Weihnachten

O Tannenbaum ...

Festliche geschmückte Tannenbäume verbreiten weihnachtliche Stimmung – in der Wohnung ebenso wie im Freien.

Festliche geschmückte Tannenbäume verbreiten weihnachtliche Stimmung – in der Wohnung ebenso wie im Freien.

Hagen.  Der immergrüne Baum gehört einfach zu Weihnachten. Warum das für viele Deutsche so ist, berichten Malea Eickelkamp und Birte Bekaan.

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Jedes Jahr steht er im Wohnzimmer bei Familie Meier. Er ist geschmückt mit Lametta und roten Weihnachtskugeln. Die Lichterkette darf natürlich auch nicht fehlen. In der Spitze noch ein goldener Stern. An Heilig Abend sitzt die ganze Familie fröhlich in besinnlicher Weihnachtsstimmung unter ihrem Weihnachtsbaum.

So wie bei Familie Meier sieht es auch in vielen anderen Wohnzimmern aus. Laut der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) stehen jährlich etwa 24,5 Millionen Weihnachtsbäume in den deutschen Wohnzimmern. Davon sind rund 75 bis 80 Prozent Nordmanntannen, rund 15 Prozent Blaufichten, sieben Prozent sonstige Fichten und drei Prozent Edeltannen oder Nobilistannen.

Groß soll er sein, der Weihnachtsbaum

In Deutschland gehört der Weihnachtsbaum zu den wichtigsten Bräuchen in der Weihnachtszeit. So können sich viele Menschen Weihnachten ohne den Geruch des Weihnachtsbaums gar nicht vorstellen. Aber was macht eigentlich einen guten Weihnachtsbaum aus? Viele Menschen wünschen sich einen großen Baum, mindestens zwei Meter, mit dicken Ästen und vielen Zweigen.

Das sind hohe Ansprüche an einen Weihnachtsbaum. Deshalb geben viele Deutsche auch gerne ein bisschen mehr Geld für den Baum aus, damit er in ihren Augen perfekt ist. Für eine Nordmanntanne bezahlt man zwischen 16 bis 24 Euro pro laufendem Meter. Günstiger sind Fichten. Diese kosten zwischen sieben und neuen Euro pro laufendem Meter.

Den Baum kaufen oder selbst schlagen?

Und wo bekommt man einen schönen Weihnachtsbaum her? „Heute bekommt man Weihnachtsbäume auf dem Parkplatz von gegenüber“, antworten viele Menschen auf diese Frage. Manche gehen aber auch selbst in den Wald, um eine Tanne zu schlagen. „Wir fahren jedes Jahr eine Woche vor Weihnachten in den Wald, um unseren Baum selbst zu schlagen. Dadurch können wir uns den schönsten aussuchen, wissen wo er gewachsen ist und haben einen schönen Nachmittag mit der Familie“, beschreibt ein von uns befragter Passant, seine Art, einen Weihnachtsbaum zu beschaffen. Aber Achtung: Seinen Weihnachtsbaum selbst schlagen darf man nur in begrenzten Waldgebieten, in denen es erlaubt ist, Bäume zu schlagen.

Wo kommt das Ritual vom Weihnachtsbaum her? Schon in der Antike haben die Römer zur Wintersonnenwende einen Baum geschmückt. Damit ehrte man den Sonnengott. Im Mittelalter war es üblich, Bäume an Festtagen zu schmücken. Zum Beispiel den Maibaum. Und zu Weihnachten wurde ein so genannter Paradiesbaum geschmückt, um den Gedenktag von Adam und Eva zu feiern. Dabei wurde der Baum mit Äpfeln behängt. Nach einer nicht mehr durch Quellen belegbaren Überlieferung wurde der erste Weihnachtsbaum 1419 von der Freiburger Bäckerschaft aufgebaut und mit Äpfeln, Früchten, Nüssen und Naschwerk behängt.

Dortmunder Weihnachtsbaum ist 45 Meter hoch

Der Dortmunder Weihnachtsmarkt hat seit 1996 einen riesigen Weihnachtsbaum, der vom Betreiber als größter Weihnachtsbaum der Welt bezeichnet wird. Er ist 45 Meter hoch und besteht aus 1700 Rotfichten. Es leuchten 48.000 kleine Lämpchen auf dem XXXL Weihnachtsbaum. Wer ihn noch nicht gesehen hat, kann ihn noch bis zum 30. Dezember in der Dortmunder City bewundern.

Familie Meier ist aber sehr zufrieden mit ihrem eigenen – im Vergleich zum Dortmunder Exemplar – winzigen Weihnachtsbaum und freut sich auf die folgenden Festtage mit der Familie. Wenn die Weihnachtszeit zu Ende ist, pflanzen die Meiers ihren Baum in den Garten. Dort stehen schon fünf Tannen und es macht ihnen sehr viel Spaß, zu sehen, wie schnell diese wachsen.

MediaCampus-Reporterinnen Malea Eickelkamp und Birte Bekaan, Klasse 8c, Gymnasium Hohenlimburg, Hagen

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