Musik

George Ezra wiederholt sich selbst

George Ezra in Köln.

George Ezra in Köln.

Foto: Thomas Brill

Köln.   Der Brite spielte vor 11 000 Fans in der Kölner Arena noch einmal die Setlist des vergangenen Herbstes. Und konnte zum zweiten Mal begeistern.

„Hinter den Hügeln und jedem bekannt, hier liegt das Teletubby-Land.“ Dienstag liegt das Teletubby-Land nicht hinter den Hügeln, sondern jenseits des Rheins, auf der Deutzer Seite, in der Kölner Arena. Diejenigen unter den 11 000 Fans, die den Briten George Ezra schon Ende Oktober 2018 im Palladium erlebt haben und danach in ein verzücktes „Nomal, nomal!“ ausbrachen, kommen voll auf ihre Kosten.

Die Herbst-Setlist und die aktuelle sind absolut identisch, jede einzelne Geschichte zur Entstehungsgeschichte seiner Lieder, die der 25-jährige Liebling der Singer-Songwriter-Community erzählt, hat man schon gehört. Teils mit exakt den gleichen Worten und mit exakt den gleichen Betonungen.

Als George Ezra den Zug nach Budapest verpasste

So kramt „Dschordsch“ (delikat zerdehnt in wunderbarem British English) erneut die Story der drei Schwedinnen hervor, in deren Gesellschaft er den ESC nur besoffen ertrug, worauf er einen so krassen Kater bekam, dass er tags drauf den Zug nach „Budapest“ verpasste. Die Fans mit Teletubby-Gen wissen das unbedingt zu schätzen, und wer den knapp 90-minütigen Auftritt erstmals erlebt, lacht sich doppelt schlapp.

Beim zweiten Kölner Aufguss (eigentlich dem dritten, 2018 im April gastierte Ezra, mit einer etwas anderen Setlist, auch in der Live Music Hall) hört sich die bluesige Stimme des Briten noch immer toll an, seine Band (die er immer noch nicht vorstellt) ist immer noch unbestritten „lovely“ und „incredible“, und seine Person kommt immer noch sympathisch, kein bisschen snobby, rüber. Bei den Songs denkt man hingegen mitunter, dass sie doch ein bisschen beliebig sind. Aber vielleicht ist das auch nur der Gewöhnungseffekt.

Eine neue Bühnenshow begeistert in Köln

Ganz und gar dem Teletubbyismus abhold: die neue Bühnenshow. Mit drei großformatigen Sprossenfenstern, die als Leinwände dienen, mit zwei extra Leinwänden rechts und links und länglichen Lampions, die von der Decke hernieder schweben und umeinander tanzen. Genial.

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