Album

Runrig verabschieden sich mit „The Last Dance“ von den Fans

Runrig präsentierten sich in Stirling zum letzten Mal live ihren Fans.

Runrig präsentierten sich in Stirling zum letzten Mal live ihren Fans.

Foto: Andrew King / Sony

Essen.  Ein würdiger Abschied: Die schottische Folk-Rock-Band Runrig ist in den Ruhestand gegangen. Das emotionale Abschiedskonzert gibt es jetzt als CD.

Am Ende klingt’s tatsächlich ordentlich nach Gänsehaut auf und vor der Bühne. Rory Macdonald und seine Truppen schmettern den Klassiker „Hearts Of Golden Glory“ in die schottische Nacht, ohne jede instrumentale Begleitung. Aber dafür stimmen schnell Tausende Fankehlen in die Hymne ein – wohl wissend, dass es die letzte Gelegenheit sein wird, den Idolen nahe zu sein.

Nach 45 Jahren auf Tour haben sich „Runrig“ mit einem gigantischen Konzert in ihrer Heimat in den Ruhestand verabschiedet. Der Live-Mitschnitt dieses finalen „Runrig“-Tanzes im schottischen Stirling steht jetzt als schön ausgestattete Dreier-CD-Box in den Läden. Man muss nicht mal Fan der gälischen Band sein, um nach dem Durchhören von „The Last Dance“ (RCA) sagen zu können: Wirklich schade, dass es vorbei ist.

Musik-Mix von Runrig hat auch nach fast fünf Jahrzehnten noch Charme

„Runrigs“ eigenwilliger Mix aus Rock und Roots hat auch nach fast fünf Jahrzehnten Charme. Erstaunlich, wie viele Emotionen, wie viel Kraft und Tempo die rüstigen Schottenrocker nach so langer Zeit noch in ihre Show einbringen können. Die Unterstützung durch Freunde und Ehemalige wie den langjährigen Frontmann Donnie Munro ließ dieses Konzert zu einem besonderen werden.

Passend zum Anlass eröffnen sie mit „The Years We Shared“, was schon mit frenetischem Jubel quittiert wird. Später servieren sie ihre Hits, allen voran „Loch Lomond“. Sie bedienen ordentlich die Rockschiene und streuen listig das ein oder andere Beatles-Zitatchen oder auch eine Prise Led Zeppelin ein.

Beim Abschied von Runrig schwingt Melancholie mit

Seine schönsten Momente hat das Konzert freilich in den stillen Passagen, wenn „Runrig“ Lieder anstimmen wie „Year Of The Flood“ oder „Going Home“. Da schwingt in jedem Takt eine Menge Melancholie mit und man merkt, dass dieses Album das Dokument eines schönen, eines würdigen Abschieds ist.

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