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Steuern: „Elster“ wegen Grundsteuererklärung überlastet

Was man zur Grundsteuer-Reform wissen muss

Was man zur Grundsteuer-Reform wissen muss

Am Januar 2025 ändert sich die Grundsteuer. Was das für Besitzer von Immobilien bedeutet, erklärt das Video.

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Berlin  Seit dem 1. Juli müssen Hauseigentümer eine neue Grundsteuererklärung abgeben. Die Website "Elster" ist deshalb massiv überlastet.

Über das Portal „Elster“ können Bürger elektronisch ihre Steuerklärungen abgeben. Doch was, wenn Tausende gleichzeitig versuchen, dort Daten einzugeben?

Infolge der Grundsteuerreform haben wohl extrem viele Bürgerinnen und Bürger schon einmal die Formulare dafür geöffnet – das führte zu Schwierigkeiten bei der Steuer-Plattform. „Aufgrund enormen Interesses an den Formularen zur Grundsteuerreform kommt es aktuell zu Einschränkungen bei der Verfügbarkeit“, hieß es am Sonntagabend auf der Website.

Wann genau das Überlastungsproblem gelöst sein wird, ist noch unklar. „Wir arbeiten bereits intensiv daran, Ihnen so schnell wie möglich die gewohnte Qualität zur Verfügung stellen zu können.“

Nach Urteil des Verfassungsgerichts: Grundsteuer muss neu berechnet werden

Die Grundsteuer muss nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts neu berechnet werden. Millionen Haus-, Wohnungs- und Grundstücksbesitzer müssen deshalb seit Juli bis spätestens Ende Oktober eine Art zweite Steuererklärung abgeben, in der Regel elektronisch über „Elster“ – mit Daten etwa zu Flurnummer, Baujahr, Wohnfläche und Bodenrichtwert.

Je nach Bundesland können mal mehr und mal weniger Informationen gefragt sein, weil die Länder unterschiedliche Berechnungsmodelle anwenden.

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Neuberechnung der Grundsteuer: Prozess dauert wohl bis 2025

Bei Wohnungseigentümern geht es in der Regel um einige Hundert Euro im Jahr, bei Eigentümern größerer Mietshäuser auch um vierstellige Beträge.

Wie viel am Ende fällig wird, erfahren die Eigentümer wahrscheinlich erst 2025, denn der aus ihren Daten zu errechnende Grundsteuerwert ist nur eine Komponente bei der Berechnung der Grundsteuer – und die Gemeinden können ihre Hebesätze anpassen und damit bestimmen, wie viel bei ihnen zu zahlen ist. (fmg/dpa)

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Dieser Artikel ist zuerst auf abendblatt.de erschienen.

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