Ruhrfestspiele

Viel Programm für Gäste beim Auftakt der Ruhrfestspiele 2017

Der 1. Mai bei den Ruhrfestspielen: Kultur für alle, jedes Jahr.

Foto: Lutz von Staegmann

Der 1. Mai bei den Ruhrfestspielen: Kultur für alle, jedes Jahr. Foto: Lutz von Staegmann

Recklinghausen.   Geliebtes Fest der Musen und der Massen: Das Kultur-Volksereignis, mit dem die Recklinghäuser Ruhrfestspiele eröffnen, wird 40 Jahre alt.

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Ein Fest feiert. Geht das? Ganz bestimmt: Die Erfindung eines „Alles-gratis-für-alle“-Vorglühers, mit dem sich die Ruhrfestspiele in aller Öffentlichkeit warmlaufen, wird am 1. Mai 40 Jahre alt. Damit ist sie zwar eine Generation jünger als das 1947 aus der Not „Kunst für Kohle“ geborene und damit dienstälteste Theaterfestival Europas, seine Beliebtheit aber ist Legende. Es können schon mal 90.000 sein, die auf den Grünen Hügel strömen.

Der Magneten sind viele: Kabarett drinnen, Kinderkunst auf der Wiese, Zirzensisches im Park, Musik allerorten, nonstop natürlich.

Auch der 40. Jahrgang ist facettenreich spendabel. Es spielt der Circus Morsa auf der Wiese am Hirschgehege, dort auch gibt es eine Stunt-Show mit mafiös-klamottösem Anstrich. Im Festspielhaus bittet „Milonga“ zur abendlichen Tango-Show, während im Theaterzelt Absurdistan gastiert, aber auch kräftig „Die Buschtrommeln“ gerührt werden. Björn Freitag betraut auf dem grünen Rasen den Food-Truck-Contest, kleine Poesie-Einheiten verabreicht man dagegen im Vorlesezimmer.

Clowns und Jongleure

Rund ums Festspielhaus wandern Clowns und Jongleure, Kunst, da wo man sie nicht erwartet, ist ohnehin eine Säule dieser Freilichtunternehmung.

Wohl weniger aus Gewinnstreben als um Massen zu moderieren, sind bei einigen Angeboten Tickets (un­ter Bratwurst-Tarif!) zum Eintritt nötig. Also fast gratis: Für einen oder zwei Euro wird so der Weg frei zu großen Konzerten von Verdi bis Mission Impossible oder Werkstattaufführungen von jungen Geflüchteten, die fragen „Angekommen?“

Ab 13 Uhr beginnen die Spiele im großen Stil, das Ende halten sich die Fans des Traditionsvergnügens selbstredend offen. Wer sich benimmt, den hat hier noch niemand verscheucht, auch wenn der Vorhang da längst gefallen war.

Das komplette Programmangebot zum 1. Mai ist im Internet aufgelistet: www.ruhrfestspiele.de/de/veranstaltungen

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