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Gazpacho: Eine kalte, richtig leckere Gemüsesuppe

Eine kalte Gemüsesuppe

Eine kalte Gemüsesuppe

Foto: iStock/Maria_Lapina

Aus Tomaten, Gurken, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl, Essig, Pfeffer und Salz wir eine andalusische Spezialität: Gazpacho.

An heißen Tagen ist eine Gazpacho ein unschlagbar köstliches Gericht. Die kalte andalusische Gemüsesuppe, die es in Spanien auch fertig zu kaufen gibt und der die Supermärkte viel Platz in ihren Kühlregalen einräumen, erfrischt und sättigt zugleich. Dafür sorgt das Brot in der Suppe: Es macht die Gazpacho nahrhaft und bestimmt ihre Konsistenz.

Mit oder ohne Schale?

Ursprünglich wurde die Basis für traditionelle Gemüsesuppe handwerklich mithilfe eines Mörsers hergestellt. Aus Knoblauch, Salz, Brot und Olivenöl entstand unter geduldigem Rühren eine glatte Paste, die dann mit klein geschnittenen Tomaten, Paprika, Gurken und Zwiebeln sowie Pfeffer und einem guten Schuss Essig vermengt wurde. Heute geht es in dieser Hinsicht bereits moderner zu: Die Zutaten für die Mutter aller Smoothies kommen einfach in den Mixer.

Etwas Arbeit sollte man trotzdem in die Vorbereitung stecken. So ist zum Beispiel die Schale der Paprika schwer verdaulich, weshalb es sich empfiehlt, sie zu schälen. Auch die Tomaten sollten gehäutet und ihre Stielansätze herausgeschnitten werden. Wem es bei dem Gedanken graust, während einer Hitzewelle vor einem Topf mit kochendem Wasser zu stehen, kann dafür im Fachhandel einen praktischen Tomatenschäler kaufen. Gurken aus biologischem Anbau wiederum dürfen eigentlich ihre Schale behalten, beeinflussen aber die Optik: Durch die grüne Beigabe erhält die Gazpacho dann einen unattraktiven bräunlichen Ton.

Zur Gazpacho Andaluz gehören in manchen Regionen Beilagen: kleine Gemüsewürfel, fein gehackte hart gekochte Eier, Thunfisch oder Serranoschinken. Wie bei so vielen Gerichten gibt es außerdem reichliche Variationsmöglichkeiten. Aktuell im Trend sind zum Beispiel Gazpacho-Varianten mit Wassermelone. Alberto Hage, Inhaber des Düsseldorfer Restaurants La Copa, hat einen Weg zwischen Brauchtum und Moderne gefunden und eine „Gazpacho la Copa“ im Programm. „Sie enthält keinen Knoblauch und keine Zwiebeln und ist sehr beliebt bei unseren Gästen“, sagt er. „Aber wer möchte, kann sich etwas dazu bestellen.“ Manche Gäste fragen dann zum Beispiel nach noch etwas Zwiebel, Croûtons oder Chili. In Hages spanischem Traditionslokal gibt es die Suppe „niemals im Winter“ und auch nur an ausgesucht heißen Tagen: „Wenn die Temperaturen um die 30 Grad herum liegen, bringen wir sie sehr gern auf den Tisch“, sagt der Gastronom.

Frische kalte Gazpacho Gemüsesuppe im Glas Foto: Getty Einfach ein perfektes Gericht

Kindern schmecke Gazpacho oft nicht, hat Hage festgestellt. Das sei bei ihm aber auch nicht anders gewesen. „Meine Großmutter machte Gazpacho, für mich war das nichts.“ Mag er sie heute? „Aber wie! Sie ist gesund, vegetarisch – und eiskalt genossen, einfach ein perfektes Gericht.“

Andere kalte Gemüsesuppen

Kalte Gurkensuppe ist an heißen Tagen doppelt gut: Der milde Geschmack erfrischt, gleichzeitig besticht die Gurke mit ihrem hohen Wassergehalt. Besonders gut passen dazu Joghurt, Buttermilch und Kräuter wie Dill.

Ähnlich verhält es sich mit der Wassermelone. Sie belebt und kann sowohl süß mit anderen Obstsorten als auch herzhaft mit Kräutern, Fetakäse und anderem Gemüse wie Gurken oder Tomaten kombiniert werden.

Auch aus Pfirsichen lässt sich eine fruchtige Gazpacho-Variante herstellen. Die Süße der Früchte passt gut zu Tomaten, auch Frühlingszwiebeln geben eine leckere Ergänzung ab.

Vor allem aus der osteuropäischen Küche ist eine kalte Rote-Bete-Suppe bekannt. Sie wird häufig mit Joghurt oder Buttermilch, Dill und gekochten Eiern serviert. Die Knollen müssen allerdings zuvor gekocht sein.

Ein weiterer Klassiker unter den kalten Suppen ist die französische Vichyssoise. Es handelt sich dabei um eine kalt servierte Gemüsesuppe aus Kartoffeln und Lauch.

Aber bitte mit Käse

Die Gazpacho kann für sich allein schon überzeugen doch mit kleinen Tricks und Kniffen bekommt die Suppe das gewisse Etwas

Ein schneller Tipp, damit die Gazpacho ihre Frische nach dem Servieren nicht so schnell verliert: Stellen Sie einfach vorher die Teller in den Kühlschrank. Das Porzellan funktioniert wie eine Art Kühlakku und verhindert, dass die Suppe im Sommer auf dem Tisch allzu warm wird.

Wem normale Croûtons zu langweilig sind, der kann das Brot mit Käse verfeinern. Dazu einfach die Brotscheiben mit Öl bestreichen und in einer Pfanne anrösten, bis sie leicht gebräunt sind. Herausnehmen, eine Scheibe Ziegen-Weichkäse auf das Brot legen und in den Ofen schieben. Gerne auch mit etwas Honig beträufeln und diesen im Ofen karamellisieren lassen. Wenn der Käse geschmolzen ist, kann serviert werden.

Die Herzen von Käseliebhabern schmelzen auch bei einer weiteren Beilage: Basilikumnocken. Für das Topping Frischkäse mit dein gehackten Bailikumblättern verrühren und die Masse mit zwei Teelöffeln in kleinen Nocken formen. Über die Suppe geben und genießen.

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