Kammermusik

Langenberg-Festival geht im September in die fünfte Runde

Festival-Gründerin Nina Reddig.

Festival-Gründerin Nina Reddig.

Foto: Rebecca Adloff

Essen/Langenberg.  Die Idee für das Langenberg-Festival entstand in einem Eiscafé. 2015 ging die erste Ausgabe über die Bühnen. Längst ist das Musikfest etabliert.

Kammermusik für Rhein und Ruhr: Das Langenberg-Festival geht in die fünfte Runde. Längst hat sich das Musikfest über die Region hinaus einen Namen gemacht – doch die Initiatorin Nina Reddig spricht noch immer bescheiden von einem „Geheimtipp in der klassischen Musikszene“.

Nina Reddig ist im Sauerland geboren. Seit 2009 lebt sie in Langenberg. Als gefragte Kammermusikerin, Solistin und Konzertmeisterin ist sie viel auf Reisen. „Lange habe ich in Langenberg bloß gewohnt; doch dann saß ich eines schönen Tages im Eiscafé und dachte: Langenberg ist der ideale Ort ein Musikfestival“, erzählt sie. Die Idee war geboren, schon ein Jahr später, 2015, ging das erste Langenberg-Festival über die Bühnen.

Am Freitag, 6. September, gibt’s zum Auftakt den Konzertabend „Herbstlied“

Eröffnet wird die diesjährige Auflage am Freitag, 6. September, mit dem Konzertabend „Herbstlied“ in der Villa der Vereinigten Gesellschaft an Langenbergs Hauptstraße, Nummer 84. Auf dem Programm stehen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms und Benjamin Britten. Gespielt werden sie von Festivalchefin Nina Reddig (Violine), dem renommierten Bratschisten Nils Mönkemeyer und dem versierten Liedbegleiter Trung Sam (Klavier). Tipp: Bereits am Vorabend, 5. September, gibt es eine öffentliche Probe – der Eintritt ist frei.

Am Samstag, 7. September, können Festivalbesucher in der Villa der Vereinigten Gesellschaft mit den Musikern in Kontakt kommen. Um 11 Uhr beginnt bei Kaffee und Kuchen ein mit dem Titel „Horizonte“ überschriebenes Künstlergespräch, musikalisch eingeleitet von Cellist Julian Arp mit Johann Sebastian Bachs Solosuite G-Dur.

„Goldberge“ mit Julian Arp, Nils Mönkemeyer und Nina Reddig

Am Abend steigt Julian Arp für das Konzert „Goldberge“ dann erneut auf die Bühne, gemeinsam mit Nils Mönkemeyer und Nina Reddig. Das Trio spielt die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach in einer Eigenbearbeitung für Streichtrio.

Ein Kurzkonzert ist für den Sonntagvormittag angekündigt: Bei „Startups – Open Class“ spielt Geigerin Christa-Maria Stangorra, Jahrgang 1995, Werke von Georg Philipp Telemann, Fazil Say und Eugène Ysaÿe. Das Konzert ist Teil der Festival-Akademie, bei der sieben Künstler im Alter von 16 bis 30 Jahren gemeinsam auf einem Bio-Bauernhof leben und musizieren. „Wir schaffen einen Rahmen, in dem sich die Kunst entfalten kann – ohne den Druck des ,Höher-Schneller-Weiter’, der oft im Kulturbetrieb beobachtet werden kann“, sagt Nina Reddig.

„Über allen Gipfeln“ zum Finale des Langenberg-Festival

Abschluss der 2019er-Auflage ist das Konzert „Über allen Gipfeln“ am Sonntag, 8. September, im Historischen Bürgerhaus mit Schuberts Streichquintett C-Dur D956. „Es ist eines meiner Lieblingsstücke“, sagt Reddig. Neben der Geigerin sind Annette Walther (Violine), Gareth Lubbe (Viola) sowie Hannah Weber und Julian Arp am Violincello zu hören.

Zur Einstimmung: An diesem Donnerstag, 22. August, lädt Nina Reddig zum Abschlusskonzert des Meisterkurses für Violine, Streicher und interdisziplinäre Ensembles. Beginn auf dem Hof Fahrenscheidt in Velbert-Langenberg ist um 12 Uhr.

Karten im Vorverkauf kosten 23 Euro (erm. 13 Euro), je zzgl. VVK-Gebühr. Abendkasse: 28 Euro (erm. 18 Euro). Festivalpass: 110 Euro (erm. 60 Euro). Infos: www.langenberg-festival.com

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