Gesundheit

Reiten als Therapie

Bei der Reittherapie können unter anderem verschiedene Fähigkeiten, wie zum Beispiel der Gleichgewichtssinn, trainiert und verbessert werden.

Bei der Reittherapie können unter anderem verschiedene Fähigkeiten, wie zum Beispiel der Gleichgewichtssinn, trainiert und verbessert werden.

Foto: WAZ FotoPool

Hagen/Breckerfeld.   Bei der Reittherapie steht das Zusammenspiel zwischen Mensch und Pferd im Mittelpunkt. Fabienne Richter stellt diese Therapieform vor.

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Es gibt viele Therapiearten für Menschen mit Behinderungen oder für Menschen, die schwere Schicksalsschläge erlitten haben. Aber eine ganz besondere Therapieform ist die Reittherapie. Dabei handelt es sich um ein körperorientiertes Therapieverfahren. Beim Reiten und durch den Umgang mit dem Pferd machen die Menschen unter Anleitung einer Reittherapeutin Erfahrungen, die ihnen helfen, ihren Problemen positiv zu begegnen.

Diese Therapieart wird auch in der Umgebung von Hagen angeboten, zum Beispiel auf dem Hof Wengeberg in Breckerfeld. Dort werden unter der Leitung von Diplom-Sozialpädagogin und Reittherapeutin Anna-Katharina Trier Einzel- und Gruppentherapien sowie reitpädagogische und erlebnispädagogische Maßnahmen angeboten. Auf dem Hof gibt es neun Therapiepferde, die speziell ausgebildet wurden.

Körper, Geist und Seele werden gestärkt

Die Arbeit bei einer Reittherapie ist eine ganz besondere, denn die Therapeuten arbeiten täglich mit Mensch und Pferd zusammen. Die Menschen, die eine Reittherapie machen, erlangen im Zusammenspiel mit den Pferden verschiedene Erfahrungen. Durch die Verbindung, die zwischen Mensch und Pferd entsteht, werden Körper, Geist und Seele gestärkt.

Eine Reittherapie kann bei Menschen mit einer körperlichen, seelischen oder sozialen Behinderung unterschiedliche Dinge verändern. Eine Reittherapie ist dementsprechend für Menschen mit den unterschiedlichsten Problemen geeignet. Zum Beispiel für Kinder mit einer geistigen Behinderung oder für Erwachsene mit psychischen Problemen. Bei der Therapie können verschiedene Dinge, wie beispielsweise der Gleichgewichtssinn, die Konzentrationsfähigkeit, das Durchhaltevermögen, die motorischen Fähigkeiten oder auch das eigene Selbstwertgefühl positiv verändert werden.

Das Pferd ist wie ein Spiegel

Anna-Katharina Trier hat sich für den Beruf der Reittherapeutin entschieden, weil sie den Menschen zeigen will, dass ein Pferd uns unsere Verhaltensweisen und Emotionen spiegeln kann. Auf diese Weise lernt man nicht nur, seine eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen, sondern auch daran zu arbeiten und sie zu akzeptieren.

Anna-Katharina Trier durfte eine solch intensive Beziehung zu einem Pferd selbst mit ihrer Stute Fatima erleben, die sie sehr früh bekam und bis heute in ihrem Besitz hat. Fatima wird Anfang 2016 schon 21 Jahre alt. Die Erfahrungen mit ihr haben Anna-Katharina Trier geprägt und dazu bewegt, sie weitergeben zu wollen. „In meinen Augen ist der Beruf der Reittherapeutin der schönste Beruf, den man sich nur wünschen kann“, sagt sie begeistert.

Mein eigenes Fazit über die Reittherapie lautet: Ich finde diese Art von Therapie sehr beeindruckend. Es ist eine gute Sache für Menschen, die sonst nicht die Möglichkeit hätten, zu reiten, auf diese Art an ihren Problemen zu arbeiten und im Idealfall ein besseres Leben zu bekommen.

MediaCampus-Reporterin Fabienne Richter, Klasse 8, Ricarda-Huch-Gymnasium, Hagen

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