Klassik

Konzerthäuser im Revier offenbar kurz vor der Öffnung

Schon im Juni planen sie wieder Klassik live zu bieten: Das Bochumer Musikforum Ruhr, die Philharmonie Essen und das Konzerthaus Dortmund, Montage

Schon im Juni planen sie wieder Klassik live zu bieten: Das Bochumer Musikforum Ruhr, die Philharmonie Essen und das Konzerthaus Dortmund, Montage

Foto: FUNKE Foto Services

Essen.  Trotz Corona: Die großen Konzerthäuser der Region stehen offenbar kurz vor Wiedereröffnung. Auch große Stars sollen wieder live zu hören sein.

Die großen Konzerthäuser an der Ruhr bereiten sich offenbar auf eine Öffnung noch in dieser Saison vor. Nach Informationen unserer Zeitung wollen sowohl Essens Philharmonie als auch das Dortmunder Konzerthaus und Bochums Musikforum den Betrieb bereits Anfang (Dortmund, Bochum) beziehungsweise Mitte Juni (Essen) wieder aufnehmen. Die Nachricht überrascht. Essen etwa hatte noch vor Wochen bekanntgegeben, den Betrieb der Theater und Philharmonie bis zum Ende der Saison einzustellen. Dagegen hatte sich bereits Ende letzter Woche das Klavierfestival Ruhr als Pionier der Öffnung hervorgetan. Dessen Intendant Franz Xaver Ohnesorg hatte mitgeteilt, man plane ab 4. Juni wieder den Konzertbetrieb für das größte Pianistentreffen der Welt aufzunehmen.

Der Ehrgeiz der Intendanten, dem Publikum so schnell wie möglich wieder klassische Musik live zu bieten, ist offenbar groß. Auch bekannte Interpreten-Namen sind schon wieder im Spiel. So soll in Essen Stargeiger Daniel Hope auf dem Konzertpodium stehen, Liederabende mit prominenten Gästen sind geplant, auch die städtischen Philharmoniker sind nach unseren Informationen als Künstler gesetzt.

Aus Essens Philharmonie heißt es „Wir möchten im Juni wieder spielen!“

„Wir möchten im Juni wieder spielen!“, sagt Christoph Dittmann als Sprecher der Essener Philharmonie. Die Hürde zu diesem Schritt bleiben die aufgrund der Pandemie geltenden Beschränkungen. Es bedarf der individuellen behördlichen Genehmigung jeder Raumlösungen, die im Konzertsaal auf das Abstandsgebot Rücksicht nimmt. Klar ist auch: Kaum ein Abend wird so klingen wie zu Saisonbeginn geplant. Denn Auftritte großer Orchester sind aufgrund der Corona-Regelungen ebenso unwahrscheinlich wie Konzerte angekündigte Superstars aus dem krisengeschüttelten Ausland: Dass etwa die US-Operndiva Joyce DiDonato Dortmunds Saisonabschluss gestaltet, ist kaum anzunehmen.

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