Kino

Gut mit Hut: Die Fortsetzung von Paddington im Kino

Um den fiesen Phoenix Buchanan (Hugh Grant) aufzuhalten, springt Paddington ¸ber seinen Schatten.

Um den fiesen Phoenix Buchanan (Hugh Grant) aufzuhalten, springt Paddington ¸ber seinen Schatten.

BERLIN  Paddington: Eine britische Filmkomödie zurück auf der Leinwand. Auch im zweiten Teil erobert der kleine Bär wieder sämtliche Herzen.

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Überdreht, herzerwärmend, kindgerecht. In der Familienkomödie „Paddington 2“ dreht sich alles um den gleichnamigen Teddybären mit rotem Hut und dunkelblauem Duf­flecoat – entwickelt im Jahr 1958 von Autor Michael Bond und benannt nach einem der berühmten Hauptbahnhöfe in London.

Im ersten Film hatten die peruanische Tante und der Onkel des jungen Bären ihn nach einem Erdbeben auf die beschwerliche Schiffsreise nach England geschickt, weil sie viel Gutes über die Briten hörten. In der geschäftigen Hauptstadt London begegnete er der herzensguten Familie Brown, die ihn aufnahm. Dabei musste er sich vor einer Tierpräparatorin (Nicole Kidman) in Acht nehmen, die ihn ausstopfen wollte.

Im zweiten Teil bereitet ihm ein zwielichtiger, Ex-Schauspielstar (Hugh Grant) Sorgen, der unbedingt ein Pop-up-Buch mit den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Londons in die Hände bekommen will. Genau dieses Exemplar möchte der kleine Bär seiner Tante zum 100. Geburtstag nach Peru schicken. Doch ehe er das nötige Geld zusammen hat, um es in seinem Lieblings­antiquariat zu kaufen, wird es von dem einst erfolgreichen Darsteller gestohlen. Paddingtons größtes Problem aber ist: Die Polizei glaubt, er sei der Dieb.

Herz am rechten Fleck

Schon im ersten Teil hatte Regisseur Paul King den jungen Bären als zutiefst menschliches und empathisches Wesen gezeichnet, das mit seiner Aufgeschlossenheit die Herzen der Menschen erobert. Nun gelingt es ihm, an die jungen Zuschauer ohne erhobenen Finger die Botschaft zu vermitteln, dass sich Ehrlichkeit auszahlt.

Liebenswert und tollpatschig

Und natürlich verstrickt sich Paddington auch diesmal wieder in viele typische, seinem Charakter entsprechende Tollpatschigkeiten. So verpasst er einem Kunden in einem Friseursalon ein Stück Glatze, weil ihm die Schere aus seinen Tatzen rutscht. Zu seinem Pech stellt sich der just Entstellte auch noch als Richter heraus, der ihn anschließend wegen des angeblichen Diebstahls nur allzu gerne ins Gefängnis steckt.

Hinter Gittern vermasselt Paddington einen Waschgang mit Gefängniskleidung, sodass alle Häftlinge in ihren versehentlich rosa verfärbten Overalls wie pinke Flamingos aussehen. Doch seine Herzensgüte und Aufgeschlossenheit retten ihn jedes Mal vor allzu großen Strafen. Besonders, als er sich trotz aller Haft-Hierarchien gegen die Kochkünste des gefürchteten, launischen Gefängniskochs ausspricht und ihm zum Staunen aller nicht nur einfach ganz unverblümt die Meinung sagt: Er schlägt ihm gleichzeitig eine alternative Mahlzeit für den Speiseplan vor und führt so den großartig von Brendan Gleeson verkörperten Koch in die Welt des guten Geschmacks ein.

Freunde fürs Leben

Auf diese Weise gewinnt man Freunde fürs Leben – und darüber hinaus Helfer, die den Mann auffliegen lassen, der vor lauter Geldgier das gestohlen hat, was Paddington lieb und teuer ist. So selbstironisch und humorvoll mit seiner eigenen Vergangenheit umgehend, hat man Hugh Grant als überdrehten Bösewicht übrigens selten gesehen. Eine äußerst liebenswerte Fortsetzung der Bären-Saga.

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