Hitze

Hitzefrei in NRW: Ab wieviel Grad dürfen Schüler nach Hause?

Hitzefrei! Nichts wie raus! Ob die Schüler früher nach Hause dürfen, entscheiden in NRW die Schulleiter. Richtwert ist eine Raumtemperatur über 27 Grad.

Hitzefrei! Nichts wie raus! Ob die Schüler früher nach Hause dürfen, entscheiden in NRW die Schulleiter. Richtwert ist eine Raumtemperatur über 27 Grad.

Foto: Caroline Seidel / dpa

Essen.   Dürfen Schüler sich auf „hitzefrei“ freuen? Meteorologen erwarten diese Woche Rekord-Temperaturen für Juni. Mehr als 35 Grad gelten als sicher.

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Es ist heiß in diesen Tagen, so richtig heiß. Und an den Schulen geistert sicher ein Wort herum: hitzefrei! In NRW fällt die Entscheidung darüber nicht landesweit, sondern von Schule zu Schule individuell. Heißt: Der Schulleiter entscheidet je nach den Gegebenheiten an seiner Schule darüber, ob die Schüler früher ins Freibad gehen dürfen oder nicht.

„Wird der Unterricht bei heißem Wetter durch hohe Temperaturen in den Schulräumen beeinträchtigt, entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter, ob Schülerinnen und Schülern Hitzefrei gegeben wird“, heißt es in der entsprechenden Vorschrift. „Als Anhaltspunkt ist von einer Raumtemperatur von mehr als 27 Grad Celsius auszugehen.“

Kein Hitzefrei bei weniger als 25 Grad Raumtemperatur

Doch Achtung: Bei weniger als 25 Grad Raumtemperatur darf es kein Hitzefrei geben – das ist so in der „Bereinigten Amtlichen Sammlung der Schulvorschriften NRW“ (BASS) festgelegt.

Und dann gibt es weitere Einschränkungen:

  • Jüngere Schüler können bei Hitzefrei nicht ohne Weiteres nach Hause: Schüler der Grundschule und der Klassen 5 und 6 dürfen nur nach Absprache mit den Eltern vor dem regulären Unterrichtsende entlassen werden

  • Wer schon die Oberstufe besucht, hat Pech gehabt: Für Schüler der Sekundarstufe II gibt es kein Hitzefrei.

Klassenarbeiten sollen bei Hitze vermieden werden

Allerdings: Drohen etwa Kreislaufbeschwerden oder ein Hitzestau, ist auch in der Oberstufe eine Unterrichtsbefreiung möglich. Die Vorschrift fordert außerdem, auf die „bei hohen Temperaturen verminderte Leistungsfähigkeit“ der Schüler Rücksicht zu nehmen. „Klassenarbeiten sollen nach Möglichkeit nicht geschrieben werden.“

Ob und wie schnell die Raumtemperatur in den Schulen an Rhein und Ruhr auf 27 Grad steigt, hängt nicht zuletzt vom Schulgebäude ab. Der alte Bau mit dicken Wänden dürfte länger kühl bleiben, ein Container oder Bau mit großen Fensterfroten sich schneller aufheizen.

Die Außentemperaturen dürften schon zum Wochenbeginn wieder auf über 30 Grad im Schatten steigen. Zur Wochenmitte sind dann um die 38 Grad in NRW drin. Der bisherige Hitzerekord für Juni wurde am 27.6.1947 in Köln und Bonn gemessen und liegt bei 37,9 Grad. (shu/dpa)

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