Cyber-Sicherheit

WhatsApp-Kettenbrief: Das steckt hinter „Ute Lehr“

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Berlin  Ein angeblicher Virus sorgt bei WhatsApp-Nutzern für Angst. Doch was steckt hinter dem Kettenbrief, der vor dem Kontakt Ute Lehr warnt?

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Auf WhatsApp ist wieder ein Kettenbrief im Umlauf, der für Ärger bei den Nutzern sorgt. In der Nachricht wird vor einem Kontakt mit dem Namen „Ute Lehr“ gewarnt, den man auf keinen Fall auf seinem Handy speichern sollte. Denn dann könnte die Festplatte zerstört werden, heißt es.

Dabei brauchen WhatsApp-Nutzer gar keine Angst zu haben: Bei dem Kettenbrief handelt es sich um einen Fake. Der Kettenbrief sorgt nicht zum ersten Mal für Unruhe bei WhatsApp-Nutzern – zum ersten Mal tauchte er 2017 auf. Wir klären die wichtigsten Fragen:

WhatsApp-Kettenbrief – was steckt hinter „Ute Lehr“?

Nicht in jeder Version dieses Kettenbriefes ist der Name „Ute Lehr“ genannt. Manchmal findet sich auch ein anderer Name wieder.

Der Inhalt ist jedoch meist der gleiche: „Sag mal bitte allen Leuten in deiner Liste, dass sie den Kontakt ‘Ute Lehr’ nicht annehmen sollen! Das ist ein Virus (über whatsapp) der zerstört die ganze Festplatte und zieht sich die Daten runter, wenn ihn einer deiner Kontakte erwischt, bist du auch betroffen, weil er sich durch die Liste frisst!“

Im weiteren heißt es, dass die Fernsehsender Europ1 und Sat1 die Warnung ebenfalls gesendet hätten. Das ist allerdings nicht der Fall – zumal unter Europ1 kein Sender in Deutschland sendet.

Immer wieder sorgen WhatsApp-Kettenbriefe für Verunsicherung bei den Nutzern. Zuletzt wurde wieder vor dem „Martinelli“-Virus auf WhatsApp gewarnt – dahinter verbirgt sich ein Fake. 2018 machte zudem ein WhatsApp-Kettenbrief die Runde, in dem ein Milka-Schokoladenkorb versprochen wurde.

Ist der Kontakt für WhatsApp-Nutzer trotzdem gefährlich?

Vermutlich nicht. Denn vieles spricht dafür, dass hinter der Warnung gar kein Kontakt „Ute Lehr“ und schon gar nicht ein entsprechender Virus steht. Spätestens seit 2016 war der Kettenbrief mehrfach verschickt worden. Ein Virus ist in dem Zusammenhang jedoch nie aufgetaucht.

Eine Grafik von Google Trends zeigt, wann nach dem Kontakt „Ute Lehr“ und dem WhatsApp-Kettenbrief gesucht wurde:

Zudem wird in der Drohung geschildert, dass angeblich Festplatten gelöscht würden. Tatsächlich haben Smartphones, über die die Nachricht verbreitet wird, aber keine Festplatten. All das zeigt, dass es sich bei dem Kettenbrief um einen Fake handelt.

Was sollten WhatsApp-Nutzer nun tun?

Von dem Kettenbrief selbst und auch dem angeblichen Kontakt geht zwar keine Gefahr aus. Doch Nutzer sollten denjenigen, von dem sie den Kettenbrief erhalten haben, darauf aufmerksam machen, dass sie einer Fälschung aufgesessen sind. Den Kettenbrief selbst können Nutzer dann einfach löschen. (ac)

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