Erlebnismuseum

„Explorado“ in Duisburg: Neue Attraktionen zum Ferienstart

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Das „Explorado“ hat nun neue, vor allem digitale Exponate zu bieten. Einige rein analoge Klassiker wie der Mitmach-Bauplatz „XXL Baustelle“ sind aber natürlich immer noch vor Ort.

Das „Explorado“ hat nun neue, vor allem digitale Exponate zu bieten. Einige rein analoge Klassiker wie der Mitmach-Bauplatz „XXL Baustelle“ sind aber natürlich immer noch vor Ort.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Das Erlebnismuseum „Explorado“ hat zum Beginn der Herbstferien einiges Neues zu bieten. Viele Attraktionen verbinden Digitales und Analoges.

Wahrscheinlich gibt es angenehmere Aufgaben, als in die Rolle von König Sisyphos zu schlüpfen. Der wurde in der griechischen Mythologie von den Göttern für frevelhaftes Verhalten bestraft, indem er immer wieder einen Felsblock einen Berg hochrollen musste. Der Fels fiel aber jedes Mal zurück ins Tal. Den Stein simuliert im „Explorado“-Museum in Duisburg ein riesiger Ball von rund einem Meter Durchmesser. Bewegen müssen ihn die Gäste hier allerdings selbst. Damit steuern sie einen Fuchs, der am angeschlossenen Videospiel-Bildschirm in Sisyphos’ Rolle schlüpft. „Das ist relativ schwer, da braucht es Physis und Muskelkraft“, sagt Mitarbeiterin Nina Christofolini zu „SisyFox“.

Dabei handelt es sich um eine neue Attraktion im Museum am Innenhafen. „Explorado“-Stammbesucher können sich nun pünktlich zu den Ferien auf weitere innovative Exponate freuen, die Digitales und Analoges kombinieren, wie Sprecherin Susanne Göllner erklärt: „Die Digitalität bekommen sie aus den Kinderzimmern eh nicht mehr raus, hier erhalten die Kinder Training für den Umgang damit. Wir wollen mit dem neuen ,Explorado’ weitere Generationen ansprechen. Es war eine Einrichtung für Vier- bis Zwölfjährige, jetzt sollen auch Menschen bis 99 hier Spaß haben.“

Sechseckiger Zielschieß-Käfig im Duisburger „Explorado“

Kein Zweifel: Fußballfans jedes Alters können am „Hexagol“ viel Zeit verbringen. An den Wänden des sechseckigen High-Tech-Käfigs hängen zwölf mit LED-Leuchten ausgestattete Zielfelder, die nacheinander per Schuss getroffen werden müssen. Die Zeit läuft dabei unerbittlich – da bietet sich doch ein Wettbewerb unter Freunden an.

Einen Hauch von Zirkusmanege versprüht hingegen die Station „Glow & Move“. In diesem Schwarzlicht-Raum stehen Hula-Hoop-Reifen, runde und kleine Tischtennisplatten, Springseile, Jonglage-Keulen und -teller zur Verfügung – wer die Vorführung der Freunde in Ruhe betrachten will, kann es sich in den knallig bunten Sitzsäcken bequem machen.

Erste Erfahrungen an Instrumenten

Laut wird es im sogenannten „Klangraum“. Hier stehen unter anderem Gitarren, Bongos und ein komplettes Schlagzeug zum Ausprobieren bereit. „Wir wollen bewusst Instrumente anbieten, auf die Kinder im Musikunterricht in der Schule meist keinen Zugriff haben“, sagt Nina Christofolini. Ein Hinweis vorab: Die Benutzung von Ohrenstöpsel erweist sich als sinnvoll.

Bereits bekannt aus dem im vergangenen Juni neu eröffneten Kölner Odysseum, jetzt aber auch im Explorado zu sehen, ist „Paint2Life“. Mit bunten Stiften können dort verschiedene Meeresfiguren ausgemalt werden. Wer dann sein ausgemaltes Bild unter den Scanner legt, sieht es Sekunden später als virtuelles Wesen in Bewegung. Denn der Scanner ist mit einem großen Bildschirm verbunden, der sogar auf Berührungen reagiert und die eingescannten Fische, Seesterne und viele mehr in der abgebildeten Tiefseelandschaft „schwimmen“ lässt.

Steingarten mit beeindruckenden Ausstellungsstücken

Um Leben im und mit dem kühlen Nass geht es auch im Bereich „Die starken Vier“, der sich der Vier-Elemente-Lehre um Luft, Erde, Feuer und eben Wasser widmet. Hier können auf Knopfdruck Simulationen von Naturereignissen wie Wirbelstürme, Vulkanausbrüche oder Erdbeben ausgelöst werden.

Natürlich stehen Besuchern aber auch einige seit Jahren bekannte Bereiche offen, zum Beispiel der „Steingarten“. Gäste dürfen dort fleißig mit Spielzeug-Bausteinen basteln. Wie es besonders virtuos geht, zeigen vor Ort beeindruckende Exponate aus der Welt der Tiere. Ein aus 82.500 Steinen bestehender Leopard, sitzend auf einem Baumstamm, nahm 230 Stunden Bauzeit in Anspruch. Gut, ganz so lange hat das Museum natürlich nicht am Stück geöffnet – aber für kleinere Figuren und einen unterhaltsamen Familienausflug reicht es allemal.

>>> INFO: Daten und Karten

Öffnungszeiten Herbstferien: tgl. 10-18 Uhr. Außerhalb der Ferien: Fr 14-18 Uhr, Sa+So 10-18 Uhr. Philosophenweg 23, Duisburg. Es gilt Maskenpflicht.

Preise: Tagesticket 19,90 €, Familienticket (max. fünf Personen) 59,90 €. Kennenlernticket (90 Min. gültig) 12,90 €, Familienticket (max. fünf Personen) 39,90 €. Eintrittskarten sind nur unter www.explorado-duisburg.de oder www.ticketmaster.de erhältlich.

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