Jazz Festival

JOE Festival in Essen präsentiert alles außer Mainstream

Achim Zepezauer wird auch in diesem Jahr wieder an seinem elektronischen Tischlein musikalische Klänge zaubern

Foto: Andre Symann

Achim Zepezauer wird auch in diesem Jahr wieder an seinem elektronischen Tischlein musikalische Klänge zaubern Foto: Andre Symann

Essen.   Die Jazz Offensive Essen präsentiert beim jährlichen JOE Festival im Essener Girardethaus aktuellen Jazz mit deutschen und internationalen Gästen

Ein Querschnitt aus aktuellem deutschen und internationalen Jazz erwartet die Besucher beim 22. JOE Festival im Katakomben-Theater Essen. Vom 18. bis zum 20. Januar lädt die Jazz Offensive Essen (JOE) alle Fans der rhythmischen Musikrichtung an drei Tagen ins Girardethaus. Dort spielt unter anderem das Berliner Projekt Killing Popes mit seinem hochenergetischen Sound am gleichen Abend wie Almut Kühne und Gebhard Ullmann, ein intimes Duo aus Bassklarinette und Stimme.

Internationales Flair kommt auf mit dem New Yorker Trio Fly, bestehend aus den Ausnahmemusikern Mark Turner, Larry Grenadier und Jeff Ballard, die bereits am Donnerstagabend zum Festivalauftakt zu hören sind. Sie spielen direkt nach dem Duo Pranke, das mit musikalischen Stilbrüchen experimentiert, und dem virtuosen Solo von Philip Zoubek am präparierten Klavier.

Skizzenhafte Kompositionen

Am Freitag gehören Ugurel & Rossy mit einem katalanischen Quartett zu den internationalen Gästen des Festivals. Deren Debütalbum „Cerles“ wurde im Studio der Schlagzeuglegende Jorge Rossy aufgenommen und nimmt skizzenhafte Kompositionen in den Fokus, die auch mal einen Kanon oder Choral aufgreifen.

Zuvor dürfen sich die Besucher auf das Duo Niko Meinhold und Christopher Williams freuen, das mit Piano und Kontrabass Spannung zu erzeugen versteht. Achim Zepezauer zaubert an seinem „elektronischen Tischlein“ (Foto).

Kinder sind auch Willkommen

Zum dritten Mal in der Festivalgeschichte steht samstags ab 15 Uhr ein Kinderkonzert auf dem Programm, bei dem der musikalische Nachwuchs die Kunst der Improvisation hören und sogar selbst ausprobieren kann.

Warum ein Saxophon quietscht, ist nur eine der vielen Fragen, denen das elektro-akustische Ensemble Graustufen zusammen mit den jungen Zuhörern auf den Grund gehen will. Unter dem Motto „Auf der Spielwiese“ schafft die Band aus dem Moment heraus Klangwände und lädt die Kinder ein, auf die Bühne zu kommen und die einzelnen Instrumente ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Den Abend eröffnet dann das Trio Walter / Parfit / Hirt mit einer Session, gefolgt von Gebhard Ullmann und Almut Kühne sowie den Killing Popes als krönendem Abschluss.

Die Jazz Offensive Essen, zu der sich 1995 Jazzmusiker und Freunde der Jazzmusik unterschiedlicher Richtungen zusammen fanden, gehört mittlerweile zur festen Größe in der Kulturlandschaft der Stadt. Regelmäßige Sessions in der Filmbar der Lichtburg, Workshops mit renommierten Musikern im Grend sowie die Reihe „free essen“ im Goe­thebunker sind nur einige der Veranstaltungen, die im Laufe der Jahre dazugekommen sind.

Überregionale Projekte

Über die Grenzen der Stadt hinaus bringt sich JOE zunehmend auch in überregionale Projekte ein. Dazu gehören etwa Kooperationen mit Jazzwerk Ruhr, Jazzplayseurope, den Jazz-Initiativen in Köln, Moers, Dortmund, Bielefeld und Oberhausen sowie mit dem Kultusministerium NRW und dem Deutschen Tonkünstlerverband. Das jährliche Highlight im Terminplan der Jazz Offensive Essen ist und bleibt jedoch das JOE Festival im Januar.

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