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„Bozen-Krimi“: Zanchettis vorletzte Runde gegen die Mafia

Es geht wieder vieles durcheinander im Bozen-Krimi. „Capo“ Zanchetti (Tobias Oertel, li.) beobachtet seine Kollegin Sonja (Chiara Schoras) mit dem verdächtigen Typen Riccardo (Stefano Bernardin).

Es geht wieder vieles durcheinander im Bozen-Krimi. „Capo“ Zanchetti (Tobias Oertel, li.) beobachtet seine Kollegin Sonja (Chiara Schoras) mit dem verdächtigen Typen Riccardo (Stefano Bernardin).

Foto: Handout / ARD Degeto/Hans-Joachim Pfeiffer

Essen.  Kommissar Matteo Zanchetti verfolgt im „Bozen-Krimi: Blutrache“ seinen vorletzten Fall. Denn Schauspieler Tobias Oertel hört bald auf.

„Es wird nie aufhören, wenn wir es nicht beenden.“ In Bozen sieht Matteo Zanchetti (Tobias Oertel) nur eine Möglichkeit, sich und sein Umfeld vor der Rache seines Erzfeindes Enzo Saffione (Christian Redl) zu schützen. Er fliegt auf eigene Faust in die süditalienische Hafenstadt Bari, um ein für alle Mal den mächtigen Mafia-Boss auszuschalten.

Es gehört zu den Besonderheiten der erfolgreichen ARD-Reihe „Der Bozen-Krimi“, dass Regisseur und Autor Thorsten Näter die zentralen Themen und Handlungsgeflechte rund um die Protagonisten beständig weiterspinnt und dabei in manchmal verwirrende, aber letztlich immer schlüssige Richtungen lenkt. Entsprechend sind auch bei „Blutrache“ einige Vorkenntnisse durchaus nützlich. Zumal Näter jede Episode mit einem „Coup“ enden lässt, der die Neugier auf den nächsten Einsatz anheizt.

„Bozen-Krimi“: Komplizierte Vorgeschichte

So schrieb beim letzten Fall die Anwältin Giulia Santoro (Susanne Simon), Saffiones Bozener Statthalterin, mit ihrem Blut ein „V“ auf Matteos Hand – V wie Vendetta. Wer solches Vorwissen nicht hat, dem hilft zum Einstieg ein zeitgerafftes „Was bisher geschah“: In „Gegen die Zeit“ entkam Matteo knapp einem Bombenanschlag, Kollegin Sofia schoss blindwütig auf die unbewaffnete Anwältin, die sie und ihren Vater offenbar erpresst hat …

Jetzt findet Matteo heraus, dass Saffione den Anschlag in Auftrag gab. Der Mafia-Chef macht ihn für den Tod seiner Tochter und seines Sohnes verantwortlich. Weil niemand mehr vor dem Rachefeldzug des Don sicher ist, macht sich Matteo auf nach Bari. Seine Partnerin Sonja Schwarz (Chiara Schoras) will er unbedingt heraushalten, doch die treibt es kurz drauf aus privaten Gründen ebenfalls in die Gassen der Hafenstadt.

Matteo Zanchetti mit gefährlichem Machtkampf innerhalb der Mafia konfrontiert

Sie sucht dort ihre Stieftochter, die sich auf einer Italienreise befindet und seit Tagen nicht gemeldet hat. Ist Laura bereits in den Konflikt involviert? Die Polizei vor Ort ist keine Hilfe; ihre einzige Unterstützung ist der hilfsbereite Taxifahrer Riccardo Riello (Stefano Bernardin), dem sie sich zögernd anvertraut.

Auf seiner Suche nach dem untergetauchten Saffione sieht sich Matteo unterdessen mit einem gefährlichen Machtkampf innerhalb der Mafia konfrontiert. In Bozen wiederum will Jonas Kerschbaumer (Gabriel Raab) die Abwesenheit seiner Vorgesetzten nutzen, um Freundin und Kollegin Sofia (Sinja Dieks) durch eine Falschaussage zu entlasten. Denn der droht wegen der Schüsse auf Santoro eine Anklage.

Tobias Oertel hört auf – Wie es weitergeht, bleibt ein Geheimnis

So raffiniert und hoch spannend Näter die mit einer neuen, unerwarteten Wendung endende Geschichte entwickelt, so verschlüsselt geht er auch ein Geheimnis an, das eigentlich keines mehr ist. Tobias Oertel wird nur noch einmal („Tödliche Stille“, 9. April) als Zanchetti zu sehen sein, denn er ist aus der Serie ausgestiegen.

Nichts verrät auch nur ansatzweise, welche Rolle künftig Sonjas designierter neuer Partner einnehmen wird. Denn der angebliche Taxifahrer ist tatsächlich Undercover-Mitglied einer Anti-Mafia-Sondereinheit.

Sendetermin: Donnerstag, 2. April, 20.15 Uhr, im Ersten

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