Ruhrgebiet

Kulturmetropolen - das Revier ist ein Schlusslicht

Trotz des teuren Dortmunder „U“ kein Leuchtturm als Metropole der Kultur: Dortmund. Foto: Luthe

Trotz des teuren Dortmunder „U“ kein Leuchtturm als Metropole der Kultur: Dortmund. Foto: Luthe

Foto: WR/Franz Luthe

An Rhein und Ruhr.   Studie untersucht das Kulturangebot der 30 größten deutschen Städte. Keine Kommune an Rhein und Ruhr landet auf den besten Plätzen. Dortmund, Gelsenkirchen und Duisburg sind sogar echte Schlusslichter im Ranking.

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Eine neue Studie stellt vielen Großstädten der Region ein schlechtes Zeugnis als Kulturstandort aus. Unter den 30 größten deutschen Städten schaffte es allein Essen ans Ende der oberen Hälfte. Die Europäische Kulturhauptstadt 2010 belegte den 13. Platz.

Andere Städte traf die Untersuchung, die das Hamburgische WeltWirtschaftsinstitut (HWWI) im Auftrag der Berenberg Bank durchführte, härter. Unter den 30 untersuchten Städte wurden alle fünf letzten Plätze nach Nordrhein-Westfalen vergeben. Dortmund kam auf den 26. Platz. Es folgen Mönchengladbach (27), Gelsenkirchen (28), Duisburg (29) und als letzte Stadt Wuppertal. Bochum kam auf Platz 22.

„Altindustrielle Städte“ haben nicht vom Strukturwandel profitiert

„Ruhrgebietsstädte bilden erneut das Schlusslicht“ unter den Kulturmetropolen bilanziert die Studie und attestiert dann, „die altindustriellen Städte“ hätten trotz des Strukturwandels „bisher nicht oder wenig von Wachstum der Kulturwirtschaft profitieren“ können.

Das HWWI hat für seine Untersuchung eine große Bandbreite an Kulturfaktoren zusammengeführt. Sie reichen von der Zahl verkaufter Theater- und Museumskarten bis zum Kinobesuch, von den aktiven Nutzern öffentlicher Bibliotheken bis zu Tourismus und „Umsätzen der Kulturwirtschaft“ je Einwohner. Das für viele Großstädte im Revier wenig schmeichelhafte Zeugnis wird von den Auftraggebern auch als grundsätzlicher Aspekt für Lebensqualität in Deutschland eingeordnet. So schlechte Plätze werden Kulturpolitiker und -schaffende hart treffen. Weder scheint im Ranking Dortmund das kostenexplosive „U“ viel genützt zu haben, noch hat das millionenschwere Kulturhauptstadtjahr Essen an die Spitze heben können. Immerhin: Ohne „Ruhr 2010“ würde die Revierstadt wahrscheinlich weiter unten dümpeln.

Sieger ist Stuttgart

Sieger der Studie ist Stuttgart, die nächsten Plätze belegen Dresden, München und Berlin. Landeshauptstadt Düsseldorf kam auf den 11. Platz, Köln auf den 14. Bonn kann auf Platz fünf stolz sein.

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