Museum

Virtuelle Rundgänge: Diese Museen kann man zuhause erkunden

Ein Museum besuchen ohne das Zuhause zu verlassen? Das Google Arts Project gewährt auch einen Blick in die Beethoven-Schau in der Bonner Bundeskusnthalle.

Ein Museum besuchen ohne das Zuhause zu verlassen? Das Google Arts Project gewährt auch einen Blick in die Beethoven-Schau in der Bonner Bundeskusnthalle.

Foto: Handout

Essen.  Die Ausstellungshäuser sind geschlossen – aber oft im Internet zu erleben: Virtuelle Rundgänge und Audio-Touren erlauben den Kunstgenuss daheim.

Das Coronavirus versperrt den Zugang zu Museen, umso mehr bietet sich jetzt ein virtueller Museumsbesuch an, im Internet. Diese Ausstellungen sind rund um die Uhr geöffnet und der Eintritt ist frei. Eine Auswahl.

Google: Besuch bei den Platzhirschen

Mal kurz in die Uffizien nach Florenz, dann weiter ins „MoMa“ in New York und zum Abschluss noch auf die Berliner Museumsinsel: Beim Thema „Virtuelle Museen“ führt kein Weg vorbei am „Arts & Culture“-Dienst von Google. Das Suchmaschinenunternehmen zeigt seinen Nutzern Kunstwerke in höchster Auflösung, 360-Grad-Videos und bringt sie an berühmte Orte und Sehenswürdigkeiten. Zu sehen sind zigtausend Werke aus mehr als 1200 Museen und Archiven. Viele Ausstellungsorte können - ähnlich wie bei Googles „Street View“ - im 3D-Modus erkundet werden.

LeMO: Deutsche Geschichte erleben

Die deutsche Geschichte vom 19. Jahrhundert bis heute: Das „LeMO“, kurz für: Lebendiges Museum Online, zeigt Museumsobjekte und verknüpft diese mit Medien, Dokumenten, Biografien und Zeitzeugenberichten. Ansprechen soll das Angebot alle Geschichtsinteressierten – Jugendliche und Senioren, Schüler und Lehrer. Nach eigenen Angaben handelt es sich beim „LeMO“ um das größte deutschsprachige Geschichtsportal mit 2,6 Millionen Besuchern jährlich (Stand 2018).

ZDF: Wechselnde Ausstellungen

Auf in die „Digitale Kunsthalle“: Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) tummelt sich auch in der Welt der virtuellen Museen. Der öffentlich-rechtliche Sender zeigt ständig wechselnde Ausstellungen. Per Mausklick schlendert der Besucher durch die Sammlungen, Infotafeln stellen die gezeigten Werke mit Texten, Bildern und Videos näher vor. Derzeit zu sehen sind „Geraubte Kunst“, die sich einst die Nazis unter den Nagel gerissen hatte, „Inside Rembrandt – 1606-1669“ und „Felix Nussbaum. Leben und Werk“.

Anne Franks Versteck: Digitaler Rundgang

Mehr als zwei Jahre hielt sich Anne Frank im Zweiten Weltkrieg mit ihrer Familie vor den Nazis versteckt. In dieser Zeit schrieb das Mädchen in Amsterdam ihr Tagebuch, das zu einem der wichtigsten Zeugnisse der Judenverfolgung werden sollte. Der Originaltitel des Buches lautet „Het Achterhuis“ – und eben dieses „Hinterhaus“ können Besucher virtuell erkunden. Jedes Zimmer ist in digitaler 3D-Ansicht zu sehen, ergänzt wird das Angebot durch Informationen zu der tragischen Geschichte, die sich dort abgespielt hat.

Welt, Raum und Zeit

Das Deutsche Museum in München zeigt seinen jährlich 1,5 Millionen Besuchern Meisterwerke aus der Welt von Naturwissenschaft und Technik. Das Haus kann aber auch im Netz erkundet werden. Per Mausklick bewegen sich die Online-Besucher durch die dreidimensional fotografierten Ausstellungsräume. Zudem gibt es drei interaktive Audio-Touren zu Schifffahrt, Luftfahrt und Raumfahrt: Einfach anklicken, zurücklehnen und die virtuelle Museumsführung genießen.



Verlorene Heimat: Folgen des Braunkohletagebaus in Erkelenz

Erst schließt der Bäcker, dann kommen die Ratten, schließlich schrauben Souvenirjäger die Ortsschilder ab: „Ein Dorf verfällt, bevor der Bagger kommt“, heißt der erste Bericht im „Virtuellen Museum der verlorenen Heimat“. Die Mitglieder des Erkelenzer Heimatvereins dokumentieren in dem Online-Angebot mit Texten, Fotos, Audio- und Videoclips den Wandel ihrer Region und die Folgen des Braunkohletagebaus.

Virtueller Spaziergang zur Migrationsgeschichte

Software runterladen, installieren – und los geht’s: Wie prägt Migration unsere Gesellschaft? Antworten gibt es im „Virtuellen Migrationsmuseum“. Dort spazieren Besucher durch eine Stadtlandschaft. Neun Gebäude können virtuell betreten werden. In der Schule geht’s um „Migration und Bildung“, in der Fabrik um die Arbeitswelt und im Bahnhof steht das Reisen im Mittelpunkt. Insgesamt gezeigt werden mehr als 1000 Objekte des Kölner Dokumentationszentrums über die Migration in Deutschland (DOMiD).

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