BAND-PROJEKT

Methyl Ethel pendelt zwischen „suggestiv“ und „hypnotisch“

Methyl Ethel-Mastermind Jake Webb auf der Bühne.

Methyl Ethel-Mastermind Jake Webb auf der Bühne.

Foto: Matt Jelonek

Essen.   „Triage“, das dritte Album des australischen Band-Projekts Methyl Ethel, katapultiert den Hörer aus den Achtzigern in die Klanggegenwart.

Gelegentlich erinnern die Synthie-Sounds dieses Albums an die schrecklichschönen der frühen Achtziger, irgendwo zwischen Visage, OMD und The Cure, und wenn es dabei bliebe, würde Methyl Ethyl ins Archiv gehören. Dass auf diesem Fundament aber Songs möglich sind, für die Wörter wie „suggestiv“ oder „hypnotisch“ erfunden wurden, macht das Bandprojekt aus Perth, Australien, klanggegenwärtig.

Nun erscheint am Freitag nach „Oh Inhuman Spectacle“ (2015) und „Everything Is Forgotten“ (2017) mit „Triage“ das dritte Album der Band, die eigentlich nur live eine ist. Denn im Studio macht Jake Webb (30), der Radiohead genauso zu schätzen weiß wie Fleetwood Mac, alles allein – nicht von ungefähr gehört auch Prince zum Kosmos seiner Helden.

Verzerrte Gitarren bleiben hängen

Die vorab veröffentlichte Single „Scream Whole“ ist mit ihrer Schlagzeug-Betonung typisch für die eine Hälfte dieses Albums (wiederum mit einem sehr kunsthaltigen Cover). Aber hängen bleiben werden doch eher die verzerrten Gitarren aus dem hymnischen „All The Elements“ oder der traumschön dahinschwebende Refrain von „What About The 37°?“ Wärmt auch an warmen Tagen.

Methyl Ethel: Triage (4AD, ab 15.2.)

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