft?

Seit 62 Jahren gehen die Zahlen nach oben. Die Kurve ist dabei eine Zick-Zack-Kurve. Von Mai bis Oktober sinken die Werte. Dann wachsen Bäume und andere Pflanzen auf der Nordhalbkugel und bekommen Blätter. Sie verbrauchen Kohlendioxid. Von November bis April steigen die Werte wieder. Pflanzen sterben, Blätter fallen ab und zersetzen sich. Dabei geben sie Kohlendioxid frei.

Jedes Jahr im Mai ist der Kohlendioxid-Wert höher als ein Jahr zuvor. Der Wert steigt durch die weltweite Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas – in der Industrie und beim Heizen in den Häusern. Und im Auto-, Schiffs- und Flugverkehr.

Es wird wärmer

Die Keeling-Kurve ist für Umwelt- und Klimaforscher sehr wichtig. Sie berechnen daraus Klimamodelle. Und sie finden Antworten auf die Frage „Wie wird sich das Klima in Zukunft entwickeln?“

Diese Klimamodelle zeigen: Der Anstieg des Kohlendioxids in der Luft führt dazu, dass die durchschnittliche Temperatur auf der Erde steigt. In den letzten 100 Jahren ist es ein Grad Celsius wärmer geworden. Diese Erwärmung wird vom Menschen verursacht. Sie hat viele schwerwiegende Folgen für die Menschen und die Natur. Forscher versuchen, diese Folgen zu berechnen.

Charles David Keeling, der vor 62 Jahren mit den Messungen auf Hawaii begann, wird auch als Vater der Klimaforschung bezeichnet. Er starb im Jahr 2005.

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