Klima

„Unsere Erde - unsere Zukunft“: Der Treibhauseffekt

Auf der Erde funktioniert das mit der Sonne ähnlich wie in einem Treibhaus.

Auf der Erde funktioniert das mit der Sonne ähnlich wie in einem Treibhaus.

Foto: Frank Molter / dpa

Der Treibhauseffekt ist eigentlich ein natürlicher Vorgang. Die Menschen haben den Prozess aber verstärkt. Das hat viele Folgen für unsere Erde.

Stell dir vor, du sitzt in einem gläsernen Haus – so wie es Gärtnereien haben. Ein Treibhaus also, in dem Tomaten oder Blumen wachsen. Drinnen fühlt es sich viel wärmer an als draußen. Denn Treibhäuser fangen die Hitze der Sonne ein. Das Glas lässt die Sonnenstrahlen herein, aber die meiste Wärme nicht wieder heraus.

Die Erde funktioniert ähnlich wie ein Treibhaus. Die Sonnenstrahlen können bis auf die Erdoberfläche durchdringen. Dort erwärmen sie das Wasser in den Meeren und das Land. Diese Wärme strahlt wieder zurück und entweicht in den Weltraum. Ein Teil jedoch wird von bestimmten Stoffen in der Luft festgehalten. Diese Stoffe heißen Treibhausgase. Sie wirken wie das Glas im Treibhaus. Damit bleibt die Wärme auf der Erde.

Wäre das nicht so, könnten wir gar nicht auf unserem Planeten leben, weil es zu kalt wäre. Es würde eine mittlere Temperatur von minus 18 Grad Celsius herrschen. Brrrr, ganz schön kalt, oder? Die Erde wäre damit völlig

Wir brauchen also den so genannten Treibhauseffekt. Es ist ein ganz natürlicher Vorgang. Zu den Treibhausgasen zählen Kohlendioxid, Ozon, Lachgas, Methan und Wasserdampf. Sie kommen von Natur aus schon immer in der Atmosphäre vor.

Kohle, Erdöl und Erdgas

Das Problem ist: Der Mensch hat diesen natürlichen Treibhauseffekt verstärkt. Seit über 150 Jahren sind die Menschen in den Industrieländern dafür verantwortlich, dass immer mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt. Kohle, Erdöl und Erdgas werden genutzt, um Energie zu erzeugen. Man nennt sie fossile Brennstoffe.

Die Kohlendioxid-Konzentration auf der Welt wird in ppm gemessen. Ein ppm bedeutet: ein Molekül Kohlendioxid pro einer Million Moleküle trockener Luft. Ein Molekül ist eine chemische Verbindung – ein kleines Teilchen, das aus mehreren Atomen besteht. ppm ist die Abkürzung für „parts per million“ (übersetzt: Teile pro Million).

Vor über 200 Jahren hatten die Menschen noch keine Dampfmaschinen, Kraftwerke, Autos und Düsenflugzeuge erfunden. Deswegen gab es damals noch keine Abgase. Im Jahr 1750 betrug die weltweite Kohlendioxid-Konzentration 260 bis 280 ppm. Im März 2020 wurden auf der Zugspitze in Deutschland knapp 418 ppm gemessen.

Es gibt also immer mehr Treibhausgase, die die Wärme festhalten. Die Folgen spüren wir: Die Erde heizt sich auf, es wird immer wärmer. Die Jahre 2015 bis 2020 gehörten in Deutschland zu den wärmsten seit Beginn der Messungen im Jahr 1881.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben