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„Rock am Ring“ trotzt dem Wind – Höhepunkte am Sonntag

Besonders in den Abendstunden war es vor der vor der Hauptbühne des Open-Air-Festivals "Rock am Ring" ziemlich voll.

Besonders in den Abendstunden war es vor der vor der Hauptbühne des Open-Air-Festivals "Rock am Ring" ziemlich voll.

Foto: Thomas Frey / dpa

Nürburg.   85.000 Besucher am Nürburgring feierten laut einer ersten Bilanz ein friedliches Wochenende. Nächsten Jahr steigt die 35. Auflage des Festival.

Am Sonntag geht das Open-Air-Festival „Rock am Ring“ in der Eifel zu Ende. Die 85.000 Besucher am Nürburgring freuen sich auf Künstler wie Slipknot, Tenacious D oder Marteria & Casper. Die Veranstalter und die Polizei zeigen sich schon vor den letzten musikalischen Highlights am Sonntag äußerst zufrieden mit dem Ablauf des Festivals.

„Wir haben wenige Straftaten zu beklagen, es kam beispielsweise nur zu zwölf Körperverletzung. Ein Wert, der noch einmal unter dem vom vergangenen Jahr liegt“, sagt Polizeidirektor Manuel Wehrmann. Auf den Campingplätzen und dem Festivalgelände kam es zu 31 Diebstählen. „Auch das ist keine dramatisch hohe Zahl“, so Wehrmann. Er wünscht sich, dass die Abreise am Montag genauso ruhig läuft wie der Rest des Festivals. Dann werde besonders darauf geachtet, dass niemand mit Alkohol im Blut am Steuer sitzt.

Windstärke erreichte nicht die Evakuierungsstufe

Mit-Veranstalter Andre Lieberberg schließt sich dem positiven Fazit der Polizei an, auch wenn die Wetterlage am Freitag und Samstag dem Organisationsteam einige Kopfschmerzen bereitete. „Wegen des starken Windes mussten wir an den Bühnen zum Teil Leinwände und Banner entfernen. Gott sei Dank wurde es nicht so schlimm, dass wir das Gelände hätten evakuieren müssen. Aber auch darauf wären wir vorbereitet gewesen“, so Lieberberg. Gerade nach den Vorfällen der vergangenen Jahre habe man in diesem Bereich viel Erfahrung sammeln können. „Wir haben die Zuschauer immer über den aktuellen Wetterzustand informiert, gerade die richtige Kommunikation ist in solchen Momenten sehr wichtig“, sagt Lieberberg.

Der 43-Jährige betont dabei auch die Bindung, die in den Jahren zwischen den Zuschauern und dem Festival entstanden ist: „Wir waren in diesem Jahr zwar nicht komplett ausverkauft, aber trotzdem können wir uns auf dem heutigen Markt behaupten. Neue Festivals in der Größe, wie wir eines sind, haben es in der heutigen Zeit nicht so einfach sich langfristig zu etablieren.“

Rock am Ring feiert 35-jähriges Jubiläum

Trotzdem sei gerade das Buchen von beliebten Künstlern in einer Zeit, in der es immer mehr Festivals gibt, zunehmend hart. Lieberberg freut sich deshalb, Hochkaräter wie Slipknot am Sonntag auf der Bühne stehen zu haben: „Sie sind wahrscheinlich die wichtigste, spannendste und emotionalste Metalband unserer Zeit.“ Aber auch auf den krönenden Abschluss des Festivals mit Marteria und Casper blickt er mit großer Vorfreude voraus: „Die beiden sind bis in die Haarspitzen motiviert. Das wird ein Abriss.“

Ist das letzte Konfetti der Shows von diesem Wochenende weggefegt, richtet sich der Blick bereits auf das nächste Jahr. Dann findet die 35. Ausgabe von Rock am Ring am Nürburgring statt, vom 5. bis zum 7. Juni. Der Vorverkauf startet am Dienstag, 11. Juni. Das Frühbucher-Weekend-Festivalticket kostet 149 Euro. Der Festpreis für eine Camping- und und Parkingkarte beträgt 50 Euro. Zum Line-Up macht Andre Lieberberg noch keine Angaben. Es ist aber davon auszugehen, dass schon bald die ersten großen Bandnamen genannt werden.

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