TV-Serie

„Sex an the City“ ist auch nach 20 Jahren noch sexy

Mit Gesprächen über Sex zu Ikonen geworden: Kristin Davis (Charlotte), Sarah Jessica Parker (Carrie), Cynthia Nixon (Miranda) und Kim Cattrall (Samantha) bei der Berliner Premiere des „Sex and the City“-Kinofilms 2008.

Foto: AP Content / picture alliance/ASSOCIATED PRESS

Mit Gesprächen über Sex zu Ikonen geworden: Kristin Davis (Charlotte), Sarah Jessica Parker (Carrie), Cynthia Nixon (Miranda) und Kim Cattrall (Samantha) bei der Berliner Premiere des „Sex and the City“-Kinofilms 2008. Foto: AP Content / picture alliance/ASSOCIATED PRESS

Berlin  Es ist bereits 20 Jahre her, dass die Erfolgsgeschichte von „Sex and the City“ ihren Lauf nahm. Heute hat die US-Serie Kultstatus.

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Frau, Single, über 30 – das galt lange nicht als attraktiver Zustand. Es klang nach Frust und Einsamkeit – uncool in den vergnügungssüchtigen 90er-Jahren. Dann kam „Sex and the City“. Vier Frauen in einer neuen TV-Serie, Singles, über 30. Beruflich erfolgreich. Anspruchsvoll, was ihr Sexualleben anging. Darüber redeten sie auch, und zwar viel. Dieses Unverblümte der vier, die sich auf High Heels durch Manhattan bewegten, als sei es ein einziger Laufsteg: Es sorgte für Aufsehen.

Die Welt lernte 600-Dollar-Schuhe von Manolo Blahnik und den Cosmopolitan-Drink kennen. Außerdem Samantha Jones (Kim Cattrall), die Männer konsumierte wie bis dahin nur Männer die Frauen. Vor 20 Jahren nahm die Erfolgsgeschichte ihren Anfang, mit dem Buch der Sexkolumnistin Candice Bushnell.

Kolumnen über Pärchenbildung

Ihr Leben und ihre Gedanken waren Vorbild für Carrie Bradshaw, die Rolle, die Schauspielerin Sarah Jessica Parker zum Star machte. Und deren Beruf es war, ihre Umwelt unter dem Gesichtspunkt der Pärchenbildung zu beobachten, als Kolumnenfutter. Denn so fortschrittlich war die Serie dann doch nicht: Es ging auch hier ununterbrochen um Frauen, die sich Gedanken über Männer machten. Immerhin taten sie es mit Verve.

„Die Leute dachten tatsächlich, wenn eine Frau in den 30ern noch Single ist, stimmt etwas mit ihr nicht“, sagte Autorin Bushnell jetzt dem britischen „Guardian“. Das Problem wurde mit „Sex and the City“ nicht gelöst – schließlich stolperten 2001, als die Serie ihren großen Hype in Deutschland auslöste, noch verzweifelte Singles wie Bridget Jones über die Kinoleinwand und Ally McBeal durchs Fernsehen. Das selbstbewusste Auftreten der neuen TV-Frauen schuf aber eine andere Stimmung. Sie waren stärker. Und das, obwohl mit Charlotte (Kristin Davis) auch eine von ihnen den alten „Hochzeit in Weiß“-Traum verkörperte.

Ewiger Platz in der Fernsehgeschichte durch „Sex and the City“

Die Schauspielerinnen wurden so sehr mit den Figuren identifiziert, die sie von 1998 bis 2004 und in zwei Kinofilmen von 2008 und 2010 spielten, dass sie immer auch irgendwie Samantha, Miranda, Charlotte und Carrie geblieben sind. Trotz neuer Rollen. Cynthia Nixon (51), die Miranda spielte, ist am Broadway in Theaterstücken bis heute ebenso erfolgreich wie in Film- und Fernsehproduktionen. Sarah Jessica Parker (52) gehörte auch lange nach ihrer „Carrie“ zu den bestbezahlten Schauspielerinnen Hollywoods. In Deutschland war sie zuletzt 2011 in „Working Mum“ in einer Kinohauptrolle zu sehen, 2016 im Bezahlfernsehen Sky in der Serie „Divorce“.

Kim Cattrall (61) spielte 2016 in der kanadischen Serie „Sensitive Skin“ die Hauptrolle – eine Frau in der Midlife-Crisis. Zwei Staffeln gab es, eine mehr immerhin als für Kristin Davis (52) in der 2014 bald wieder abgesetzten US-Serie „Bad Teacher“. Ihren ewigen Platz in der Fernsehgeschichte haben sie sich Dank „Sex and the City“ ohnehin längst gesichert.

Aber die Zeiten haben sich geändert. Mit der hochgelobten Serie „Girls“ von Lena Dunham kam 2012 eine neue Frauenclique aus New York ins Bild. Aus Brooklyn. Ungeschminkt. Mit Geldsorgen. Mit ungeschönten Sexszenen. Dagegen wirkte die Glitzerwelt der sexy Singles von damals fast altbacken.

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