Energiekosten

Weihnachtsbeleuchtung: Mit fünf Tricks Strom und Geld sparen

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Weihnachten: Christkind vs. Weihnachtsmann

Weihnachten: Christkind vs. Weihnachtsmann

An Weihnachten freuen sich alle Kinder über die Geschenke, ob vom Weihnachtsmann, Nikolaus oder dem Christkind. Trotzdem führt die Frage des Geschenke-Bringers zu Unstimmigkeiten:

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Berlin.  Wer ein paar einfache Tricks beherzigt, kann mit seiner Weihnachtsbeleuchtung viel Energie und somit Geld sparen – so funktioniert es.

Die Weihnachtszeit ist traditionell die Zeit der Lichter und der Deko. Spätestens ab dem Totensonntag am 20. November oder dem 1. Advent am 27. November 2022 beginnt die Weihnachtszeit – und damit die Zeit der Weihnachtsbeleuchtung. Doch 2022 könnten viele Verbraucher wegen der hohen Energiepreise zögern, Lichterketten und Co. aus dem Keller zu holen.

Weihnachtsbeleuchtung und Stromverbrauch: Mit fünf Tricks bares Geld sparen

Lichterketten, Leuchtsterne oder auch elektronische Kerzen – viele Stücke im Karton mit der Weihnachtsdeko haben in der Regel eines gemein: Sie benötigen Strom. Und im Hinblick auf die Entwicklung und Prognose der Strompreise 2022 in Deutschland kann es in der Summe schnell um hohe Geldbeträge gehen. Gerade deshalb kann es sich lohnen, sich über das Thema Energiesparen bei der Weihnachtsbeleuchtung Gedanken zu machen.

Und sparen muss nicht zwingend heißen, dass man große Teile der Weihnachtsdeko im Keller lässt. Im Gegenteil: Ein paar simple Tricks können dabei helfen, Energie und damit Geld einzusparen und gleichzeitig die Umwelt zu schützen. In einem Beitrag informiert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) über die verschiedenen Möglichkeiten, um bei der Weihnachtsbeleuchtung Energie zu sparen. Diese Möglichkeiten lassen sich grob in fünf Tipps zusammenfassen:

  • Stromverbrauch (Watt) beachten: Neue Weihnachtsbeleuchtung mit möglichst niedriger Leistung kaufen – LEDs verbrauchen am wenigsten Energie und sind sehr langlebig.
  • Batteriebetriebene Weihnachtsbeleuchtung meiden: Batteriestrom ist rund 300-mal teurer als Strom aus der Steckdose. Und: Batterien halten nicht so lange und müssen oft ausgewechselt werden.
  • Die richtige Farbtemperatur wählen: Je niedriger die Farbtemperatur (Kelvin K), desto gemütlicher ist auch das Licht. Lampen mit weniger als 3.000 k haben ein warm-weißes Licht und verbrauchen weniger Strom.
  • Zeitschaltuhren bei Lichterketten und Co. nutzen: Über Nacht oder auch bei Abwesenheit können Teile der Weihnachtsbeleuchtung ausgeschaltet werden. Ganz bequem geht das mit Zeitschaltuhren.
  • Weihnachtsbeleuchtung mit Solar-LED: Weihnachtsdeko mit Solar-Funktion verbraucht gar keinen externen Strom. Ein weiterer Vorteil: Man spart sich die Zeitschaltuhr.

Stromverbrauch bei Weihnachtsbeleuchtung ermitteln: Ein Online-Tool kann helfen

Der erste Tipp der Verbraucherzentrale ist primär beim Einkauf neuer Weihnachtsbeleuchtung relevant – doch auch, wenn bloß einzelne Leuchtmittel neu gekauft werden, kann sich ein Blick auf den Stromverbrauch des Produkts lohnen. LEDs sind grundsätzlich sehr sparsam. Wer wissen möchte, wie teuer der Strompreis bei einer einzelnen Weihnachtsbeleuchtung ist, kann das mithilfe eines Online-Tools von "blitzrechner.de" ermitteln.

Die Handhabe ist ganz einfach: Leistung in Watt und die Dauer der Beleuchtung angeben und schon bekommt man die Stromkosten pro kWh ausgerechnet. Gerade, wer noch ältere Weihnachtsbeleuchtung nutzt, wird überrascht sein, wie hoch die Stromkosten dafür mittlerweile sind. In bestimmten Fällen kann es sich dann sogar lohnen, in eine neue Weihnachtsbeleuchtung zu investieren.

Weihnachtsbeleuchtung: Klassische Lichterkette vs. LED – eine Menge Sparpotenzial

Ein Rechenbeispiel: Wir vergleichen eine herkömmliche Lichterkette mit 100 Lämpchen (30 Watt), die 12 Stunden täglich von November bis Januar in Betrieb ist mit einer vergleichbaren LED-Lichterkette (3 Watt). Dabei gehen wir von einem Strompreis von 40 Cent pro kWh aus.

Laut "blitzrechner.de" verbraucht die klassische Lichterkette rund zehnmal mehr Strom als die LED-Beleuchtung. Sparpotenzial bei nur einer Lichterkette beträgt etwa 11 Euro im Jahr. Allein die Nutzung von LEDs als Weihnachtsbeleuchtung macht somit schon viel aus. Gepaart mit den anderen Energiespartricks wie der Zeitschaltuhr oder der Farbtemperatur kann man seinen Stromverbrauch bei der Weihnachtsdeko spürbar senken.

  Klassische Lichterkette (30 Watt) LED-Lichterkette
(3 Watt)
Stromverbrauch gesamt 32,85 kWh 3,29 kWh
Stromkosten im Monat 4,38 kWh 0,44 Euro
Stromkosten pro Jahr 13,14 Euro 1,32 Euro
Stromkosten in fünf Jahren 65,70 Euro 6,57 Euro
CO2-Emissionen pro Jahr (klassischer Strommix) 21,85 kg 2,18 kg

Die Verbraucherzentrale NRW macht in ihrem Bericht zur Weihnachtsbeleuchtung zudem noch auf die Gefahr von alten Leuchtmitteln aufmerksam. Alte Lichterketten mit Glühlampen seien nicht bloß weniger effizient, sondern bei einem Ausfall können einzelne Lämpchen auch stark überhitzen – es besteht somit eine erhöhte Brandgefahr im Vergleich zu den LEDs. Sie punkten somit nicht nur beim Stromverbrauch, sondern auch bei der Sicherheit.

Der Artikel "Lichterkette und Co.: Mit 5 cleveren Tricks Strom und Geld sparen" ist zuerst auf morgenpost.de erschienen.

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