CD der Bluessängerin Kyla Brox

Ein Fest für Fans schwarzer Musik

Kyla Brox 

Kyla Brox 

Foto: Phil Melia / Handout

Essen.  Hierzulande fast unbekannt: Die Blues- und Soulsängerin Kyla Brox hat ein richtig feines Album vorgelegt.

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In ihrer englischen Heimat hat sich Kyla Brox bereits einigen Ruhm im Blues- und Soulgenre ersungen – aber auf der Insel haben sie ja erwiesenermaßen einen guten musikalischen Geschmack...

Der bestätigt sich auch, wenn man sich durch das neunte Album der hierzulande nahezu unbekannten Vokalistin gehört hat. „Pain & Glory“ (Pigskin Records/Soulfood) heißt es, und es bietet eine abwechslungsreiche Melange für all jene, die Spaß haben an schwarzen Sounds.

Album startet mit funkigen Rhythmen

Eine gute Idee war es schon, das Album mit „For The Many“ zu eröffnen. Mit seinem köchelnden Funk-Groove geht dieser Song sofort in die Beine. Brox garniert ihr Portfolio bisweilen mit Latin Groove („Devil’s Bridge“). Meistens aber geht’s klassisch zu: lässiger Shuffle („In The Morning“), melancholisch angehauchter Soul (der Titelsong des Albums) oder fein rock’n’rollender Blues („Bluesman’s Child“) – Brox bedient alle Sparten höchst souverän. Egal, ob’s machtvoll und wuchtig zugehen soll oder hauchzart.

Gerade bei der einzigen Coverversion lässt sie alles raus, was in ihr stimmlich drinsteckt: Dieses „Hallelujah“ jedenfalls geht unter die Haut.

Brox hat eine prima Band im Rücken

Die Sängerin hat reichlich Erfahrung. Schon als 12-Jährige ist sie mit ihrem Vater, ebenfalls Musiker (und früher Ensemblemitglied der Originalinszenierung von „Jesus Christ Superstar“), in bluesiger Mission durch die Lande gezogen. Inzwischen ist sie 39 und hat eine prima groovende Band versammelt. In der finden sich der Gitarrist Paul Farr, der schon in Diensten von Stars wie Joss Stone und Tom Jones stand und herrlich herumgniedelt. Auch Keyboarder John Ellis (Lilly Allen Band) ist in der Szene kein Unbekannter.

Die Bläsersektion, in der tatsächlich ein Herr namens Tony Marshall ins Tenorsax-Horn bläst, setzt dazu messerscharfe Akzente. Feines Album!

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