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Impro-Tatort aus NRW - Neun Ermittler suchen einen Mörder

Ein Fall aber viele Ermittler. Charly Hübner, Ben Becker, Anna Schudt, Jörg Hartmann, Nicholas Ofczarek, Friederike Kempter, Elena Uhlig, Friedrich Mücke und Bjarne Mädel (vl.n.r.).

Ein Fall aber viele Ermittler. Charly Hübner, Ben Becker, Anna Schudt, Jörg Hartmann, Nicholas Ofczarek, Friederike Kempter, Elena Uhlig, Friedrich Mücke und Bjarne Mädel (vl.n.r.).

Foto: TOM TRAMBOW

So einen Tatort gab es noch nie. In der Folge „Gut und Böse“ suchen gleich neun Ermittler einen Polizisten-Mörder. Diese Stars sind dabei.

So einen Tatort gab es noch nie in der ARD. „Gut und Böse“ heißt die Folge, in der der WDR Anfang kommenden Jahres gleich neun Ermittler gemeinsam ins Rennen schickt. Mit dabei sind auch zwei TV-Kommissare aus Dortmund.

Ein Drehbuch existierte nicht. Der Großeinsatz der Fernseh-Ermittler ist ein Improvisations-Tatort unter der Regie von Grimme-Preisträger Jan Georg Schütte („Altersglühen“, „Wellness für Paare“), Spezialist für Drehs ohne feste Vorgaben. Gedreht wurde mit 24 bemannten sowie 12 unbemannten Kameras in aller Heimlichkeit am vergangenen Wochenende in Siegburg bei Köln. Normalerweise dauert es gut einen Monat, eine Tatort-Episode im Kasten zu haben.

Zum Inhalt der Folge ist bisher folgendes bekannt: In Nordrhein-Westfalen geht ein Serienmörder um, der mittlerweile vier Polizisten getötet hat. Den bisherigen Soko-Teams ist es nicht gelungen, die Täter dingfest zu machen. Deshalb kommen sieben der besten Kommissare aus NRW in einem Tagungshotel bei Köln zusammen, um den Fall gemeinsam zu lösen.

Den Stamm des Ermittlerteams bilden Jörg Hartmann und Anna Schudt in ihren Rollen als Dortmunder Kommissare Faber und Bönisch. Unterstützung aus Köln (Ballauf & Schenk) gibt nicht, dafür hilft Friederike Kempter als Nadeshda Krusenstern, Assistentin, von Kommissar Thiel in Münster. Ihr Chef allerdings ist ebenso wenig dabei, wie Jan Josef Liefers als pathologischer Professor Boerne.

Ein Art Comeback feiert Friedrich Mücke (38). Vor fünf Jahren war der heute 38-Jährige – ohne großen Erfolg – als Hauptkommissar Henry Funck zweimal im Erfurt-Tatort zu sehen. Ebenfalls auf Verbrecherjagd gehen Nicholas Ofczarek („Der Pass“) und Elena Uhlig.

Folge soll das Jubiläumsjahr einläuten

Damit nicht genug. Auch Ben Becker spielt – zumindest für diese eine Folge – einen neuen „Tatort“-Kommissar. Ganz neu ist die Rolle für den 54-Jährigen nicht. In den 90er-Jahren war als Stefan Tries in zwei Ausgaben Assistent der Ludwigshafener Ermittlerin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts). Zur Seite stehen den Ermittlern Charly Hübner und Bjarne Mädel. Sie treten allerdings nicht in ihren Rollen als Bukow (Polizeiruf 110) und Schotty („Tatortreiniger“) auf, sondern bilden ein „Trainerteam“, das auf die Bewältigung von Krisensituationen spezialisiert ist.

Ohne die Profile der anderen Darsteller zu kennen, improvisierten die Akteure laut WDR zwei Tage lang auf Basis ihrer Rollenprofile. Unvorhersehbare Situationen beeinflussten den Fortgang des Krimiplots. Produzent Uli Aselmann nennt die Dreharbeiten dann auch eine „einzigartige Aufregung“.

Bis die im TV zu sehen sein werden, dauert es allerdings noch ein wenig. 212 Stunden lang ist das Material, das in den sieben Stunden der improvisierten Dreharbeiten entstanden ist und nun im Schnitt gesichtet und zu einem spannenden 90-minütigen Film verdichtet werden muss. Der Sendetermin ist deshalb voraussichtlich am 1. Januar 2020 im Ersten – am ersten Tag des Jahres, in dem der „Tatort“ 50 Jahre alt wird.

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