Essen. Neu im Kino: Der Film „Der vermessene Mensch“ erinnert an den Völkermord im heutigen Namibia. Ein engagierter Beitrag zu einer aktuellen Debatte.

Anfang des 20. Jahrhunderts wird an der Universität in Berlin die gängige evolutionistische Rassentheorie gelehrt. Alexander Hoffmann ist ein ehrgeiziger Doktorand der Ethnologie. Als eine Delegation der Herero und Nama aus der Kolonie Deutsch-Südwestafrika die Deutsche Kolonialausstellung in Berlin besucht, um mit dem Kaiser über die Situation in ihrem Land zu sprechen, erhält er den Auftrag, die Schädel „der Wilden“ auszumessen.