Kino

Justice League – die Gerechtigkeitsliga kommt ins Kino

Von rechts: The Flash, Batman und Wonder Woman sehen sich einem gemeinsamen Feind gegenüber: das außerweltliche Wesen Steppenwolf.

Foto: Warner Bros. Pictures DC Comics

Von rechts: The Flash, Batman und Wonder Woman sehen sich einem gemeinsamen Feind gegenüber: das außerweltliche Wesen Steppenwolf. Foto: Warner Bros. Pictures DC Comics

Berlin.  Die Comicverfilmung „Justice League“ vereint die DC-Helden. Batman, Wonder Woman, Cyborg, The Flash und Aquaman kämpfen gemeinsam.

Humorvoll, launisch und effektvoll: In der neuen DC-Comicverfilmung „Justice League“ von Regisseur Zack Snyder vereinen sich gleich fünf Superhelden zu einem Team aus Metamenschen, um einen neuen, mächtigen Gegenspieler zu besiegen: das außerweltliche Wesen Steppenwolf, das mit seiner Armee aus Paradämonen und jeder Menge Energiewürfeln nichts anderes im Sinn hat als das Ende dieser Welt.

Frotzeleien über Batman

Für den Kampf gegen diesen Bösewicht verbündet sich der von Ben Affleck verkörperte Batman als Anführer der Allianz nicht nur mit der von Gal Gadot gespielten Amazonenkönigin Wonder Woman. Er versammelt auch eine Truppe von jungen Burschen um sich, die mit außerordentlichen Kräften auf sich aufmerksam machen: Cyborg (Ray Fisher) mit seinen kybernetischen Fähigkeiten, The Flash (Ezra Miller) mit seiner Blitzesschnelle und Aquaman (Jason Momoa) mit seinen Unterwasser-Begabungen. Alle bieten der berühmtesten Fledermaus der Welt zudem mit amüsanten Frotzeleien Paroli – etwa wenn sie Batman mit seinem Bat-Signal aufziehen oder an seiner Eitelkeit, Unsicherheit und seinem Jähzorn rütteln.

Trotz dieser nicht zu übersehenden Zugeständnisse an die Albernheiten und Gag-Salven der letzten erfolgreichen Marvel-Comic-Filme verläuft sich der Film jedoch nie in allzu belanglosen oder substanz­losen Witz. Dafür sorgen einmal mehr die etwas überfrachteten und gerne mal in Zeitlupe eingefangenen Action- und Kampfszenen. Dazu kommen die im Vergleich zur Vorgeschichte (in „Batman v Superman: Dawn of Justice“) zwar nicht mehr so schwermütige, aber weiter düster gehaltene Grundatmosphäre sowie Darsteller, die sich trotz mancher sarkastischer Bemerkungen in ihrem Kampf für mehr Humanität und gegen eine ultimative Gottheit mittlerweile viel ernster nehmen.

Kampf zwischen Licht und Dunkel

An der Story hätte allerdings noch etwas gefeilt werden können, bietet sie doch nur eine sehr vorhersehbare und dünne Handlung. So wird der Kampf zwischen Licht und Dunkelheit und Gut gegen Böse zwar angesprochen, aber nie tiefergehend beleuchtet. Und wenn da ein übermächtiges Monster die pure Bosheit verkörpert, dann fehlen ihm doch persönliche Charakterzüge, glaubwürdige Motive und Zeit zur Entfaltung. Andererseits: „Justice League“ ist eben ein Film über Helden, der die übernatürlichen Kräfte und das Comic-Superhelden-Genre an sich feiert. Folgerichtig bietet der Film jeder seiner Haupt­figuren mindestens eine große Unterhaltungsszene. Und lässt es sich auch nicht nehmen, den diversen Nebenfiguren des DC-Universums Spielzeit einzuräumen, wie Jeremy Irons als Butler Alfred, J. K. Simmons als Commissioner Gordon und Amy Adams als Lois Lane.

Die berührendsten Szenen kommen aber einem Mann zugute, der seit seinem letzten aufopferungsvollen und selbstlosen Kampf mit Batman gegen das Monster Doomsday für tot gehalten wird: Henry Cavill als Superman. Kleiner Tipp am Schluss: Abspann bis zum Ende schauen. Danach gibt es womöglich einen Hinweis, wie es mit der „Justice League“ weitergeht.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik