Bildung

Wissenschaft zum Anfassen

Auch Wasser kann Strom leiten. Simon, Maya, Mads, Timo und Julian (von links) haben die Lampe zum Leuchten gebracht. Luis präsentiert sie seinen forschenden Kollegen.

Auch Wasser kann Strom leiten. Simon, Maya, Mads, Timo und Julian (von links) haben die Lampe zum Leuchten gebracht. Luis präsentiert sie seinen forschenden Kollegen.

Foto: Lars Heidrich

Im „Haus der kleinen Forscher“ wird experimentiert. Wir haben Kindern in einer Kita in Dinslaken dabei über die Schulter geschaut.

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Wie bekommt man eine Glühbirne zum Leuchten? Wann ist der Stromkreis geschlossen und wann nicht? Und welche Stoffe leiten den Strom überhaupt?

Weil es viel spannender ist, so etwas selbst auszuprobieren, als es nur in Büchern nachzulesen, gibt es das „Haus der kleinen Forscher“. Dieses Projekt gibt Kindern im Kindergarten die Möglichkeit, selbst zu experimentieren. So macht das Eintauchen in die Naturwissenschaften, wie Physik, Biologie oder Chemie, gleich viel mehr Spaß.

Schon lange dabei

Die Kita Im Hardtfeld in Dinslaken nimmt schon seit 2008 an dem Projekt teil. Seitdem macht die Erzieherin Jessi Karrenberg immer wieder Experimente mit den Kindern, so wie auch das mit dem Stromkreislauf.

Damit sie das darf und damit die Organisatoren des Projektes den Kindergarten auch immer weiter unterstützen, muss sie aufschreiben, was sie mit den Kindern schon alles gemacht hat. Außerdem muss sie selbst einige Male im Jahr eine Art Schule besuchen – sogenannte Fortbildungen.

Als Belohnung für die Arbeit dürfen die Kinder dann tolle Sachen machen. Von Januar bis April beschäftigen sich die Forscher in diesem Jahr zum Beispiel mit dem Thema Strom. Von April bis September folgt dann das Thema Informatik. In dieser Wissenschaft geht es darum, wie Computer funktionieren.

Durch die Experimente wissen die Kinder, was ein Stromkreislauf ist und wie er funktioniert. Um dann auch zu sehen, wo der Strom, den man zu Hause benutzt, herkommt, besuchen sie im April auch noch das Kraftwerk Lohberg in Dinslaken.

Denn die Forschung soll immer etwas mit dem Alltag zu tun haben. Die Verbindung zwischen den Experimenten und dem Leben zu Hause stellen die Kinder aber auch von ganz alleine her.

Stromsparen ist wichtig

Als ein Kind die Glühbirne immer wieder ein- und ausschaltet, sagte Mads (5) zum Beispiel: „Das ist Stromverschwendung, wenn man das Licht immer an- und ausmacht.“ Stimmt. Und sofort sprach die Forschergruppe darüber, wie man daheim Strom sparen kann. Denn wer darauf achtet, spart auch Geld.

Außerdem gibt es in der Kita einmal im Jahr einen Forschertag. Dann experimentieren die Kinder den ganzen Tag lang und nicht nur vormittags. Beim letzten Mal drehte sich dabei alles um das Thema Solar. Die Kinder konnten zum Beispiel beobachten, wie sogenanntes Solarpapier durch die Energie der Sonne seine Farbe verändert.

Kinder sind begeistert

Macht das Experimentieren denn auch wirklich so viel Spaß? Mads findet am Experimentieren vor allem gut, dass man „ganz tolle Sachen machen kann“. Denn so „sieht man, was Strom ist“, sagt Timo (5). Und Simon (6) gefällt, dass „man selbst viel ausprobieren kann“.


Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ gibt es seit 2006. Sie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ziel der Stiftung ist es, Kinder für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern.

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