Berufsbild

Berufung Hebamme

Auch nach der Geburt unterstützen Hebammen die Mütter, indem sie ihnen zum Beispiel zeigen, wie die Babys gewickelt und angezogen werden.

Auch nach der Geburt unterstützen Hebammen die Mütter, indem sie ihnen zum Beispiel zeigen, wie die Babys gewickelt und angezogen werden.

Foto: WP

Hagen.  Dass zum Beruf der Hebamme viel mehr gehört als die reine Geburtsbegleitung, erfährt Done Rizvani von der erfahrenen Hebamme Melanie Störte.

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Melanie Störte arbeitet als Hebamme im Evangelischen Krankenhaus Hagen-Haspe, dass auch unter dem Namen „Mops“ bekannt ist. Sie übt ihren Beruf schon seit elf Jahren aus. Ihr Arbeitsplatz ist dabei nicht nur im Krankenhaus, sondern auch bei den Müttern zu Hause, denn Hebamme Melanie ist auch für die Vor- und Nachsorge zuständig. Das bedeutet, sie hilft sowohl den Schwangeren vor der Geburt als auch den frischgebackenen Müttern in den ersten Wochen nach der Geburt. Melanie Störte hat viel Spaß an ihrer Arbeit und sie übt ihre Tätigkeit mit Leidenschaft aus. „Hebamme zu sein ist nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung“, beschreibt sie ihre Einstellung zu ihrem Job.

Im „Mops“ kommen jährlich bis zu 550 Kinder zur Welt

Die Arbeitszeiten der Hebammen im Evangelischen Krankenhaus Hagen-Haspe sind in Schichten aufgeteilt. Es gibt Früh-, Spät- und Nachtschichten. Der Arbeitstag von Hebamme Melanie beginnt also – je nach Schicht – um 5.30, 13.30 oder 21.30 Uhr und dauert in der Regel acht Stunden. In diesen acht Stunden ist Melanie Störte meistens im Kreißsaal, in dem die Kinder auf die Welt kommen, oder auf der Neugeborenenstation im Einsatz. Dort kümmert sie sich um die Mütter und die neugeborenen Kinder. Im „Mops“-Krankenhaus gibt es drei Kreißsäle, in denen jährlich bis zu 550 Kinder zur Welt kommen.

Den Beruf der Hebamme erlernt man durch eine Ausbildung, die drei Jahre dauert. Die Ausbildung umfasst 1600 Stunden Theorie und 3000 Praxisstunden, die in der Regel in einem Krankenhaus mit Geburtsmedizin absolviert werden. Inhaltlich umfasst die Ausbildung neben der Geburt selbst auch die Vor- und Nachsorge. Das bedeutet, Hebammen lernen, Schwangere vor, während und nach der Geburt zu begleiten und zu betreuen. Die Ausbildung wird mit dem Staatsexamen abgeschlossen.

Ruhe, Konzentrationsfähigkeit und Geduld sind wichtige Voraussetzungen

Melanie Störte ist Hebamme geworden, weil sie sehr gerne mit Menschen und Neugeborenen zusammen arbeitet. Sie ist selbst Mutter von zwei Kindern. Auf die Frage, welche Voraussetzungen angehende Hebammen auf jeden Fall mitbringen sollten, erklärt sie: „Es ist ausgesprochen wichtig, dass man viel Ruhe, Konzentrationsfähigkeit und Geduld mitbringt.“

MediaCampus-Reporterin Done Rizvani, Klasse 8c, Gesamtschule Haspe, Hagen

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